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Der nächste Fehlstart

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Einst war Gottéron dank Slawa Bykow und Andrei Chomutow der Schrecken aller Gastgeber. Danach folgten viele erfolglose Auswärtsjahre der Freiburger. Zuletzt unter der Regie von Hans Kossmann zählte Freiburg zwei Saisons lange wieder zu den besten Auswärtsteams der Liga und wurde deshalb vielerorts gefürchtet. Das sind Tempi passati: In der momentanen Verfassung ist Gottéron nur noch ein gern gesehener Gast und Punktelieferant für jede gegnerische Heimmannschaft. So wie sich das Team des an der Bande leidenden Gerd Zenhäusern im letzten Spiel vor der Weihnachtspause in Zug präsentierte, führt der Weg im Eilzugstempo Richtung Playouts. Christians Dubés Aussage nach dem verlorenen Spiel gegen Bern am Montagabend–in dieser Form hätte man selbst gegen NLB-Klubs Mühe–erhielt gestern jedenfalls neuen Nährboden.

Nach einem Drittel war schon alles vorbei

Wie schon am Vorabend dem SCB genügte den gegenüber der letzten Saison wiedererstarkten Zugern gerade mal ein Drittel, um ebenfalls schon frühzeitig alles klar zu machen. Wiederum landete gleich der erste Schuss nach 21 Sekunden im Tor von Benjamin Conz. Und nur neun Minuten später nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf: Nach einem miserablen Wechsel zwischen Sandro Brügger und Marc-Antoine Pouliot reagierte das EVZ-Duo Fabian Sutter und Dominic Lammer blitzschnell und schoss ihre Farben mit 2:0 in Front. Und spätestens als ein paar Sekunden später Lino Martschini zum dritten Mal für den späteren Sieger traf, hatte Freiburgs Coach genug und nahm schon früh sein Timeout. Gross am Geschehen auf dem Eis änderte dies jedoch nicht, auch wenn Dubé nach einer schönen Vorarbeit von Benjamin Plüss (16.) ein Shorthander gelang.

Die Freude im Lager der Freiburger war jedoch nur von kurzer Dauer. Wiederum ein paar Zeigerumdrehungen später stellte Josh Holden den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her und sorgte so schon vor dem ersten Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Einmal mehr hatten die völlig überforderten Saanestädter das Startdrittel völlig verschlafen und sich so schon vorzeitig jede Hoffnung auf den dringend notwendigen Punktezuwachs genommen.

Goaliewechsel als letzte verzweifelte Massnahme

Zu Beginn des Mitteldrittels nahm Gerd Zenhäusern nicht unerwartet eine Torhüterrochade vor: Melvin Nyffeler ersetzte einmal mehr den in dieser Saison formschwachen Benjamin Conz, der der ohnehin schwächsten Abwehr der Liga–inzwischen hat man sagenhafte 131 Tore kassiert, 18 mehr als das Tabellschlusslicht Rapperswil–erneut kein Rückhalt war. Dieser späte Weckruf des Chefs an seine Mannschaft änderte jedoch wenig bis nichts am ziemlich einseitigen Geschehen auf dem Eis. Auch im Schongang erhöhten die Innerschweizer das Skore dank zwei Powerplay-Toren von Martschini und Holden auf 6:2. Zwischenzeitlich hatte Gottérons Nati-Verteidiger Timo Helbling an seiner alten Wirkungsstätte zumindest eine Ehrenmeldung für seine Mannschaft abgeliefert. Mehr lag für die Freiburger an diesem Abend auch offensiv ganz einfach nicht drin. Nach den frühen Vertragsverlängerungen wirken die vorherigen Powerstürmer Pouliot und Greg Mauldin nach vielen Doppeleinsätzen völlig ausgebrannt, einzig die zweite Linie um den omnipräsenten Christian Dubé konnte gegen den starken EVZ einigermassen mithalten. Vom dritten und vierten Angriff kommt bei den Freiburgern seit Wochen so oder so tormässig nichts, und liegt man einmal resultatmässig hinten, kann Zenhäusern in der Schlussphase auch nicht wie in erfolgreichen Zeiten auf drei Sturmreihen umstellen. Einzige positive Meldung in offensiver Hinsicht war an diesem Wochenende trotz zweier Niederlagen die vielversprechende Rückkehr von Plüss, der von seiner Knieverletzung erholt zu sein scheint.

Jeff Tambellini zu Bozen?

Am Rande der Partie in Zug ging das Gerücht herum, dass Freiburgs Kanadier Jeff Tambellini möglicherweise über die kommenden Festtage den Klub in Richtung des HC Bozen verlassen könnte. Der anwesende Generaldirektor Raphaël Berger wollte diese Transfermeldung weder bestätigen noch dementieren. Der kriselnde Klub würde seinem Neuzuzug nach den ungenügenden Leistungen wohl noch so gerne abgeben. Dies würde der Leitung zudem die Möglichkeit eröffnen, sich für die restliche Saison mit einem durchschlagskräftigeren Stürmer zu verstärken.

Die Verletzung von Jérémie Kamerzin, der gegen den SC Bern einen Schlag abbekam, scheint nicht so gravierend zu sein; der Nati-Verteidiger sollte im besten Fall beim Wiederbeginn im Heimspiel am 2. Januar gegen den HC Lugano wieder dabei sein. Bis dahin steht jedoch noch viel Aufbauarbeit auf dem Programm der Freiburger, die nach der gestrigen Niederlage jetzt sogar auf den vorletzten Platz in der Tabelle abgerutscht sind. Und in der momentanen Verfassung (neun Niederlagen in den letzten elf Spielen) deutet kaum etwas drauf hin, dass man diesen so schnell wieder verlassen wird.

 

Telegramm

Zug – Gottéron 6:2 (4:1, 1:1, 1:0)

7015 Zuschauer.–SR Mandioni/ Prugger, Bürgi/Espinoza.Tore:1. (0:21) Earl (Bouchard) 1:0. 9. Sutter (Lammer) 2:0. 10. Martschini (Suri) 3:0. 16. Dubé (B. Plüss/Ausschluss Tambellini!) 3:1. 17. Holden (Martschini, Grossmann/Ausschluss Tambellini) 4:1. 25. Martschini (Schlumpf) 5:1. 30. Helbling (Mottet/Ausschluss Grossmann, Alatalo; Tambellini) 5:2. 45. Holden (Martschini, Grossmann/Ausschluss Abplanalp) 6:2.Strafen:4-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Lammer) gegen Zug, 7-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Zug:Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Lüthi, Alatalo; Erni; S. Zangger, Earl, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Sutter, Schnyder; Lammer, Dünner, Herzog; Christen.

Gottéron: Conz (21. Nyffeler); Ngoy, Kwiatkowski; Helbling, Huguenin; Schilt, Abplanalp; M. Zangger; Mauldin, Pouliot, Tambellini; Sprunger, Dubé, B. Plüss; J. Fritsche, Hasani, T. Vauclair; Kuonen, Brügger, Mottet.

Bemerkungen:Zug ohne Diem, Morant (verletzt), Stämpfli und Blaser (überzählig), Gottéron ohne Monnet, Ness, Bykow, Kamerzin (verletzt).–8. Pfostenschuss Sutter. 10. Timeout Gottéron.

Die FN-Besten:Bouchard, Helbling.

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