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Der Name darf die Fusion nicht gefährden

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Nicht du, bloss dein Name ist mein Feind», sagt Julia in Shakespeares Drama zu Romeo. Und was sie damit sagt: Der Name hat keine Bedeutung, ist pure Äusserlichkeit.

Am Sonntag stimmen die Einwohnerinnen und Einwohner von Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz konsultativ über den Namen ihrer künftigen Gemeinde ab, sollten sie die Fusion im kommenden März an der Urne besiegeln. «Plaffeien» und «Schwarzsee» stehen zur Auswahl.

Dass der Name für viele Betroffene mehr ist als eine Äusserlichkeit, hat sich in den letzten Tagen gezeigt. An der Informationsveranstaltung zur gesamten Fusion vom vergangenen Freitag hat der Name die Diskussion dominiert. Die Finanzen etwa scheinen weitaus weniger zu bewegen. Auch hat sich eine–anonyme–überparteiliche Gruppierung gegründet, die sich für «Plaffeien» einsetzt.

Es ist verständlich, dass der Gemeindename Emotionen weckt. Der Name eines Ortes stiftet Identität und Heimat. Ein Plasselber fühlt sich als Plasselber–stärker, als er sich als Sensler oder Freiburger fühlt. Und das Gleiche wird für die Einwohner der anderen vier Gemeinden gelten. Argumente für den einen oder anderen Namen gibt es zur Genüge. Einen stichhaltigen Grund, der die Wahl des einen Namen vorbehaltlos rechtfertigen würde, gibt es allerdings nicht. Genau deshalb hat sich die überkommunale Arbeitsgruppe auch entschieden, die Bevölkerung zu befragen.

Die Abstimmung am Sonntag wird vermutlich knapp ausfallen. Es hat sich abgezeichnet, dass die Plaffeier mehrheitlich für den Namen «Plaffeien» stimmen werden und die Einwohner der anderen Gemeinden eher für «Schwarzsee». Das teilt die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ungefähr in der Mitte. Das Resultat der Konsultativabstimmung ist für die Arbeitsgruppe nicht verbindlich. Sie wird den definitiven Entscheid fällen, der kein leichter sein wird. Denn egal, wie sie sich entscheidet, die Hälfte der Leute wird unzufrieden sein.

Der Name ist aber tatsächlich nicht mehr als eine Äusserlichkeit. Weder die Identität noch die Heimat gehen für die Einwohner der fünf Gemeinden durch einen neuen Namen und die Fusion verloren. Im Gegenteil, beides wird gestärkt. Die fusionierte, grössere Gemeinde wird sich innerhalb des Bezirks besser positionieren und die Interessen aller Einwohnerinnen und Einwohner besser vertreten können.

Deshalb: Egal wie die Abstimmung ausfällt respektive welchen Entscheid die Arbeitsgruppe fällt, es gilt, an der Fusion festzuhalten. Dazu haben an der Informationsveranstaltung am Freitag auch einige Bürger aufgerufen. Womöglich braucht es dafür etwas mehr Verstand als Herz, aber es wird sich lohnen. Der Name darf die Fusion nicht gefährden.

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