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«Der Name wird die Fusion nicht kippen»

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Mit der geplanten Fusion der oberen fünf Sense-Oberland-Gemeinden geht es Schlag auf Schlag: Am Freitag findet ein Informationsabend statt, eine gute Woche später eine Konsultativabstimmung zum Namen der künftigen Gemeinde. Anschliessend wird die Arbeitsgruppe Fusion dieBotschaft ausarbeiten, im März2015 findet die definitive Abstimmung statt. Im Gespräch mit den FN sagt Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien und Leiter der Arbeitsgruppe, was er sich vom Infoabend und von der Konsultativabstimmung erhofft.

 

 Otto Lötscher, im Juli haben Sie mit den anderen Gemeindepräsidenten die Fusionsvereinbarung unterschrieben. Welche Reaktionen hatten Sie seither aus der Bevölkerung?

Zur Fusionsvereinbarung selbst hatten wir in allen fünf Gemeinden kaum Reaktionen. Der Name der künftigen Gemeinde gibt jedoch zu reden.

 

 Inwiefern?

Ich höre vor allem viele, die nicht möchten, dass die neue Gemeinde Schwarzsee heisst. An diesem Namen stören sich auch solche, die ausserhalb der Fusionsgemeinden wohnen.

 Weshalb?

Jene von ausserhalb fin- den, dass Schwarzsee für die Tourismusregion steht. Das sind aber nicht konsequente Gegner dieses Namens. In Plaffeien selbst gibt es aber klare Gegner. Diese argumentieren beispielsweise damit, dass es zu Verwechslungen kommen könnte und künftig Leute die Gemeindeverwaltung in Schwarzsee suchen werden, obwohl sie im Dorf Plaffeien steht.

 

 Schwarzsee und Plaffeien stehen zur Auswahl–welches ist Ihr Favorit?

Ich habe keinen Favori- ten, ich kann mit beiden Namen leben.

In knapp zwei Wochen stimmen die Bürger konsultativ über den Namen ab. Wie wegweisend wird diese Abstimmung für die Fusion sein?

Der Name ist ein emotionales Thema. Gerade deshalb wollen wir dafür einen demokratischen Entscheid. Wir denken, dass der neue Name so für alle einfacher zu akzeptieren ist, als wenn die Arbeitsgrup- pe alleine bestimmen würde. Wer sich zum Namen äussern will, soll an die Urne, danach ist es zu spät.

 

 Es ist eine Konsultativabstimmung–wie verbindlich wird die Abstimmung für die Arbeitsgruppe sein?

Nicht unverbindlich, aber auch nicht komplett verbindlich. Bei einem knappen Resultat behält sich die Arbeitsgruppe vor, den Namen selbst zu wählen.

 

 Denken Sie, dass einige gegen die Fusion stimmen, wenn nicht der Name kommt, den sie wollen?

Ich denke nicht, dass der Name die Fusion zum Kippen bringen wird.

 

 Am Informationsabend wird es aber nicht in erster Linie um den Namen gehen.

Nein, der Name wird lediglich ein Punkt sein. Wir wollen erklären, wie die Fusionsvereinbarung entstanden ist, weshalb wir beispielsweise diesen Steuersatz gewählt haben. Wir wollen aber auch über Bereiche informieren, die nicht Teil der Fusionsvereinbarung sind, zum Beispiel die Schulen oder die Raumplanung.

 

 Was erhoffen Sie sich vom Informationsabend?

Ich hoffe, dass die Leute kommen und sich informieren. Sie sollen ihre Fragen stellen und ihre Meinung und ihre Ideen einbringen. Wir sind mitten im Prozess, jetzt ist der Moment dazu da, und wir sind offen.

 

 Nach Informationsabend und Konsultativabstimmung: Was wird für die Arbeitsgruppe zu tun bleiben?

Im Moment untersucht ein externes Büro das Personalwesen. Es erarbeitet die Struktur der künftigen Gemeinde, wie Gemeinderat und Gemeindeverwaltung aussehen werden. Arbeitsgruppen aus den Gemeinden schreiben Vorberichte zu Bildung, Abwasser, Trinkwasserversorgung und so weiter. Nach der Abstimmung über den Namen wird die Arbeitsgruppe die Botschaft für die definitive Abstimmung vorbereiten.

 

 Die Spannung steigt.

Ich bin zuversichtlich, wir sind auf Kurs.

 

 Mehrzweckhalle Plasselb,Fr., 19. September, 20 Uhr.

Zahlen und Fakten

Etwa 40 Personen arbeiten mit

Fusionieren Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz, entsteht eine Gemeinde mit rund 5100 Einwohnern. Gemäss Fusionsvereinbarung wird die Verwaltung in Plaffeien sein. Zumholz und Brünisried sollen im Gemeinderat mit je einem Sitz vertreten sein, Oberschrot und Plasselb mit je zwei Sitzen, Plaffeien mit drei. Der Steuersatz wird auf 98 Rappen pro Franken Kantonssteuer für die natürlichen Personen gesetzt, für die juristischen auf 93 Rappen. Er entspricht jenem von Plaffeien; Brünisried und Plasselb müssten mehr bezahlen als heute, Oberschrot und Zumholz weniger. In die Fusionsarbeitsgruppen sind rund 40 Personen involviert. Seit Juli ist die Fusionsvereinbarung in der Vorprüfung. Gemäss Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien, ist der Kanton damit zufrieden. Am 8.März findet die definitive Abstimmung statt.mir

 

 

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