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Der Neugierde und der Achtsamkeit Raum geben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Früher hatten wir Spass miteinander – wir gingen aus, hatten Leute zum Abendessen, machten Feste. Heute läuft, nach einem kurzen, stillen Abendessen der Fernseher, oder die Tablets. Wir haben Listen gemacht mit allen möglichen Beschäftigungen, um Leben in unsere Beziehung zu bringen, aber nichts «greift»! Es ist unendlich langweilig und lustlos. D.M.

Wenn Intimität und Wärme aus der Beziehung schwinden, liegt letztendlich ein leerer Raum zwischen den Partnern – ein trockener, trostloser Platz, an dem nichts gedeihen kann. Es gibt fünf grundlegende Prozesse, die einer Beziehung garantiert sämtliche Intimität und Lebendigkeit entziehen.

Automatisches Reagieren: Hier besteht keine bewusste Kontrolle über unser Verhalten mehr.

Vermeidung: Das ist der Versuch, unangenehme Gefühle zu vermeiden oder loszuwerden.

Im-Verstand-Sein: Der Verstand hat viel Nützliches und Wichtiges zu sagen – aber auch gewaltig viel Nutzloses und Unwichtiges. Er kann viel Smog zuungunsten des Partners produzieren. Das Band, das Sie beide zusammenhält, wird arg strapaziert.

Vernachlässigung von Werten: Meistens haben Paare Werte wie Fürsorglichkeit, Unterstützung, Gelassenheit und so weiter. Wenn eine Beziehung anfängt, «falsch» zu laufen, werden diese Werte durch Aggressivität, Strafe, Nörgeln oder Manipulation ersetzt.

Auf den fünften Mechanismus werde ich näher eingehen, dabei geht es um das Abschalten: Vermutlich fühlten Sie in der Anfangszeit eine besondere Verbindung zueinander. Verbunden sein bedeutet psychische Präsenz, ganz bei der anderen Person sein, sich mit ihr befassen. Anders ausgedrückt, man schenkt der Person Aufmerksamkeit. Aber sie allein reicht nicht aus. Es braucht noch Neugier, Interesse und Offenheit. Es braucht die Empfänglichkeit, zu akzeptieren, was der andere gibt. Raum zu schaffen für das, was man miteinander teilen will. Diese offene und neugierige Aufmerksamkeit nennt man Achtsamkeit. Was halten Sie beide davon?

Nadia Dupont ist Psychologin FSP und arbeitet für das Familieninstitut für Forschung und Beratung an der Universität Freiburg. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt im Broyetal.

nadia.dupont@psychologie.ch

«Verbunden sein bedeutet psychische Präsenz, ganz bei der anderen Person sein, sich mit ihr befassen.

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