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Der Ort, wo Keime keine Chance haben

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Höchstens ein Keim auf eine Million Instrumente: Dies ist der Anspruch, der im Spitalbereich an eine sterile Umgebung gestellt wird. Das Freiburger Spital HFR wird diesem Anspruch mehr denn je gerecht: Am Montag nimmt es nach einem 18-monatigen Umbau seine neue Zentralsterilisation in Betrieb.

Eine sterile Umgebung war bisher schon der Anspruch für die Bereitstellung der Geräte und Instrumente, die hauptsächlich im Operationsblock zum Einsatz kommen. Mit der neuen Abteilung werden aber moderne Anlagen in Betrieb genommen und die Prozesse vereinfacht. Die Folge wird nebst einer tadellosen Sterilität auch ein Effizienz- und Zeitgewinn sein. Die neue Einheit verfügt beispielsweise über Waschmaschinen, welche die bisherige Handarbeit ersetzt.

Tafers und Riaz betroffen

Auch wird mit der neuen Abteilung in Freiburg eine Zentralisierung angestrebt. Wie Rolf Wymann, Chefarzt der Operationszentren, gestern an einer Medienkonferenz erklärte, soll im Verlauf des nächsten Jahres die Sterilisation von Tafers und anschliessend auch jene von Riaz nach Freiburg verlegt werden. Kapazität ist am Kantonsspital nun vorhanden.

HFR-Generaldirektorin Claudia Käch sagte, dass seit einem Jahr für die Sterilisation neue Empfehlungen von Swissmedic gelten. «Das HFR ist eines der ersten Spitäler der Schweiz, welches diesen Vorgaben entspricht», sagte sie. Das Spital strebt für die Sterili­sa­tion 2018 eine Iso-Zertifizierung an. Mit dieser kann das HFR die Diensteistungen auch für seine Aussenstandorte sowie für externe Partner anbieten.

Die Zentralsterilisation ist neu vollständig um den bestehenden Operationsblock angeordnet. Rund 95 Prozent der sterilisierten Instrumente werden im Operationstrakt verwendet. Auch angeliefertes Material, sofern es sich nicht Einwegmaterial handelt, sowie das in den Operationssälen verwendete Material durchlaufen die verschiedenen Stufen der Sterilisation.

Die augenfälligste Änderung gegenüber bisher ist die bessere Einbindung in die Abläufe vor allem im operativen Bereich. «Zuvor war die Abteilung über zwei Stockwerke verteilt, jetzt befindet sie sich kompakt im ersten Stock», so Wymann.

Effizienzgewinn

Barbara Haldemann, Leiterin der Sterilisation, betonte, dass durch die neuen maschinellen Ressourcen das anfallende Material schneller und besser abgebaut werden kann. «Wir haben zweimal am Tag eine Spitze, die wir nun besser bewältigen können.» Wie sie sagte, dauert ein Bereitstellungsprozess für einen Behälter voller Geräte rund vier Stunden. Ab sofort wird es einfacher sein, dieses Material zweimal am Tag einzusetzen. Die neue Einrichtung wird hingegen kaum Einfluss darauf haben, ob mehr Material wiederverwendet wird. Für Operationen entscheidet der Chirurg, welches Material zum Einsatz kommt. Vor allem kleinere Instrumente wie Scheren oder Pinzetten sind als Einwegmaterial billiger, als wenn sie das Waschen und Sterilisieren durchlaufen müssten.

Viele Schleusen

Robert Overney, Direktor für Logistik am HFR, zeigte auf, welche technischen Vorbereitungsarbeiten nötig waren, um die Zentralsterilisation einzurichten. So musste die zentrale Dampferzeugung im Spital angepasst werden, und auch die Stromversorgung und die Kühlanlagen erfuhren eine Erneuerung.

Darüber hinaus mussten verschiedene Auflagen hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit, Wände, Decken, Türen, Lichtverhältnisse, Lärm und das verwendete Wasser berücksichtigt werden.

Wie Overney erklärte, besteht die Abteilung aus drei Zonen, je eine für die Reinigung, die Verpackung und die Entladung. Zwischen den einzelnen Prozessen sind immer wieder Schleusen eingebaut. Dies betrifft sowohl das Personal, das sich zwischen Räumen bewegt, als auch für das Material. So haben auch Schränke beidseitig Öffnungen, es kann aber jeweils nur eine Seite geöffnet sein.

«In diesen Räumen muss die Luft 15 bis 20 Mal pro Stunde erneuert werden», sagte Overney. Die Vorgaben von Swissmedic schreiben auch eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit vor. Für die Mitarbeiter wurde darauf geachtet, dass die schweren Behälter mit der Gerätschaft zwischen den Prozessen immer wieder abgestellt und auch umhergerollt werden können.

Zahlen und Fakten

Rund eine Million Instrumente im Jahr

Die neue Zentralsterilisation des HFR, die am Montag ihren Betrieb aufnimmt, wurde während anderthalb Jahren gebaut. Sie befindet sich in einem bestehenden Teil des Kantonsspitals. Die drei Zonen für die verschiedenen Arbeitsabläufe umfassen 580 Quadratmeter. 2016 wurden rund 7300 Wasch­zyklen sowie 3200 Zyklen mit Dampfdruck-Sterilisierung durchgeführt. Derzeit läuft der Betrieb tagsüber; bei einem 24-Stunden-Betrieb könnte die Kapazität mehr als verdoppelt werden. In der Sterilisation arbeiten derzeit 13 Mitarbeitende. Die Jahresproduktion beträgt rund 20 000 Behälter zu je rund 50  Instrumenten.

uh

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