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Der Plastiker ist auch ein Dichter

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Autor: Carole Schneuwly

Vor zwei Jahren haben sich die Sängerin Christine Lauterburg und der Schauspieler Niklaus Talman kennengelernt, anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung von Bernhard Luginbühl, an der sich beide künstlerisch beteiligten. Jetzt hat der Berner Plastiker die beiden wieder zusammengeführt: Für die aktuelle Luginbühl-Ausstellung im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle in Freiburg haben Lauterburg und Talman eine gemeinsame Produktion auf die Beine gestellt, mit der sie am Samstag Premiere feiern.

Kaum bekannte Texte

Unter dem Titel «Best of Luginbühl» präsentiert das Duo Texte des bald 82-jährigen Künstlers, ausgewählt aus einem umfangreichen und grossenteils wenig bekannten Fundus. Doch würde eine simple Lesung kaum zu Bernhard Luginbühl passen, der immer gern mit der grossen Kelle anrührte und nicht zuletzt mit seinen spektakulären Verbrennungsaktionen Berühmtheit erlangte. Christine Lauterburg und Niklaus Talman versprechen denn auch vielmehr ein «literarisches Feuerwerk», eine Inszenierung, die Schauspiel, Gesang und bildende Kunst auf einzigartige Weise vereine, massgeschneidert für die Freiburger Luginbühl-Ausstellung.

«Es ist das erste Mal, dass Texte von Bernhard Luginbühl in dieser Form zur Aufführung gelangen», sagt Niklaus Talman. Das Publikum werde den Bildhauer und Eisenplastiker als begabten Autor neu entdecken. «Seine Texte sind humorvoll, poetisch und surreal. Sie auf diese Weise vorstellen zu dürfen, ist ein Privileg.»

Paradies in Mötschwil

Dass das Luginbühl-Projekt dem in Überstorf ansässigen Schauspieler besonders am Herzen liegt, kommt nicht von ungefähr. «Ich kenne Bärni von klein auf», erzählt er. «Als Neunjähriger habe ich bei ihm mit Kirschenpflücken mein erstes Geld verdient, und ich bin mit seinen Kindern aufgewachsen. Luginbühls Haus und Garten in Mötschwil waren für mich ein Paradies, in dem wir machen durften, was wir wollten.»

Der Kontakt zur Familie Luginbühl ist seither niemals abgebrochen, und Talman war regelmässig in künstlerische Aktionen Luginbühls involviert. Das Gleiche gilt für Christine Lauterburg, die seit den Achtzigerjahren immer wieder mit Luginbühl gearbeitet hat und etwa seine Verbrennungen musikalisch untermalte. «Das waren immer schöne, familiäre und unkomplizierte Anlässe», erinnert sich die Bernerin, bekannt für ihre originelle Musik zwischen Jodelkunst, Pop und Techno.

Liebevolle Hommage

«Best of Luginbühl» ist damit nicht nur das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit von zwei spielfreudigen und begeisterungsfähigen Künstlern. Es ist auch die liebevolle Hommage zweier Weggefährten an einen verdienten Schweizer Künstler, der darin eine neue Facette seines vielseitigen Schaffens offenbart.

Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, Murtengasse 2, Freiburg. Sa., 5. Februar, und So., 27. März, jeweils 18 Uhr. Die Aufführung am 27. März markiert gleichzeitig die Finissage der Ausstellung.

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