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Der Playoff-Zug ist definitiv abgefahren

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Wenn es noch eines Spieltags bedurfte, damit klar wird, dass für Gottéron nicht mehr der Kampf um die Playoffs, sondern der Kampf gegen den Abstieg im Vordergrund steht, dann war dies der gestrige Spieltag. Die Freiburger verloren beim direkt über dem Strich klassierten Servette 2:4. Und weil gleichzeitig mit Davos, Lugano und Biel die auf den Rängen sieben, sechs und fünf klassierten Teams gewannen, ist Gottérons Ausgangslage 13 Spiele vor Schluss hoffnungsloser denn je. Zwölf Punkte beträgt der Abstand auf den Strich bereits.

Bei Gottéron war in dieser Saison oft das Problem, dass die Spieler aus der zweiten Reihe zu wenig Skorerpunkte beitragen. Wenn wie gestern Marc Abplanalp und Christopher Rivera treffen, kann von mangelndem Secondary Scoring jedoch sicherlich nicht die Rede sein. Vielmehr erfüllte gestern der Paradeblock seine Aufgabe, der Motor dieser Mannschaft zu sein, nicht. Julien Sprunger konnte nicht verheimlichen, dass er besser spielt, wenn er Andrei Bykow neben sich hat. Und Roman Cervenka trat mitunter auf, als gehe ihn das Geschehen auf dem Eis nicht allzu viel an. Die Linie verliess das Eis mit einer Minus-2-Bilanz.

Insgesamt fehlte den Freiburgern offensiv die letzte Durchschlagskraft. Und wenn dann auch noch defensive Aussetzer dazukommen, reicht es selbst gegen ein mediokeres Servette nicht zu Punkten. So holten die Genfer gestern einen wichtigen Sieg im Strichkampf, obwohl sie nur 18 Mal auf das gegnerische Tor schossen – halb so oft wie die Freiburger.

Freiburger Geschenke

Eigentlich begann der Match für die Freiburger gut. Genfs Goalie Robert Mayer war in der 12. Minute die Sicht verdeckt, so dass er einen nicht allzu harten Schuss von Marc Abplanalp passieren liess. Doch mit der Führung im Rücken geriet Gottéron gleich wieder in Gönnerlaune. Während am Dienstag in der Champions Hockey League Freiburgs grosszügige Geschenke noch zu grossem Teil dem ständigen Druck des starken Frölunda Göteborg geschuldet war, können die Spieler von Larry Huras das für die gestrige Partie nicht geltend machen. Selten ist Gottéron in den letzten Jahren bei seinen vielen Niederlagen in der Les-Vernets-Halle auf ein so harmloses Genf getroffen wie gestern. Doch auch ohne die gewohnte Geradlinigkeit und ohne den üblichen Zug auf das gegnerische Tor war Servette gerade noch gefährlich genug, um von Freiburgs Fehlern zu profitieren.

In der 14. Minute stand Verteidiger Yannick Rathgeb völlig im Schilf, so dass ein weiter Pass von Daniel Vukovic ausreichte, um die gesamte Defensive der Gäste auszuhebeln. Ein schöner Querpass von Nick Spaling, ein Schuss von Nathan Gerbe – und schon hatte Got­téron die Führung wieder aus der Hand gegeben. Kurz vor der Drittelspause ging dann Servette erstmals in Führung. John Fritsche kassierte in der gegnerischen Zone bei einem Soloversuch eine völlig unnötige Strafe wegen eines Ellbogenchecks. Das Genfer Powerplay war bloss einige Sekunden alt, da lief Goalie Benjamin Conz in den vor dem Tor platzierten Genfer und fiel zu Boden. So brauchte Nathan Gerbe, mit 163 Zentimetern der kleinste Spieler der NLA, den Puck nur noch ins leere Tor zu schiessen, um mit seinem zweiten Treffer das 2:1 zu markieren.

Der letzte Wille fehlte

Servette, das ebenfalls keine leichte Saison durchlebt, tat durchaus einiges, um Gottéron wieder ins Spiel zu bringen. Ab der 26. Minute konnte Freiburg über eineinhalb Minuten lang in doppelter Überzahl spielen. Doch die Zeit mit fünf gegen drei Feldspielern zeigte auf, woran es im Freiburger Spiel derzeit (unter anderem) mangelt: Kein Spieler übernahm Verantwortung. Selbst aus bester Abschlussposition zogen Cervenka, Rahtgeb, Sprunger und Co. fast immer einen Pass einem Schuss vor. Kaum waren die eineinhalb Minuten vorbei, musste Rathgeb nach einer Frustaktion auf die Strafbank. Und schon wieder schnappte das statistisch schwächste Powerplay der Liga zu. Von den Freiburger Verteidigern vor dem Tor völlig alleine gelassen, lenkte Juraj Simek einen Schuss von Romain Loeffel zum 3:1 ab. So richtig wussten die Genfer wohl selbst nicht, wie sie sich bei Spielmitte diese 3:1-Führung verdient hatten.

Immerhin fiel Gottéron danach nicht auseinander. Nachdem Christopher Rivera mit einem schönen Solo in der 31. Minute Freiburgs ersten Shorthander der Saison erzielte und die Gäste wieder heranbrachte, hatten sie durchaus ihre Möglichkeiten zum Ausgleich. Servette blieb schwach. Die Genfer zogen sich weit zurück. Das ist eigentlich nichts Neues. Doch während sie in den letzten Jahren oft gleichzeitig mit überfallartigen Kontern stets gefährlich blieben, brachten sie gestern kaum nennenswerte Gegenstösse zusammen. Doch irgendwie fehlte bei Gottéron gestern vor dem Tor auch der letzte Glaube, der letzte Wille. So war der einzige Treffer, der an diesem Abend noch fiel, Spalings 4:2 fünf Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Riveras Frust

Das wiederum veranlasste Rivera zu einer Frustschlägerei gegen Daniel Rubin. Völlig entnervt warf der Freiburger Stürmer danach seine Handschuhe gegen die Bande und verschwand direkt in der Kabine. Als er zum besten Spieler Got­térons gewählt wurde und seinen Preis abholen sollte, stand er bereits nicht mehr auf dem Eis. Man wünschte sich momentan bei Gottéron mehr Riveras. Man kann ihn einen schlechten Verlierer nennen – oder aber einen stolzen Spieler, der es hasst zu verlieren. Ein bisschen mehr Aufbäumen hätte den übrigen Freiburgern gestern gut angestanden. Ob beim heutigen Heimspiel gegen Davos eine Reaktion folgt? Alles andere als sicher.

Telegramm

Servette – Gottéron 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)

Tore: 12. Abplanalp (Steiner) 0:1. 14. Gerbe (Spaling, Vukovic) 1:1. 20. Gerbe (Loeffel, Slater/Ausschluss Fritsche) 2:1. 29. Simek (Loeffel, Rod/Ausschluss Rathgeb) 3:1. 31. Rivera (Fritsche, Rathgeb/Ausschluss Stalder!) 3:2. 60. (59:55) Spaling 4:2 (ins leere Tor). Strafen: je 5-mal 2 Minuten.

Genf-Servette: Mayer; Loeffel, Mercier; Jacquemet, Ehrhardt; Vukovic, Petschenig; Antonietti; Wick, Slater, Rod; Gerbe, Kast, Spaling; Simek, Rubin, Riat; Schweri, Heinimann, Impose; Traber.

Freiburg-Gottéron: Conz; Stalder, Leeger; Rathgeb, Picard; Kienzle, Abplanalp; Glauser, Chavaillaz; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Sprunger, Cervenka, Birner; Mauldin, Schmutz, Mottet; Steiner, Chiquet, Neukom.

Bemerkungen: Gottéron ohne Bykow, Loichat, Maret, Schilt (alle verletzt) und Ritola (krank). – 15. Ehrhardt verletzt ausgeschieden. – Timeouts: Servette (58:08); Gottéron (58:53). – Got­téron von 58:08 bis 59:55 ohne Goalie.

Die FN-Besten: Gerbe, Rivera.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Davos

Die Bündner haben fünf der sechs letzten Spiele im St. Leonhard gewonnen.

Wenn Davos verliert, tut es dies meist knapp. Zwölfmal verlor der HCD mit nur einem Tor Differenz.

Die beiden jungen Torhüter Gilles Senn und Jören van Pottelberghe konnten sich zuletzt steigern und weisen mittlerweile jeweils eine Fangquote von über 90 Prozent auf.

Topskorer der Davoser ist der Finne Perttu Lindgren mit 14 Toren und 20 Assists.

Verletzt sind unter anderem Mauro Jörg, Dick Axelsson, Gregory Sciaroni und Tuomo Ruutu.

fs

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