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Der Rastlose will sich endlich etablieren

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Dass Makai Holdener im Gespräch sehr erwachsen wirkt, kommt nicht von ungefähr. Er ist zwar erst 21  Jahre alt, aber bereits viel herumgekommen. «Ich bin glücklich, dass ich diesen Weg gehen konnte. Ich durfte extrem viel Lebenserfahrung sammeln, das ist ein Privileg.»

Holdener setzt bereits früh voll auf die Karte Eishockey. «Es war schon immer mein Traum, Profi zu werden, dafür habe ich bereits in meiner frühen Jugend hart gearbeitet.» Gleich nach der Orientierungsschule geht er als 15-Jähriger nach Kanada. Zusammen mit Damien Riat, der wie Holdener aus Genf stammt und heute für den EHC Biel spielt. «Wir suchten eine Herausforderung und auch einen neuen Spielstil, um uns weiterzuentwickeln», sagt Holdener. Er lebt zwei Jahre im Internat, spielt mit Notre Dame in der Saskatchewan Midget AAA Hockey League und macht nebenbei die Maturität. «Dass Schule und Eishockey gut vereinbar sind, war ebenfalls ein Argument für Nordamerika. Natürlich ist es in diesem Alter nicht immer leicht, so weit von zu Hause weg zu sein, dafür lernt man früh, selbstständig zu sein.»

Topausbildung in Schweden

Nach zwei Jahren entscheiden sich die beiden Freunde Holdener und Riat für den nächsten Tapetenwechsel. Sie wechseln in die Juniorenabteilung der Malmö Redhawks. «Schweden bringt jedes Jahr viele Topspieler heraus. Die Nachwuchsarbeit ist super. Ausserdem konnte ich so noch einmal einen neuen Spielstil entdecken und noch einmal zusätzliche Lebenserfahrung holen.» Bis dahin läuft für Holdener so ziemlich alles nach Wunsch. Er wird als eines der grössten Schweizer Talente mit Jahrgang 1997 gehandelt, erreicht 2015 bei der U18-Heim-WM in Zug mit der Nationalmannschaft den Halbfinal.

Schon gesehen? Neuer Teil der Videoserie “Auswechselbank” mit Reto Berra.

Steiniger Weg ins Profigeschäft

Doch der Übergang ins Profieishockey erweist sich als schwieriger als erhofft. «Natürlich träumt man davon, dass alles gleich von Beginn weg klappt. Leider lief es aber nicht immer so leicht, wie ich gedacht hatte. Das muss jedoch nicht immer das Schlechteste sein, weil es dich weiter pusht und dazu zwingt, noch härter zu arbeiten.»

2015 kommt Holdener zurück in die Schweiz, wechselt zum EHC Biel. Dort gibt er zwar mit 18 sein Debüt in der NLA, wird aber in der Folge weder bei Biel noch beim NLB-Club Ajoie, an den er ausgeliehen wird, viel eingesetzt. Holdener geht während der Saison zurück nach Malmö, um sich doch wieder auf Juniorenstufe weiterzuentwickeln. In der Saison danach versucht er es wieder bei Biel – wieder ohne Erfolg. Schnell wird er erneut in die NLB geschickt, diesmal zu Visp – bis Holdener schliesslich noch einmal das Abenteuer sucht und die zweite Saisonhälfte in den USA mit den Dubuque Fighting Saints in der drittklassigen USHL absolviert.

Zu diesem Zeitpunkt gehört sein Kumpel und alter Weggefährte Damien Riat bei Genf-Servette bereits zu den Leistungsträgern. 2017 schliesst sich auch Holdener dem Club aus seiner Heimatstadt an.

Richtig glücklich wird er dort ebenfalls nicht, pro Spiel steht er bloss sechs Minuten auf dem Eis, in 44 Spielen holt er fünf Skorerpunkte. Trotz weiterlaufendem Vertrag wechselt er im Sommer deshalb mit einem Einjahresvertrag zu Gottéron, das Ersatz für den überraschend abgewanderten Chris Rivera sucht. «Genf spielt ein sehr physisches Eishockey. Meist wird einfach der Puck ins Drittel spediert und hinterhergerannt. Freiburgs Tempoeishockey kommt mir besser entgegen, und die Verantwortlichen haben mir ein interessantes Projekt präsentiert, so dass ich mich für einen Wechsel entschieden habe.»

«Ich will gefährlicher werden»

In den Testspielen mit Freiburg stellt Makai Holdener sein Potenzial wiederholt unter Beweis. Mit vier Treffern ist er in der Vorbereitung der erfolgreichste Gottéron-Spieler.

In der Meisterschaft hat er bisher noch nicht getroffen, dank einem Zuckerpass auf Tristan Vauclair hat er seit Dienstag immerhin ein Assist auf dem Konto. Mit dem Saisonstart ist Holdener, der meist in der vierten Linie eingesetzt wird, trotz allem zufrieden. «Bis jetzt läuft es ganz gut: Ich denke, ich bringe bei meinen Einsätzen Energie, Schnelligkeit und Intensität ins Team.»

Damit erfüllt Holdener seine primären Aufgaben bereits. Dass der 183  Zentimeter grosse und 73  Kilogramm schwere Stürmer mit plus 2 die zweitbeste Plus-Minus-Bilanz im Team aufweist, ist ein klares Indiz dafür.

Dennoch ist es Holdeners Hauptziel, auch in der Offensive noch zuzulegen. «Ich will vor dem gegnerischen Tor gefährlicher werden, weniger Chancen auslassen und immer etwas kreieren, wenn ich auf dem Eis bin.»

Vor allem aber möchte der Rastlose fürs Erste zur Ruhe kommen. «Ich möchte mich gerne in einem Team etablieren. Ich kämpfe nun seit drei Jahren um den Platz in dieser Liga und werde alles daran setzen, diesen endgültig zu behaupten.

Heute Abend

Heimspiel gegen den Meister

Nach drei Siegen in Folge wird Gottérons Erfolgsserie auf eine harte Probe gestellt. Die Freiburger empfangen heute (19.45  Uhr) Meister ZSC Lions. Mark French wird voraussichtlich das gleiche Team auf das Eis schicken wie am Dienstag in Davos. Überzählig dürften erneut Laurent Meunier sowie die Brüder Sandro und Marco Forrer sein.

«Zürich hat sicher die talentiertere Mannschaft als wir, deshalb müssen wir das Team sein, das den Sieg mehr will», sagt der formstarke Captain Julien Sprunger. «Zürich hat so viele gute Spieler, dass es wichtig ist, diszipliniert zu bleiben, um keine Powerplays zu offerieren.» Für Sprunger ist es heute der 750. Match in der NLA – sämtliche Spiele hat er im Dress von Gottéron absolviert. «Dieser Club hat eine so lange Geschichte, ich bin stolz, ein kleiner Teil davon zu sein.»

Das Duell gegen Zürich wird das erste Wiedersehen mit Gottérons letztjährigem Topskorer Roman Cervenka. Sorgen bereitet das den Freiburgern nicht. «Er ist technisch unglaublich stark. Wenn man gegen ihn spielt, schaut man am besten gar nicht gross auf die Scheibe, sondern spielt gleich gegen den Mann», sagt Gottéron-Stürmer Flavio Schmutz schmunzelnd.

fm

 

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den ZSC Lions

• Der zu Saisonbeginn verletzte Ex-Freiburger Roman Cervenka steht nach drei Einsätzen bei einem Assist.

• Den Zürchern fehlt es noch an der Effizienz. Nur 6,5 Prozent der Schüsse führen zu einem Tor (Gottéron: 9,3 Prozent).

• Verletzt sind Patrick Geering, Fabrice Herzog und Robert Nilsson, Fredrik Pettersson ist fraglich (krank).

• Topskorer ist der von Kloten zum ZSC gewechselte Denis Hollenstein (2 Tore, 2 Assist).

Zur Person

Makai Holdener – Surfer und Gitarrist

Neben dem Eis mag es Makai Holdener mal ruhig, mal abenteuerlich. «Ich habe verschiedene Gitarren zu Hause. In Genf spielte ich oft zusammen mit anderen Spielern. Ich habe erfahren, dass Reto Berra auch Gitarre spielt, und werde versuchen, in Freiburg ebenfalls so etwas auf die Beine zu stellen.» Gitarre spielen gehört zu den ruhigen Hobbys von Holdener, genau wie das Kochen. Im Sommer mag es der in Genf aufgewachsene Doppelbürger – seine Mutter ist Niederländerin – auch mal abenteuerlicher: «Ich liebe das Surfen – dafür reise ich jeden Sommer nach Costa Rica.»

fm

 

 

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