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Der Rosenkavalier vom Neuenburgersee

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Der Rosenkavalier vom Neuenburgersee

Sepp Jakob aus Lully verkauft seine Schnittblumen auf dem Markt von Freiburg

Sein Hobby zum Beruf machen – das schaffte Sepp Jakob mit 48 Jahren. Nach vielen Jahren als Betriebschef bei der Migros in Estavayer gab er die sichere Arbeitsstelle auf und wagte Neues. Das Wagnis lohnte sich, nach zwanzig Jahren übergab er nun den florierenden Betrieb seiner Tochter Antoinette.

Von ELISABETH SCHWAB SALZMANN

Sepp Jakob ist in Langnau im Emmental aufgewachsen und erst später am Neuenburgersee heimisch geworden. Lange Jahre arbeitete er als Betriebschef in der Konservenfabrik in Estavayer, bis er plötzlich spürte, dass er sich beruflich verändern musste. Auf die Frage, ob es ihm schwer gefallen sei, aus der sicheren Anstellung auszubrechen, antwortete er: «Es war meine ganz persönliche Entscheidung, niemand hat mich dazu gezwungen. Ich wusste einfach, etwas musste ich verändern, entweder ich warte zwanzig Jahre trübsinnig auf meine Pensionierung oder ich wage etwas Neues!» Am Anfang sei es ein grosser Krampf gewesen. Damals, im Jahre 1981 hielten ihn manche für etwas verrückt. Sepp Jakob war ein Aussteiger der ersten Stunde, so etwas war vor 20 Jahren noch nicht üblich auf dem Lande. Mit dem Einverständnis seiner Frau Rosemarie mietete Sepp Land, um darauf Rosen und Sommerflor anzupflanzen: Astern, Gladiolen, Zinnien, Chrysanthemen, Sonnenblumen, Rittersporn – alles Blumen, die den Sommer verkünden. Seine besondere Liebe gilt aber den Rosen. Die hellrosa Flamingo, der weisse Polarstern, die rote Herzdame, die lachsrosa Superstar und die dunkelrote Ambassador geheihen in Lully ob dem Neuenburgersee besonders gut. Am Marktstand von Sepp Jakob kann man die Rosen auch nach dem Duft auswählen. Man braucht nur die Nase in den samtweichen Kelch der Ambassador zu stecken, und schon träumt man von Himbeeren oder von gehaltvollem Burgunderwein.

In Wassereimern warten hunderte von Rosenknospen und halbgeöffneten Blumenkelchen darauf, von der Marktkundschaft gekauft und nach Hause getragen zu werden.

Hochbetrieb in Lully

Am Dienstag und Freitag ist immer viel Arbeit im Hause Jakob. An Regentagen werden etwa 400, an Sonnentagen bis zu 700 Stück Rosen und Sommerblumen geschnitten, entdornt und gebündelt. Sepp Jakob fährt gerne jeden Mittwoch und Samstag ins 30 Kilometer entfernte Freiburg auf den Markt. «Hier in Freiburg habe ich eine gute Kundschaft; nicht nur die veritablen Romands und nicht nur die reinen Deutschschweizer, einfach eine bäumige Kundschaft», schwärmt er. Auch unter den Kollegen vom Markt fühlt sich der Wahlfreiburger wohl. Das Nebeneinander von Deutsch und Französisch gefällt ihm.

Sepp Jakob hat es bis heute nicht bereut, einen beruflichen Neuanfang gewagt zu haben. Es brauchte
zwar etwas Mut dazu, mit 48 Jahren wieder ganz von vorne zu beginnen, in seinem Fall habe es sich aber gelohnt.

Aus dem kleinen Pflanzblätz wurde ein richtig moderner Betrieb. Sepp Jakob kaufte Land dazu, baute zwei Treibhäuser darauf und eröffnete in Lully einen Blumenladen. Vor kurzem übergab er das Geschäft offiziell seiner Tochter Antoinette. Im Blumenladen erarbeitet sich die Tochter ein zusätzliches Kundensegment. Der Familienbetrieb geht vielleicht bald schon in die dritte Generation. Florian, der 20 Monate alte Sohn von Antoinette, wird vorderhand noch von der Grossmutter beaufsichtigt, vielleicht lernt er aber schon bald Unkraut jäten, entdornen und bündeln – und à bientôt au marché.

Jakob Flor, Route châtillon 7, 1470 Lully. Tel. 026/663 15 33. Jeden Mittwoch und Samstag auf dem Markt in Freiburg.

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