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Der Routinier und die Debütantin

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Urs Hofer gehört zu den routiniertesten und erfolgreichsten Springreitern des Kantons. Seit gut 50 Jahren betreibt der 67-jährige Bösinger Pferdesport. Zum alten Eisen gehört er–vielleicht gerade deshalb–aber noch lange nicht. So hat Hofer kürzlich zum zweiten Mal in Serie die Tour Romand für sich entscheiden können und auch den Challenge Cup schloss der Freiburger bereits zum zweiten Mal als Sieger ab.

«Ich konnte nie mit Sponsoren umgehen»

In Plaffeien startet Hofer am Samstag als Titelverteidiger, nachdem er vor Jahresfrist in Basel zum dritten Mal Schweizer Meister der regionalen Reiter geworden war (insgesamt sechs Podestplätze). «Ich selber sehe mich nicht als Favorit», relativiert Hofer. «Alles, was momentan kommt, ist Zugabe. Ich reite rein aus Spass. Entweder es geht, oder es geht eben nicht.» Natürlich sei er ehrgeizig und gewinne einen Concours lieber, als dass er Zehnter werde, aber anders trainieren tue er im Hinblick auf eine solche Meisterschaft dennoch nicht. Aus den Worten Hofers spricht die Gelassenheit, mit welcher er an den Start gehen wird. Er, der vor 40 Jahren auch national geritten war und an Nationenpreisen teilgenommen hat, lässt sich nicht mehr verrückt machen. Eine internationale Karriere lag für Hofer indes keine drin. «Beruflich und finanziell lag dies nicht im Rahmen meiner Möglichkeiten», sagt Hofer, der vor einigen Jahren sein Architektenbüro abgegeben hat. «Ich konnte nie mit Sponsoren umgehen und wollte nicht von irgendwelchen Leuten abhängig sein. Ich mache lieber alles selber.»

 Tagesform entscheidend

Im Parcours allerdings ist er auf die Unterstützung seines Pferdes Opale des Ruettes angewiesen. «70 Prozent der Leistung erbringt das Pferd. Mit der Routine kann man auf regionalem Niveau zwar ein Stück weit etwas korrigieren, letztlich ist jedoch die Tagesform des Pferdes entscheidend.»

Diesbezüglich geht es dem Routinier nicht anders als Nicole Helfer. Wie Hofer sagt auch die 22-jährige Alterswilerin vom organisierenden Reitklub Buecha, dass ihr Pferd drei Viertel der Arbeit leisten würde. «Wir als Nicht-Profis sind noch mehr auf das Pferd angewiesen.»

 Pferd selbst ausgebildet

Helfer hat sich erstmals für die Schweizer Meisterschaft der regionalen Reiter qualifiziert. Bedingung dafür waren zwei Klassierungen an regionalen Prüfungen. Dass sie ausgerechnet in Plaffeien ihr Debüt geben wird, macht die Sache umso spezieller. «Vor Heimpublikum starten zu dürfen, ist natürlich super.» Ein kleiner Vorteil habe sie sicher, weil sie Platz und Anlage kenne, sagt Helfer. «Es kann aber genau so gut sein, dass das Pferd denkt, dass es ja zu Hause ist und deswegen übermütig wird.» Ihr Pferd heisst Aragon–und ist mit zehn Jahren im besten Alter. «Mit drei Jahren habe ich es gekauft und es selber aufgebaut und ausgebildet», sagt sie mit berechtigtem Stolz. «Aragon hat einen sehr starken Charakter. Ich musste lernen, dass man ein Pferd nicht verändern kann, sondern das beste aus ihm herausholen muss. Das habe ich probiert, mit Aragon umzusetzen.»

Den Final als Ziel

Zuweilen gelang der Primarlehrerin dies ausgezeichnet. Im letzten Jahr feierte sie mit dem Gewinn von Bronze an den Freiburger Meisterschaften ihren bisher grössten Erfolg. Es sind die ersten Früchte ihrer langen Aufbauarbeit mit Aragon. «Ich reite das Pferd immer selber. Einmal in der Woche erhalte ich zudem Tipps im Training vom Klub.» Bis zu täglich zwei Stunden investiert Helfer in ihren Sport. «Darin ist das Reiten, die Pflege und der Unterhalt des Stalls inbegriffen.» Die Freiburgerin hofft nun, dass diese Bemühungen am Wochenende in Plaffeien ein weiteres Mal belohnt werden. «Ich bin schon glücklich, dass ich starten kann. Schön wäre es, wenn ich am Sonntag im Final dabeisein könnte.»

 

Premiere: Schweizer Meisterschaft der Regionalen erstmals im Kanton Freiburg

D ie Schweizer Meisterschaft der regionalen Springreiter findet zum ersten Mal auf Freiburger Boden statt. Organisiert wird der Event auf der Pferdesportanlage in Plaffeien vom Reitklub Buecha.

Der Verein veranstaltet seit 1985 die traditionellen Pferdesporttage an Pfingsten. Dank der guten Infrastruktur im Sense-Oberland, den treuen Sponsoren und den zahlreichen Helfern konnte der Klub im Laufe der Zeit weitere Veranstaltungen wie die Freiburger Meisterschaften austragen. Höhepunkt der Schweizer Meisterschaft der regionalen Springreiter sind die beiden Finalprüfungen am Samstag- und Sonntagnachmittag.

Umrahmt werden diese von diversen anderen regionalen Springprüfungen, welche bereits heute Freitag beginnen. Von den 56 qualifizierten Paaren aus der ganzen Schweiz kommen neun aus dem Kanton Freiburg, darunter befinden sich drei Springreiterinnen vom Reitklub Buecha: Stefanie Liechti (Ace of Diamond), Nicole Helfer (Aragon) und Anja Peissard (Pepite de la Cense). Ebenfalls aus dem Kanton Freiburg kommt der Favorit: Urs Hofer mit seinem Spitzenpferd Opale des Ruettes. Der erfolgreiche Reiter aus Bösingen konnte schon letztes Jahr den Titel für sich entscheiden, und auch dieses Jahr zeigt sich das Paar in Höchstform. fs

Programm

Die Finalprüfung am Sonntag

Plaffeien, Pferdesportanlage. Schweizer Meisterschaft der regionalen Springreiter. Das Programm:

Freitag. 9.00 Uhr:R110 A ZM, anschliessend R115 A ZM 2Ph.13.30:R120 A ZM Ph, anschl. R120 A ZM.

Samstag. 7.30:R100 A ZM, anschliessend R105 A ZM.12.30:R130 A ZM.15.00:R135 A ZM–erste Finalprüfung der Schweizer Meisterschaft Regionale.

Sonntag. 9.00:R125 A ZM, anschliessend R125 A ZM 2 Ph.14.00:R135 zweite Finalprüfung–zwei Umgänge A ZM + 1 St., A ZM um die Medaillen.

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