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Der SC Düdingen bös zerzaust

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 Klar, der Kanton Waadt ist um einiges grösser als Freiburg, aber dass der Unterschied im Fussball im Moment so gross ist, ging zuletzt vergessen. Die Waadt stellt mit Lausanne und Le Mont nicht nur einen Super- und einen Challenge-Klub, auch die Nachwuchsmannschaft hat am Wochenende die Freiburger Nummer 1, die allerdings auch mit acht noch im Juniorenalter stehenden Kaderspielern antrat, ganz bös auseinandergenommen. Nur zur Erinnerung: Das Parallelteam im Kanton Freiburg, das Team U20, spielte bis letzte Saison gerade mal in der regionalen 2. Liga und stieg nach nur drei Jahren sogar ab. Diese ernüchternde Tatsache sollte den Verantwortlichen im Freiburger Fussball und nicht nur in Düdingen, das immerhin die beste Inter-A-Mannschaft des Kantons stellt, zu denken geben.

«Unglaublich schwach»

Es ist lange her, seit Düdingen vor heimischem Publikum so vorgeführt worden ist wie am Samstag gegen das Team Waadt, das auf dem Kunstrasen seine technischen Fähigkeiten ausspielen konnte und 90 Minuten lang eine richtiggehende Fussballdemonstration bot. SCD-Trainer Martin Lengen: «Ich muss dem Sieger ein Kompliment machen, er hat heute eine Supervorstellung geboten. Wir dagegen waren unglaublich schwach.» Einzig in zwei kurzen Phasen konnten die ersatzgeschwächten Düdinger–Abwehrchef Elvis Corovic spielte überraschenderweise mit, dafür fehlte der zweifache Derby-Torschütze Yves Schlapbach wegen einer Verletzung–einigermassen mithalten. In der Startphase hatte Christoph Cattilaz (10.) sogar eine Möglichkeit zum 1:0, sein Schrägschuss landete jedoch im Seitennetz. Und gleich nach dem Seitenwechsel vergab Adan Rebronja den Ausgleich nur knapp, denn die gut stehende Gästeabwehr verhinderte Schlimmeres.

Davor und danach standen die Einheimischen laut ihrem Trainer viel zu weit von den Gegenspielern entfernt und konnten deshalb ihren Matchplan, die spielstarken Gäste am Entfalten ihres Kombinationsspiels zu hindern, nie in die Tat umsetzen. «Zudem hat unsere Abwehr nach dem vorentscheidenden 0:2 den Betrieb völlig eingestellt.» Es gelte nun, diesen Match schnell zu vergessen und sich auf das ebenfalls schwierige Auswärtsspiel gegen die U21 der Young Boys vorzubereiten, wo man auch wieder auf so eine starke Nachwuchsmannschaft treffen werde.

Ehemaliger Freiburger Junior trumpft auf

Bei den Fussballkennern im schmucken Düdinger Stadion war schnell einmal klar, wer auf dem Feld beim Sieger den Ton angab und die vielen entscheidenden Pässe in die Tiefe schlug. Yang Ming, der klein gewachsene 21-jährige Mittelfeldspieler mit Wurzeln in der chinesischen Provinz Hubei (Wuhan). Bis zum Alter von 16 Jahren spielte Ming beim Team Freiburg erfolgreich mit. Sonst in den Reihen von Lausanne in der Super League, bestimmte er am Samstag im defensiven Mittelfeld die Tonart der starken Waadtländer. Weil er zuletzt wegen einer Grippe geschwächt war und dabei vier seiner ohnehin wenigen Kilos verlor, absolvierte er ausnahmsweise dieses 1.-LigaSpiel und war natürlich mit dem Verlauf sehr zufrieden: «Es war wieder mal schön, ein bisschen mehr Zeit und Platz als im Profifussball zu haben, ich habe es jedenfalls sehr genossen.» Weil Düdingen offensiv an diesem Tag kaum zur Geltung kam, stach beim Sieger natürlich vorab der Angriff heraus, wo Doppeltorschütze Josias Lukembila und der wieselflinke Flügel Mersim Asllani–übrigens beide mit dem Jahrgang 99–besonders hervorstachen. Alle fünf Tore fielen nach herrlich kombinierten Angriffen, aufgrund der vielen Chancen hätte der Sieg gemäss Ming noch viel höher ausfallen können. In der mangelnden Chancenauswertung sah er das einzige Manko seines Teams. In einer solchen Verfassung ist diese Mannschaft natürlich ein heisser Kandidat für die Aufstiegsspiele, dazu müsste Ende Saison jedoch ein U21-Team aus der Promotion absteigen.

Nach dieser klaren Heimniederlage ist der SC Düdingen wieder in die zweite Tabellenhälfte zurückgefallen. Was Lengen jedoch mehr Sorgen bereitet, sind die Verletzungen. Am Samstag fiel auch noch Captain Fredy Piller mit einer Knieblessur aus. Kurzfristig können die vielen Junioren die Löcher wohl stopfen, längerfristig braucht es dann aber auch wieder eine gewisse Stabilität von Routiniers wie Goalie Roger Wingeier, der trotz den fünf Gegentoren noch einer der Besten war. Die SCD-Fans konnten jedoch für einmal das nackte Resultat ihrer Lieblinge wohl vergessen, zu gut war das Spiel des hochverdienten Siegers.

Telegramm

SCD – Team Waadt 0:5 (0:1)

280 Zuschauer. SR: Ilija Borenovic.Tore:16. Asllani 0:1. 51. Lukembila 0:2. 56. Lukembila 0:3. 85. Ianigro 0:4. 87. Asllani 0:5.

SC Düdingen:Wingeier; Bürgy, Suter, Corovic, Marmier; Piller, D. Rebronja (73. Hubacher); Toure, Cattilaz (66. Pajaziti), Aegerter (63. Muala); A. Rebronja.

Team Waadt U21:Martin; Dangubic, Pos, Oyono, da Silva; Puertas (78. Ianigro), Kabacalman, Ming, Asllani; Portelinha (46. Jaquier), Lukembila (83. Parra).

Bemerkungen:Düdingen ohne Buntschu, Cassara, Mertoglu, Schlapbach (alle verletzt), Parapar (gesperrt); die letzten 10 Minuten nur zu zehnt (Verletzung Piller). Team Vaud komplett.–Gute SR-Leistung, keine Verwarnungen.

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