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Der SC Düdingen will sich neu definieren

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Mit dem 5:1-Sieg gegen Vevey hat sich der SC Düdingen am Samstag den Klassenerhalt gesichert und die 1.-Liga-Meisterschaft in extremis zu einem glücklichen Ende gebracht. Das Happy End kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass beim SCD in dieser Saison einiges im Argen lag: ausbleibende Erfolge, eine eklatante Torflaute, ein vorzeitiger Trainerwechsel, unmotivierte Spieler, Missstimmungen im Team – dem Verein blieb in diesem Jahr kaum etwas erspart.

Dass der SCD wenige Tage vor dem entscheidenden Spiel in Vevey Ermin Gigic fristlos entliess, passte irgendwie zur verkorksten Saison. Warum es zum Bruch mit Gigic kam – der 32-Jährige war im Oktober als grosser Hoffnungsträger engagiert worden und trug in der Rückrunde einige Runden lang die Captainbinde –, wollte der Verein nicht kommentieren. Sportchef René Cavigelli liess allerdings durchblicken, dass «etwas Krasses» vorgefallen ist. «Momentan sind wir dabei, eine saubere Analyse der Saison zu machen», sagt Cavigelli. «Wir werden alle Probleme ansprechen und die nötigen Konsequenzen aus den Vorfällen ziehen.» Noch sei bezüglich Kaderplanung einiges offen. «Es ist aber schon jetzt klar, dass es Veränderungen geben wird – einschneidende Veränderungen.»

Viele offene Fragen

Weil bis zuletzt nicht klar war, in welcher Liga Düdingen in der kommenden Saison auflaufen wird, lagen die Vertragsverhandlungen mit den Spielern lange auf Eis. «In den kommenden zehn Tagen wird sich diesbezüglich viel entscheiden», sagt Sportchef Cavigelli. «Wir haben eine klare Idee von der Mannschaft, mit der wir nächste Saison antreten wollen. Unser Ziel ist es, ein attraktives, junges und kompetitives Team zu bilden. Und wir sind auf bestem Weg dazu.»

Hier geht’s zum Artikel über das letzte Spiel der Saison.

Bei der Kaderzusammenstellung für die abgelaufene Saison hatte der Verein kein glückliches Händchen offenbart. Den persönlichen Leistungsausweis der Spieler hatte man zuweilen höher eingestuft als ihre charakterlichen Stärken. So besass der SCD auf dem Papier zwar ein gute Mannschaft mit starken Einzelspielern, aber eben kein funktionierendes Team, bei dem sich jeder für den anderen einsetzte. René Cavigelli nimmt seinen Verein denn auch nicht aus der Verantwortung, wenn es darum geht, die Gründe für die Missstände zu erörtern. «Wir haben uns einige Male zu Sachen verleiten lassen, die im Nachhinein nicht optimal waren.» Daraus ziehe man nun die Lehren, und man sei dabei, den Verein quasi neu zu definieren. «Wie hoch soll das Durchschnittsalter des Teams sein? Wie viele auswärtige Spieler wollen wir künftig engagieren? Wie hoch ist das maximale Salär, das wir bezahlen? Über solche und ganz viele andere Fragen legen wir uns zurzeit Rechenschaft ab. Künftig werden wir nichts mehr machen, was über den Rahmen hinausgeht, den wir uns setzen.»

Wer wird Trainer beim SCD?

Wie grosszügig der SCD seine «Kontingente» definiert, werden die nächsten Tage zeigen. Wie konsequent er sie anwendet, die kommenden Jahre. Noch ist nicht bekannt, welcher Trainer die neuen Richtlinien des Birchhölzli-Vereins umsetzen soll. Martin Lengen, der für die letzten drei Meisterschaftsspiele beurlaubt und durch Interimstrainer Joël Durret ersetzt worden ist, hat in Düdingen noch einen Vertrag für die nächsten zwei Saisons. «Wir möchten mit Martin weitermachen», hat SCD-Co-Präsident Beat Hirschi schon einige Male betont. Ob das Lengen auch will, entscheidet sich in den nächsten Tagen, wenn sich die beiden Parteien gemeinsam an einen Tisch sitzen und diskutieren wollen.

Oder bleibt Durret, der das Team zum Ligaerhalt geführt hat, weiterhin Trainer? «Mein Engagement war klar für die letzten drei Spiele definiert», winkt der 28-Jährige ab. «Ich habe noch einen Vertrag für zwei Jahre bei den Inter-A-Junioren, und ich gehe davon aus, dass ich diesen erfüllen werde.»

FC Freiburg

Der FC Freiburg hofft auf einen Rückzug von Le Mont

Kein Happy-End hat es für den FC Freiburg in der 1.-Liga-Meisterschaft gegeben. Trotz des 3:1-Sieges im abschliessenden Spiel gegen den YB-Nachwuchs muss der FC Freiburg erstmals in seiner Klubgeschichte in die 2. Liga interregional absteigen.

Allerdings ist das letzte Wort bezüglich Abstieg noch nicht gesprochen. Für die Pinguine besteht die Hoffnung, dass sie auch nächstes Jahr in der 1. Liga auflaufen können. Grund dafür ist der FC Le Mont, der von der Swiss Football League keine Lizenz für die Challenge League erhalten hat. Ob die Waadtländer nächste Saison in der Promotion League antreten, in die sie zwangsrelegiert wurden, ist aber fraglich. Der Vorstand spielt mit dem Gedanken, sich freiwillig in die 5. Liga zurückzuziehen und einen Neustart zu machen.

Sollte sich Le Mont tatsächlich zu diesem Schritt entschliessen, dann würde in der Promotion League ein Platz frei, den ein zusätzlicher Aufsteiger aus der 1. Liga Classic einnehmen könnte. Im Gegenzug würde ein Team weniger aus der 1. Liga Classic relegiert, nämlich der beste Zweitschlechteste der drei 1.-Liga-Gruppen. Und da hat der FC Freiburg mit 27 Punkten die Nase vor Seefeld ZH (25) und Wangen (23).

Beim 1.-Liga-Komitee hofft man, bis morgen Mittwoch eine Antwort vom FC Le Mont bezüglich seiner sportlichen Zukunft zu erhalten. Dann wird man in Freiburg wissen, ob der erhoffte Ligaerhalt am grünen Tisch wahr wurde.ms

 

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