Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Schritt vom Denken zum Planen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wie lang soll die Autobahnüberdachung werden? Wie gross wird der zu bebauende Perimeter? Wie viele Personen sollen in Zukunft dort leben und arbeiten? Wer organisiert die Arbeiten? Diese und ähnliche Fragen sollen Studien zum Städtebauprojekt Chamblioux-Bertigny klären.

Der Staatsrat hat gestern zusammen mit seinen Partnern den Entwurf und die Botschaft zu den vorgesehenen Stu­dien vorgestellt. Der Grosse Rat wird an seiner März-Session darüber debattieren.

Staat finanziert die Hälfte

Insgesamt sieht der Dekrets­entwurf Projektierungskosten von 8,25 Millionen Franken vor. Davon will der Kanton die Hälfte tragen. Die andere Hälfte verteilt sich gemäss einem Finanzierungsmodell auf die Standortgemeinden Freiburg, Givisiez und Granges-Paccot, auf die Nachbargemeinde Villars-sur-Glâne, auf die Burgergemeinde Freiburg und auf die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF.

Die Studien beinhalten die Organisation und die Beteiligung der Bevölkerung, die Bestimmung des Perimeters, einen Ideenwettbewerb, spezifische Analysen, finanzielle und juristische Gutachten sowie technische Studien (siehe Kasten).

«Heute erreichen wir ein wichtiges Etappenziel», sagte Raumplanungs- und Baudirektor Jean-François Steiert an der gestrigen Medienkonferenz. «Es werden aber noch viele weitere Etappen folgen.» Nach der Genehmigung des Studienkredits sollen viele Planungsverfahren in Angriff genommen werden. Die Studienphase dürfte bis 2023/24 dauern und die Bauphase dann bis in die 2040er-Jahre.

Zwischen 600 und 1400 Meter

Die erste Idee einer Überdachung der Autobahn A 12 im Bereich Chamblioux tauchte bereits 1989 auf. Als Ideengeber wirkte der FDP-Grossrat Jean-Daniel Wicht. Wie Wicht sagte, habe das Bundesamt für Strassen damals von einer Überdachung von 600 Metern gesprochen, sie hätte bis Höhe Chassotte reichen sollen. Heute ist die Länge der Überdachung noch offen. Das Projekt heisst nun offiziell «Cham­blioux-Bertigny» und könnte gemäss Staatsrat Steiert 1,4 Kilometer umfassen. Wie Wicht präzisierte, hätte es bei der Kürzestvariante vor allem Gewerbeplätze gegeben. Je länger die Überdachung wird, umso höher wird der Wohnanteil.

Milliarden-Investitionen

Bevor die ersten Studien über den optimalen Perimeter vorliegen, wollen sich die Vertreter des Staatsrats noch nicht auf genauere Zahlen festlegen. Jean-François Steiert sagte einzig, dass Chamblioux-Bertigny einen wichtigen Teil des erwarteten Bevölkerungswachstums des Kantons um 150 000 Einwohner aufnimmt. Er sprach von möglicherweise 30 000 Personen für den Sektor bei der Autobahn, doch diese Zahl setze sich aus Einwohnern und Arbeitenden zusammen.

Die Kosten für die Überdachung könnten auf 150 bis 250 Millionen Franken zu stehen kommen, wobei der Bund schon 33 Millionen Franken dafür zugesagt hat. Das Gesamtvolumen sämtlicher Bauarbeiten könnte gemäss Steiert zwischen vier und sechs Milliarden Franken betragen.

Fast alles öffentlicher Grund

90 Prozent des Grundstücks für die geplante Überbauung von rund 60 Hektaren sind in öffentlicher Hand. Deshalb ergreifen nun auch deren Vertreter die Initiative, damit das Projekt ins Rollen kommt. Derzeit treibt ein Steuerungsausschuss unter der Führung von Staatsrat Georges Godel (CVP) die Vorarbeiten voran. Doch wie die Planungs- und Organisationsstruktur für das weitere Vorgehen aussieht, werden ebenfalls die ersten Studien und Expertisen zeigen.

Der Kanton spielt derzeit die Lokomotive. Auch wenn er nur im Besitz von zwölf Prozent der Fläche ist, will er die Hälfte zu den Studienkrediten beitragen, so Georges Godel.

Gemäss Jean-François Steiert entspricht das Projekt in mehreren Punkten den Regierungszielen des Staatsrats. So gehörten die Stärkung des Kantonszentrums, die effiziente Raumordnung und die Förderung der Innovation dazu. Das Projekt entspreche voll dem derzeit bei den Bundesbehörden geprüften kantonalen Richtplan. Schliesslich unterstütze Chamblioux-Bertigny das Fusionsprojekt Grossfreiburg und es generiere zahl­reiche neue Investitionsperspektiven.

Ganzheitlicher Ansatz

«In relativ kurzer Zeit sind wir sehr weit gekommen», so Steiert. «Innerhalb eines Jahres haben sämtliche betroffenen Gemeinden grundsätzliche Entscheide getroffen.»

Die Grösse des Projekts eröffne ausserordentliche Möglichkeiten, so Steiert. «Es erlaubt uns, städteplanerisch langfristig zu denken, und es ist eine Chance, innovativ zu denken und dabei bezüglich Mobilität und Energie ganzheitliche Ansätze zu prüfen.»

Zahlen und Fakten

Staat und Burger zahlen am meisten

8,25 Millionen Franken: Auf so viel belaufen sich nach heutigen Schätzungen die Projektierungskosten für die Entwicklung der Überbauung eines zugedeckten Autobahnabschnitts Chamblioux-Bertigny. Der Staatsrat beantragt dem Grossen Rat im März, 4,125 Millionen Franken daran zu bezahlen. Gemäss einem Verteilschlüssel werden Givisiez 1,1 Millionen Franken, die Burgergemeinde Freiburg 2,25 Millionen, die Stadt Freiburg 245 000 Franken, Granges-Paccot 235 000 Franken, die TPF 205 000 Franken und Villars-sur-Glâne 100 000 Franken bezahlen. 4 Millionen Franken sollen die technischen Studien kosten. 1,25 Millionen Franken sind für die Planung des Perimeters und für einen Ideenwettbewerb vorgesehen.

uh

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema