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Der schwierige Beruf eines Schiedsrichters

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Wir, die Klasse 7/8H der Auschule, hatten letzte Woche einen Schiedsrichter zu Besuch in unserer Klasse. Sascha Stutz ist 30  Jahre alt und kommt aus Ueberstorf. Er ist gelernter Elektriker und arbeitet hauptberuflich im Aussendienst der Firma Würth. «Ich arbeite gerne im Verkauf, da ich dort mit vielen Leuten zusammenarbeiten kann.» Er pfeift nur als Hobby auf dem Fussballfeld. Seit 2006 hat er das Sagen auf dem Platz und macht dies sehr gerne. Wir wollten Sascha treffen, um mehr über das Leben und die Arbeit des Schiedsrichters zu erfahren und herauszufinden, ob er auch schon gefährliche Situationen erlebt hat.

«Mach es doch besser!»

Im Alter von 17  Jahren kam Sascha nach einem Fussball­spiel nach Hause und war zutiefst betrübt und unzufrieden mit der Leistung des Schiedsrichters. Auf sein Gemotze erwiderte seine Mutter Folgendes: «Mach es doch besser und werde selber Schiedsrichter!» Daraufhin entschied Sascha, die Ausbildung zum Schiedsrichter in Angriff zu nehmen. Nach einigen Kurstagen, Theorieinputs und bestandener Prüfung war der frischgebackene Anfängerschiedsrichter bereit für sein erstes Spiel. «Ich war ganz schön nervös, das erste Mal alleine mit den Jungs auf dem Feld zu stehen.»

Im Jahr 2006 pfiff Sascha unter der Obhut seines Göttis dieses erste Spiel und war dankbar für dessen Rückmeldungen und Hilfe bezüglich administrativer Arbeiten. Sascha hat sich seither Schritt für Schritt hochgearbeitet und pfeift momentan in der Promotion League. Ein Matchtag beginnt für Sascha bereits am Vortag. Er geht früh ins Bett, isst eine ausgewogene Mahlzeit und packt seine Sporttasche, wie die Spieler dies auch tun. «Es ist wichtig, fit zu sein. Ein Hauptschiedsrichter rennt mehr, als die Spieler es tun. Dieser rennt zwischen zehn und 15  Kilometer während eines Spiels, die beiden Assistenten jeweils fünf bis zehn Kilometer.»

Schnelle Entscheide gefragt

Wir haben uns die Frage gestellt, was am Beruf eines Schiedsrichters so schwierig ist. Klar, man muss körperlich fit sein. Aber nach den Erzählungen von Sascha Stutz ist man erstaunt: Das Härteste an diesem Beruf ist wohl, dass man innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen muss. Auch keine Entscheidung zu treffen, ist ein Entscheid.

Dieser Druck wird natürlich durch die Unzufriedenheit der Zuschauer, Spieler und Trainer verstärkt. «Irgendjemand ist immer mit deiner Entscheidung unzufrieden. Man muss über dem stehen können», so Sascha. Meistens bleibt es aber bei Zurufen.

Die Unruhen seitens der Zuschauer beginnen schon bei den Junioren, wobei die meisten Fans Eltern der Spielerinnen und Spieler sind. «Ein Freund von mir hat sogar schon einmal einen Regenschirm von einem wütenden Zuschauer an den Kopf gekriegt.» Sascha wurde glücklicherweise noch nie körperlich angegriffen, verbal aber schon sehr oft. Unsere Klasse war bestürzt zu erfahren, was man sich als Schiedsrichter alles «an den Kopf» werfen lassen muss. Er betonte aber, dass er ungern an die negativen Seiten denke, denn die positiven Erinnerungen würden überwiegen.

Eine seiner schönsten Erinnerungen war für ihn ein Freundschaftsspiel der Frauennationalmannschaft von Brasilien gegen jene von Kolumbien im Jahr 2010. Unter anderem war Marta, die bereits sechsmal zur Weltfussballerin des Jahres gekrönt wurde, mit dabei. «Ich durfte bei den Stars dabei sein und war ganz schön nervös.» Als kleines Andenken gab es sogar noch ein Foto mit Marta, Sascha Stutz und Cristiane.

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