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Der Sensler Shooting-Star beim SC Bern

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Autor: frank stettler

Am vergangenen 18. Oktober, ausgerechnet im Freiburger St.-Leonhard-Stadion gegen Gottéron, gab Christoph Bertschy im Dress des SCB sein NLA-Debüt. «Ich war unglaublich nervös, habe vor dem Einmarsch gezittert», erinnert sich der Düdinger. Rund einen Monat später gehört er bei den Bernern mit 0,7 Skorerpunkten pro Spiel regelmässig zu den Besten. Mit seinen physischen und läuferischen Qualitäten befeuert Bertschy die SCB-Offensive – auch am vergangenen Dienstag, als er gegen die ZSC Lions zwei Assists zum Sieg beisteuerte.

Am Samstag wird Christoph Bertschy in Bern zum zweiten Mal gegen seinen ehemaligen Club spielen.

Christoph Bertschy, mit drei Toren und vier Assists in zehn Spielen sind Sie so etwas wie der Shooting-Star der letzten NLA-Runden. Staunen Sie manchmal selbst, wie Sie beim SC Bern eingeschlagen haben?

Ja, wirklich. Ich habe das so nicht erwartet. Bisher ist es mir super aufgegangen und ich bin glücklich, dass mir mein Debüt in der Nationalliga A so gut gelungen ist. Aber nun muss ich mich beweisen.

Kann man bereits sagen, dass Sie sich mit Ihrer unerschrockenen Spielweise im Team der Berner einen Stammplatz erkämpft haben?

Im Augenblick scheint dies der Fall zu sein, weil es mir so gut läuft. Aber ich weiss, dass alles sehr schnell gehen kann und ich plötzlich wieder zurück zu den Junioren muss. Dieser Gedanke ist schon präsent. Aber auch wenn ich wieder zu den Junioren müsste, wäre das nicht wirklich ein Problem für mich, schliesslich spiele ich ja einfach gerne Eishockey. Und dennoch, ein bisschen hadern würde ich wohl doch.

Sie spielen mit den Routiniers Martin Plüss und Ivo Rüthemann in einer Linie. Inwiefern profitieren Sie von deren Erfahrung?

Dass ich mit diesen beiden Spielern stürmen darf, ist bestimmt sehr positiv für mich und meine Entwicklung. Ohne sie würde es mir sicher nicht derart gut laufen und dafür gebührt ihnen mein Dank. Plüss und Rüthemann geben mir viele Tipps mit auf den Weg, etwa wie ich mich auf dem Eis in noch bessere Positionen bringen kann.

Mit welchen Direktiven schickt Sie der SCB-Trainer Antti Tormänen ins Spiel?

Mit keinen konkreten, ich solle einfach so weiterspielen wie bisher. Grosse Gespräche mit dem Trainer gab es bis jetzt keine, deshalb weiss ich selber nicht so genau, was von mir erwartet wird.

Mit Ihren Leistungen stehen Sie zurzeit im Fokus der Medien. Wie gehen Sie als noch junger Spieler damit um?

Es ist schon sehr speziell für mich. Das Interesse kann aber auch wieder schnell vorüber sein. Ich versuche schon, darauf achtzugeben, was ich sage.

Ihr Aufstieg blieb auch U20-Nationaltrainer Manuele Celio nicht verborgen und Sie bestritten zuletzt in Puchov (Tsch) ein Turnier. Wer in der NLA punktet, dürfte auch auf diesem Niveau auf der Höhe sein. Wie haben Sie Ihr Debüt auf der höchsten internationalen Junioren-Stufe erlebt?

Es ist schon so, dass ich mich mit den Spielen mit Bern bereits recht an dieses Niveau gewöhnt habe. Trotzdem war es speziell mit der Nati gegen drei Jahre ältere Gegner spielen zu können. Ich schoss ein Tor. Es war ein gutes Erlebnis, obwohl ich noch den einen oder anderen Fehler gemacht habe.

Sie sind Düdinger. Weshalb spielen Sie nicht bei Freiburg-Gottéron?

Bis zum Alter von 14 Jahren war ich bei den Gottéron-Junioren. Dann stiegen die Novizen von der Elite- in die Top-Klasse ab. Das war für mich der Hauptgrund, zum SC Bern zu wechseln, wo ich mein erstes Novizen-Jahr bestritten habe. Der Kontakt mit dem SCB bestand jedoch schon viel länger. Bereits als ich noch bei den Moskitos spielte, wurde ich angefragt. Damals blieb ich wegen der Schule in Freiburg. Mit dem Abstieg der Novizen fiel dann mein Entschluss zu wechseln.

Heute sind Sie17 Jahre alt und gehen in Bern noch zur Schule. Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Während ich mit den Elite-Junioren spielte, hatte ich meistens am Morgen Schule und der Nachmittag und der Abend waren für das Training reserviert. Jetzt – mit den Profis – habe ich immer morgens Training. Die Schule und der Sport überschneiden sich so öfters. Ich muss dann schauen, wie ich die Stunden nachholen kann. Meine Schulkollegen helfen mir dabei.

Wie sind Sie überhaupt zum Eishockey-Sport gekommen?

Ich erinnere mich, dass die Eishalle in Düdingen ein oder zwei Jahre bestand und ich immer Eislaufen gehen wollte. Mit etwa dreieinhalb Jahren habe ich dann begonnen, Eishockey zu spielen. Ich besuchte ein Probetraining und bin dabei geblieben. Ich versuchte mich zwar parallel noch ein Jahr im Tennis, mehr aber nicht.

Welche Ziele möchten Sie als Eishockey-Profi erreichen?

Mich in der Nationalliga A zu etablieren ist sicherlich mein erstes grosses Ziel. Dann würde ich es gerne in die A-Nati schaffen. Um dies zu erreichen, muss ich weiter hart arbeiten und einen Schritt nach dem anderen nehmen.

Und die NHL?

Die ist ein Traum in ferner Zukunft. Ich werde sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Ist eine Rückkehr zu Freiburg-Gottéron für Sie ein Thema?

Der Ausbildungsvertrag mit dem SCB dauert noch bis Ende nächsten Jahrs, dann schaue ich weiter. Ganz ehrlich, ich kann es jetzt nicht sagen.

Waren Sie als Kind eigentlich Gottéron- oder SCB-Fan?

Ich war Gottéron-Fan. Aber mit dem Wechsel ist mein Herz auch ein wenig mitgegangen. Ich kann ja schliesslich nicht dem Gegner die Daumen drücken.

Der Herbst 2011 könnte für Christoph Bertschy der Start einer grossen Karriere sein.Bild Charles Ellena

«Ich weiss, dass alles sehr schnell gehen kann und ich plötzlich zurück zu den Junioren muss.»

«Bereits als ich noch auf der Moskito-Stufe spielte, wurde ich vom SCB angefragt.»

«Ich war Gottéron-Fan. Aber mit dem Wechsel ist auch ein wenig mein Herz mitgegangen.»

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