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Der Shootingstar der Power Cats

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Als Trainer Dario Bettello im Sommer Sarina Brunner zum TS Volley Düdingen holte, hatte er der 21-Jährigen die Rolle der Ergänzungsspielerin zugedacht. Jung, ohne NLA-Erfahrung, neu in einem bereits bestens eingespielten Team – es sprach wenig dafür, dass Brunner viel Spielzeit erhalten würde. «Dessen war ich mir bewusst, und deshalb habe ich auch lange gezögert, bis ich bei Düdingen zugesagt habe», erinnert sich die Kerzerserin.

Nach dem Abstieg mit dem VBC Freiburg hatte Brunner mehrere Angebote von anderen NLB-Teams und aus der 1. Liga erhalten, überall mit Aussichten auf mehr Einsatzzeit. Vor allem mit Köniz waren die Gespräche weit fortgeschritten. «Ich musste mich entscheiden, ob ich erst noch ein Jahr in der NLB Erfahrungen sammle oder ob ich mich sofort in ein NLA-Abenteuer stürze. Schliesslich habe ich mich für die Power Cats entschieden. Wer weiss, ob ich jemals wieder eine Chance erhalten hätte, in der höchsten Liga spielen zu können.»

«Ich bin überrascht, dass ich so viel spielen durfte. Noch mehr erstaunt bin ich aber, wie gut es mir gelaufen ist.»

Sarina Brunner

Spielerin TS Volley Düdingen

 
 

Die Chance gepackt

Bereut hat Sarina Brunner ihren Entscheid bisher nicht – ganz im Gegenteil. Denn wie häufig im Leben kam auch bei ihr vieles anders, als es ursprünglich geplant war. Weil mit Brianna Beamish, Ines Granvorka und Mona Rottaris gleich drei Düdinger Aussenangreiferinnen verletzungsbedingt ausfielen, kam Brunner regelmässig zum Zug. Des einen Pech ist des anderen Glück, Brunner wusste ihre Chance zu packen. «Ich bin überrascht, dass ich so viel spielen durfte. Noch mehr erstaunt bin ich aber, wie gut es mir gelaufen ist», sagt sie.

Gegen Kanti Schaffhausen war Düdingens Nummer  11 mit 30 Punkten beste Skorerin ihrer Equipe, und auch sonst hat sie sich regelmässig als fleissige Punktesammlerin hervorgetan. Mit ihren 178  cm ist Brunner nicht besonders gross gewachsen, dennoch ist sie physisch stark. «Sarina bewegt sich auf dem Platz aussergewöhnlich gut, sie springt sehr hoch und hat einen schnellen Arm», ist Trainer Dario Bettello voll des Lobes für seinen Youngster.

Fehlende Erfahrung macht Brunner mit doppeltem Einsatz wett. Innerhalb von zwei Monaten hat sie sich mit ihrer unbekümmerten Art, Volleyball zu spielen, in die Herzen der Düdinger Fans gespielt. Doch mit den guten Leistungen steigen auch die Erwartungen – jene von aussen, aber auch jene an sich selber. «Ich spüre vermehrt den Druck, immer gute Leistungen abzuliefern. In den ersten Spielen habe ich einfach drauflosgespielt. Inzwischen mache ich mir vor den Matches viel mehr Gedanken, überlege, was ich besser machen muss. Mit meiner Leistung im letzten Spiel gegen Cheseaux war ich nicht zu­frieden.»

Dass Brunner mit ihren 21  Jahren noch einiges zu lernen hat, liegt auf der Hand – trotz der erfreulichen Entwicklung, die sie in den letzten Monaten durchgemacht hat. «Im taktischen Bereich hat Sarina noch Defizite, auch in der Verteidigung und beim Service kann sie sich noch steigern», erklärt Bettello. «Sie muss geduldig bleiben und weiterarbeiten, denn sie hat noch einen langen Weg vor sich.»

«Wenn Sarina so weitermacht, wird sie früher oder später ein Aufgebot für das Nationalteam erhalten.»

Timo Lippuner

Schweizer Nationaltrainer

 
 

«Jesus is alive»

Kraft für den bevorstehenden steinigen Weg gewinnt Brunner aus ihrem Glauben. «Jesus is alive» – «Jesus lebt» – steht unter dem Whatsapp-Profil der Kerzerserin, die Mitglied einer freien evangelischen Kirche ist. «Es fällt mir nicht einfach, darüber zu sprechen», sagt sie. «Viele Leute, die das hören, denken, dass ich irgendeiner Sekte angehöre, und hegen deswegen Vorurteile mir gegenüber. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Ich werde weder gezwungen, in einem christlichen Umfeld zu leben, noch werde ich indoktriniert oder gar ausgebeutet.» Sie lebe ihren Glauben aus freiem Willen, betont Brunner. «Jesus ist ein grosser Teil in meinem Leben, und ich schöpfe viel Kraft aus ihm.»

«Die Tür zum Nationalteam steht weit offen»

Kraft, die ihr dereinst auch helfen soll, den Sprung in die Schweizer Nationalmannschaft zu schaffen. Mit ihren Auftritten in den vergangenen Wochen hat es Brunner bereits ins Notizbuch des Nationaltrainers geschafft. «Ich verfolge Sarinas Entwicklung aufmerksam», sagt Timo Lippuner, der parallel zu seinem Amt als Schweizer Nationalcoach auch das Bundesliga-Team ­Rote Raben Vilsbiburg führt. «Mir gefällt ihre unbeschwerte Art zu spielen. Sie ist stabil in der Annahme und stark im Angriff. Wenn Sarina so weitermacht, wird sie früher oder später ein Aufgebot für die Nati erhalten.»

Für den nächsten Zusammenzug des Frauen-Nationalteams im Dezember wird es Brunner wohl noch nicht reichen. Da hat Lippuner nur vier Tage zur Verfügung, um sein Team auf die entscheidende Phase in der EM-Qualifikation vom kommenden Januar vorzubereiten. «Es wäre ungeschickt, da noch Experimente durchzuführen», sagt der Headcoach. Deshalb würden voraussichtlich jene Spielerinnen zum Zug kommen, die bisher die Quali bestritten hätten. «Danach steht die Türe für Sarina aber weit offen.»

Der Traum, eines Tages zum Schweizer Nationalteam zu gehören, ist bei Düdingens Shootingstar erst in den letzten Monaten so richtig gewachsen. «Schon mit der Anmeldung für die Talentschool in Freiburg hatte ich seinerzeit lange gezögert, weil ich so viele andere Sachen im Kopf hatte, die ich auch noch machen wollte. Seit ich in Düdingen spiele, kann ich mir aber vorstellen, mich längerfristig voll fürs Volleyball zu engagieren.»

Das langfristige Bekenntnis zum Spitzenvolleyball ist eine Grundvoraussetzung, damit eine Spielerin ins Nationalteam berufen wird. Nun liegt es an Sarina Brunner, den nächsten Schritt zu machen und Konstanz in ihre Leistungen zu bringen – und sich damit sowohl für Timo Lippuner als auch für Dario Bettello unverzichtbar zu machen.

NLA-Spitzenkampf

Welche Serie reisst heute Abend?

Wenn sich heute Abend (20  Uhr, Leimacker) Düdingen und Aesch-Pfeffingen im NLA-Spitzenkampf gegenüberstehen, dann ist dies zugleich das Duell zwischen dem heimstärksten NLA-Team und dem Seriensieger der aktuellen Meisterschaft. Auf der einen Seite stehen die Power Cats, die seit dem 3. Dezember 2017 zu Hause nicht mehr verloren haben. Und auf der anderen Seite die Baslerinnen, die als Einzige in der laufenden Meisterschaft nach sieben Siegen in Folge noch ungeschlagen sind.

«Düdingen ist Favorit»

Eine dieser beiden Serien wird heute Abend zu Ende gehen – aber welche? Fragt man Aeschs Trainer Andi Vollmer, dann droht seinem Team das Ende seiner Siegesserie. «Düdingen hat auch diese Saison wieder eine grosse Konstanz im Kader und tritt deshalb auf dem Feld mit einer aussergewöhnlichen Abgestimmtheit auf. Zudem hat das Team eine starke physische Präsenz. Düdingen ist für mich nicht nur im Spitzenspiel gegen uns Favorit, sondern hinter Kanti Schaffhausen auch erster Anwärter auf den Schweizer Meistertitel», sagt Vollmer.

«Aesch ist Favorit»

Fragt man Düdingens Trainer Dario Bettello, welche Serie heute Abend zu Ende gehen wird, dann sieht er die fast einjährige Ungeschlagenheit seines Teams in Gefahr. «Aesch war bisher das konstanteste Team in der NLA. Die Baslerinnen haben zwar ein knappes Kader, da sie aber bisher ohne Verletzungen durchgekommen und in jedem Match quasi die gleichen Spielerinnen aufgelaufen sind, sind sie sehr gut eingespielt.»

Gegen Sm’Aesch-Pfeffingen wird Bettello voraussichtlich die gleiche Equipe auflaufen lassen wie im letzten Spiel gegen Cheseaux. Zum ersten Mal überhaupt kann Bettello in dieser Saison zweimal hintereinander dieselbe Mannschaft aufs Feld schicken. «Wegen den Verletzungen sind wir noch nicht da, wo wir sein möchten. Aber sobald alle zurück und wir richtig eingespielt sind, können wir jedes Team schlagen», sagt Bettello. «Zum jetzigen Zeitpunkt ist Aesch wohl zu favorisieren.»

ms

Volleyball NLA Frauen: Düdingen – Aesch-Pfeffingen heute 20.00 (Leimacker).

 

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