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Der Skatepark Kerzers ist wieder offen

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Wo oben die Autos über die Autobahn brausen, üben unten Skater und Kick-Boarder auf Rampen und Rails neue Sprünge. Drei Jahre lang war der Skatepark wegen Sanierungsarbeiten des Bundes am Autobahnviadukt gesperrt. Nun hat die Gemeinde Kerzers den Skatepark anlässlich von Ferienpass-Skateboardkursen offiziell wieder freigegeben. Denn neu waltet die Gemeinde als Eigentümerin und Betreiberin der Anlage; den Verein Skatepark gibt es seit diesem Monat nicht mehr.

Dass die Anlage nun unter dem Dach der Gemeinde und damit bei der Jugendarbeit angesiedelt ist, ergibt für den Kerzerser Gemeinderat Daniel Wattinger Sinn: «Die Jugendarbeit war seit Anfang des Vorhabens an dem Projekt beteiligt.» Die damaligen Vereinsmitglieder seien älter geworden und nicht mehr aktiv beim Skaten dabei. Der Verein sei zudem vor allem für die Finanzierung der Anlage von entscheidender Bedeutung gewesen, «denn ein Verein kann besser auf Sponsorensuche gehen als eine Gemeinde», erklärt Wattinger.

Ungestört unter sich

Der Gemeinderat war als Jugendlicher selbst mit dem Skateboard unterwegs, für ihn ist der Skatepark wichtig für die Jugendlichen: «Sie können sich dort messen, Tricks üben, das ‹fägt›.» Er sei froh, den Jungen den Skatepark zur Verfügung stellen zu können. «Und der Standort unter dem Viadukt im Industriegebiet ist ideal – sie stören niemanden und können unter sich sein.» Die gesellschaftliche Bedeutung solcher Angebote sei nicht zu unterschätzen: «Skaten verbindet Jugendliche; ihre Kultur spielt auf der Anlage keine Rolle, denn Skaten ist eine eigene Kultur.» Jungs und auch Mädchen könnten bei dieser Freizeitbeschäftigung voneinander lernen, «sie suchen den Wettbewerb und arbeiten hart, um sich zu verbessern».

Regelmässig schaue er auf der Anlage vorbei, wie dies auch die Mitarbeitenden der Jugendarbeit täten. «Wir haben weder Probleme mit Littering noch mit Vandalismus; die Jugendlichen sind sehr diszipliniert», betont der Gemeinderat. «Sie wischen sogar die kleinen Steine auf dem Asphalt beiseite, damit sie besser fahren können.» Ein Besen und eine Mülltonne der Gemeinde stehen den Skatern zur Verfügung.

Für die Kontrolle und allfällige Unterhaltsarbeiten rechnet Daniel Wattinger mit einem Betrag von 500 bis 1000 Franken jährlich.

«Es ist wichtig, dass wir die Rampen und Rails regelmässig überprüfen und allenfalls eine Schraube anziehen oder auswechseln – die Sicherheit steht im Mittelpunkt.» Der genaue künftige Aufwand für den Skaterpark sei derzeit noch offen: «Wir werden besprechen, welcher Betrag ins Budget für das nächste Jahr aufgenommen wird.»

Auf Parkplatz ausgewichen

Den Anstoss für den Park hatten Jugendliche aus Kerzers bereits 2007 gegeben (siehe Kasten). Nun steht das Angebot sowohl Kerzersern als auch den Jugendlichen der umliegenden Partnergemeinden offen. «Während der Zeit der Unterhaltsarbeiten am Autobahnviadukt haben sich die Jugendlichen andere Plätze ausgesucht wie zum Beispiel der Parkplatz vor der Migros in Kerzers. «Ein solcher Ort mit Fussgängern und Autos ist natürlich nicht ideal», sagt Wattinger. Doch der Belag des Platzes sei halt gut für Skater, und irgendwo wollten diese ja ihrem Hobby frönen. Deshalb sei er schon froh, dass der Skatepark wieder offen ist: «Nun haben sie ihren Park zurück.» Der Gemeinderat hofft, dass sich die Jugendlichen in der Zukunft auch an der Gestaltung von Events beteiligen.

«Wir haben weder mit Littering noch mit Vandalismus Probleme; die Jugendlichen sind sehr diszipliniert.»

Daniel Wattinger

Gemeinderat Kerzers

Chronologie

Jugendliche setzten sich für Anlage ein

Für die Skateranlage unter dem Autobahnviadukt brauchte es mehr als einen Anlauf: 2007 sammelte der Kerzerser Skater Sergio Romero 300 Unterschriften für den Skatepark. Das Projekt ging bei der Gemeinde jedoch vergessen. Erst als Jugendliche sich erneut an die Gemeinde wandten, kam wieder Schwung in die Angelegenheit: Die Jugendarbeit Regio Kerzers half beim Aufbau des Parks mit, die Eröffnung erfolgte 2011. Die Skateranlage kostete 70 000 Franken. Daran bezahlte die kantonale Jugendförderung 10 000 Franken und die Gemeinde Kerzers asphaltierte den Platz unter dem Viadukt für 30 000 Franken. Kerzerser Firmen und Vereine spendeten zudem Material und Geld. Ab 2013 war die Anlage während rund drei Jahren nicht zugänglich. Der Grund: Das Bundesamt für Strassen (Astra) sanierte das Viadukt. Der Bund ist auch Eigentümer des Bodens unter dem Viadukt und vermietet diesen an die Gemeinde Kerzers. Seit April ist die Anlage nun wieder offiziell für alle Skater und auch Kick-Boarder in Betrieb.

emu

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