Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Staat soll den Bau von günstigen Alterswohnungen fördern

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: irmgard Lehmann

Das Malaise ist altbekannt. Trotz neuen Pflegeheimen sind Wartelisten für einen Platz nicht wesentlich kleiner geworden. Auch die Ratlosigkeit, wo der betagte Vater oder die betagte Mutter die richtige Pflege findet, ist Tatsache. «Die Information über die Angebote in den Gemeinden und Bezirken ist mangelhaft», sagte die Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre am Mittwoch vor den Medien. «Vielfach wissen die Familienangehörigen nicht, an wen sie sich wenden sollen.»

Mit der Schaffung eines Rahmengesetzes will nun der Kanton die Alterspolitik an die Hand nehmen, die Koordination verbessern, die Kompetenzen klar definieren und für künftiges Handeln – vorab im finanziellen Bereich – Freiraum schaffen.

Umfrage bei den Gemeinden

Um sich ein umfassendes Bild zu machen, was den älteren Menschen im Kanton überhaupt angeboten wird, hat die Direktion für Gesundheit und Soziales eine Bestandesaufnahme durchgeführt und an alle Gemeinden einen Fragebogen geschickt.

Aus dem 30-seitigen Bericht geht hervor, dass das System sehr komplex ist. Die unterschiedlichen Leistungen werden von zahlreichen öffentlichen und privaten Organisationen angeboten. Er zeigt, dass es an Transparenz mangelt und der Informationsfluss nicht wunschgemäss funktioniert. Mit einem Rahmengesetz will der Kanton hier Abhilfe schaffen und allenfalls Anlaufstellen ins Leben rufen.

Bau von Alterswohnungen

Doch das Gesetz soll auch die Grundlage schaffen, um in die Alterspolitik einzugreifen, beispielsweise im Bereich Alterswohnungen. Ein Anliegen, das die CSP in ihrer Volksmotion unterstreicht: «Wir wollen, dass der Staat den Bau von Wohnungen mit betagten- und behindertengerechter Infrastruktur zu erschwinglichen Mietzinsen fördert», verlangt die 2007 eingereichte Motion.

Die Aufgabe sei über die aktive finanzielle Unterstützung gemeinnütziger Wohnbauträger und öffentlicher Institutionen, die sich für Altersfragen einsetzen, zu lösen: Nicht-gewinnorientierte Baugenossenschaften, Vereine, Stiftungen und Gemeinden. Nicht alle älteren Menschen können sich Wohnungen leisten, welche private Bauherren initieren.

Deutschfreiburg mit guter Alterspolitik

Der Bericht des Staatsrates zeigt u. a. auch Mängel in der Tagesbetreuung auf. So bietet die Spitex etwa keinen Dienst rund um die Uhr an. Auch den Mahlzeitendienst gibt es nicht in jeder Gemeinde.

«Das System funktioniert im Allgemeinen gut», resümierte Anne-Claude Demierre. Es geht also nicht darum, Grundlegendes zu ändern, sondern die Koordination zu verbessern, sodass die Institutionen und Leistungsangebote auch besser genutzt werden.

Dass vorab der welsche Kantonsteil Lücken aufweist, verheimlichte sie keineswegs. Deutschfreiburg hingegen sei gut vernetzt und Gemeinden wie Bösingen (FN 1. März) oder auch Düdingen mit eigenen Initiativen gar vorbildlich.

Der Bericht des Staatsrates ist eine Folge des überwiesenen Postulates der Grossräte Marie-Thérèse Weber-Gobet (CSP) und René Thomet (SP) .

Meistgelesen

Mehr zum Thema