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Der Staat will härter vorgehen

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Der Staat will härter vorgehen

Schutz der Jugendlichen vor Alkoholwerbung

Die Werbung für Festanlässe soll nicht in Verbindung mit Alkohol resp. mit Alcopops gebracht werden. Eine «Smirnoff-Party» beispielsweise sollte es daher künftig nicht mehr geben.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Der Staatsrat ist jedenfalls bereit, eine Motion des CVP-Grossrats Christian Ducotterd anzunehmen und ein Verbot zu erlassen, damit der Name oder die Marke von so genannten Alcopops nicht mehr für die Werbung von Anlässen verwendet werden dürfen. In seiner Antwort auf die Motion erklärt er sich einverstanden, sich vermehrt für den Schutz der Jugend einzusetzen und dabei auch auf Verbote und repressive Massnahmen zurückzugreifen.

Alcopops bei Jugendlichen beliebt

Der Staatsrat stellt fest, dass durch das Aufkommen der Modegetränke der Alkoholkonsum bei den Jugendlichen in der Schweiz zugenommen hat. «Betrug der Konsum von Alcopops im Jahre 2000 noch 1,7 Millionen Flaschen, so waren es im Jahre 2001 bereits 28 Millionen und 2002 40 Millionen Flaschen», schreibt er weiter und ruft in Erinnerung, dass der Bund und die Kantone angesichts dieser beunruhigenden Entwicklung unverzüglich zahlreiche Massnahmen ergriffen haben. «Der Staatsrat hat namentlich im Reglement zum Gesetz über die Ausübung des Handels mehrere Bestimmungen aufgenommen, um den Schutz der Jugend zu gewährleisten. So wurden die Händler verpflichtet, ihr Verkaufspersonal besser zu informieren, die Produktekategorien besser zu trennen und die Altersbegrenzungen zu kennzeichnen», fährt die Freiburger Regierung fort.

Sie weist auch auf die neuen Bestimmungen in der Lebensmittelgesetzgebung hin. So müssen Süssgetränke genaue Angaben über deren Zusammensetzung und insbesondere über den Alkoholgehalt aufweisen. Bei jeder Verkaufsstelle müsse ein gut sichtbares Hinweisschild über die gesetzlichen Altersgrenzen angebracht werden. Schliesslich sei ein generelles Werbeverbot für alkoholische Getränke vorgesehen, die sich gezielt an Jugendliche unter 18 Jahren richten.

Staatsrat ist besorgt

Der Antwort kann weiter entnommen werden, dass die Direktion für Sicherheit und Justiz zweimal eine Kampagne bei allen Detailhändlern und in den Gaststätten des Kantons durchgeführt hat, um die wiederholt festgestellten Missbräuche zu bekämpfen. «Trotz all dieser Bestrebungen bleibt die Situation Besorgnis erregend, denn es scheint äusserst schwierig zu sein, die Gewohnheiten der Bevölkerung zu ändern. Alkoholische Getränke sind heute allgegenwärtig und werden oft von Jugendlichen konsumiert, die sich der Gefahren des Alkoholkonsums nicht bewusst sind», stellt der Staatsrat weiter fest.

Gesetz kann
mühelos umgangen werden

Er gibt zudem zu bedenken, dass sich die Jugendlichen mühelos und in gesetzwidriger Weise mit alkoholischen Modegetränken eindecken können. Dies hätten verschiedene Testkäufe, die im Auftrag des Amtes für Gesundheit getätigt worden seien, aufgezeigt.

Der Staatsrat ist deshalb gewillt, im Bereich der Alkoholwerbung strengere Bestimmungen in die kantonale Gesetzgebung aufzunehmen. Die Massnahmen sollten sich jedoch auf die Alcopops beschränken, da die traditionellen Getränke wie Bier oder Wein nicht von dieser Entwicklung betroffen seien. Der Staatsrat verspricht schliesslich, dass sich die Behörden weiterhin bemühen werden, den Alkoholmissbrauch durch Jugendliche zu bekämpfen.

Der Grosse Rat wird in der kommenden Mai-Session über die Motion von Christian Ducotterd befinden, der gar verlangt, dass Spiele in öffentlichen Gaststätten oder bei Veranstaltungen verboten werden sollen, wenn sie in Verbindung mit Alkoholkonsum gebracht werden.

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