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Der Staatsrat denkt über die Reform des Sexualkundeunterrichts nach

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Der Kanton Freiburg muss mit der veränderten und gesteigerten Nachfrage nach Sexualkunde im obligatorischen Unterricht Schritt halten. Der Staatsrat erörtert die Möglichkeiten. 

Der Kanton überarbeitet aktuell die Organisation des Sexualkundeunterrichts in der obligatorischen Schule. So antwortet der Staatsrat auf eine Anfrage von Grossrat Christian Clément (Mitte, Arconciel). Die neue Strategie werde ihm nächstens vorgelegt.

Clément findet die Situation laut seiner Anfrage «besorgniserregend», und die Herausforderungen nähmen zu. Kinder würden immer stärker und früher mit Fragen rund um die Sexualität konfrontiert, beispielsweise mit Themen wie Pornografie oder Verhütung. «Fragen, die zuvor in der 6. Klasse gestellt wurden, tauchen manchmal schon deutlich früher auf, und zwar bereits im Kindergarten.»

Das Papier, das dem Staatsrat vorgelegt werden soll, fasst die Auswirkungen der kantonalen Strategie für sexuelle Gesundheit für die Schulen zusammen. Diese setzt unter anderem einen Fokus auf Sexualerziehung. Weitere Punkte sind die Prävention und Bekämpfung sexualisierter Gewalt sowie Massnahmen zugunsten der sexuellen Gesundheit.

Mittel zur Verfügung stellen

Clément hatte zudem seine Besorgnis darüber geäussert, dass die Ressourcen der zuständigen Fachstelle gering und seit 2005 nicht mehr angepasst worden seien. Dies, obwohl die Zahl der Klassen in diesen Jahren gestiegen sei. Als Folge seien im Stundenplan auch zu wenig Lektionen für das Thema reserviert. Der Staatsrat entgegnet in seiner Antwort, dass für die Fachstelle für sexuelle Gesundheit kürzlich eine zusätzliche Fachperson temporär und in Teilzeit angestellt wurde. So soll sie der steigenden Nachfrage und dem zusätzlichen Bedarf nach Lektionen als Folge der Pandemie gerecht werden. Ausserdem hätten die Festangestellten der Fachstelle Zusatzstunden erhalten. Auf das nächste Schuljahr hin will der Staatsrat die Situation analysieren.

Verpflichtung sei unangemessen

Cléments Forderung nach einer grundsätzlichen Verpflichtung zum Sexualkundeunterricht erteilt der Staatsrat eine Absage. Clément hatte befürchtet, dass die Gesuche um Befreiung Kinder beträfen, deren Informationszugang zu Themen aus diesem Bereich ohnehin schon beschränkt ist. Die Folge sei, dass sie «mit Hypersexualisierung konfrontiert würden, oder sie würden zur Zielscheibe von Handlungen, die sich aus dieser ergeben». Die Schulleitungen hätten das Recht, einen Antrag auf Befreiung abzulehnen, stellt die Kantonsregierung jedoch klar.

Diese Tatsache ist bereits eine starke und effiziente Massnahme, und der Staatsrat hält eine Unterrichtspflicht für unverhältnismässig und kontraproduktiv.

Es müsse vielmehr darum gehen, einen guten Draht zu den Eltern zu haben und einen Dialog führen zu können.

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