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Der Staatsrat soll endlich Gas geben

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Autor: Hannes Währer

Zorn: Das ist es, was Gemeindebehörden und die lärmgeplagte Bevölkerung von Sugiez empfinden, wenn sie an das Vorgehen des Staatsrates bezüglich Lärmschutzmassnahmen beim Kreisel Péage in Sugiez denken. Und das mit Recht, schreibt der Gemeindeverband des Seebezirks in einer Medienmitteilung.

Der Anlass dazu sind die Antworten des Staatsrates auf zwei Anfragen von Grossrätin Bernadette Hänni (SP) und Grossrat Heinz Etter (FDP) zur sich seit der Expo.02 drastisch verschlechternden Verkehrssituation in Sugiez. Darin schreibt der Staatsrat, er beabsichtige im Jahr 2010 einen Probeeinbau für einen lärmreduzierenden Strassenbelag vorzunehmen. Wann eine definitive Lärmschutzlösung realisiert sein könnte, lässt er allerdings offen.

Sofort handeln

Das dauert dem Gemeindeverband des Seebezirks nun definitiv zu lange: «Der Vorstand verlangt, dass die Massnahmen sofort nach der touristischen Saison am Ende der diesjährigen Sommerferien ausgeführt werden», so die Medienmitteilung.

«Es sind keine Gründe bekannt, weshalb man die Massnahmen erst nächstes Jahr in Angriff nehmen soll», so Christiane Feldmann, Präsidentin des Gemeindeverbands des Seebezirks. «Den Worten sollen endlich Taten folgen», so die Forderung.

Möglichkeiten abwägen

Auch den Entscheid des Staatsrates, auf Lärmschutzwände zu verzichten und einem lärmreduzierenden Strassenbelag den Vorzug zu geben, soll nicht einfach hingenommen werden. «Die beiden Möglichkeiten müssen verglichen werden», verlangt die Präsidentin des Gemeindeverbands.

Dass die Wut nun langsam bis an die «Grenze des Erträglichen» hochkocht», wie sich Jean-François Chenaux, Syndic von Bas-Vully und Vorstand des Gemeindeverbands, ausdrückt, hat seine Gründe. In der Angelegenheit seien seit der Expo.02 «unzählige Versprechen» abgegeben worden – ohne sie je einzuhalten.

Falsche Annahmen

Als eines von vielen Beispielen führt Feldmann die Antwort des Staatsrates auf ein Postulat vom Juni 2006 von Ueli Johner Etter (SVP) und Ernst Maeder (FDP) an. Darin schrieb der Staatsrat, bei der Verträglichkeitsprüfung für den Verkehr beim Quartier Le Péage in Sugiez sei man von einer Verkehrszunahme von 30 Prozent ausgegangen. Da eine nachfolgende Verkehrszählung eine faktische Zunahme um rund 85 Prozent ergab, stellte der Staatsrat die Ausführung von Lärmschutzmassnahmen noch im selben oder im nächsten Jahr in Aussicht.

Nach Ablauf von weiteren drei Jahren werde man nun erneut vertröstet, so Feldmann. Das könne der Bezirk so nicht hinnehmen.

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