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Der Städter und der Geniesser im Streit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eines stellt der 66-jährige Yves Sunier gleich zu Beginn klar: Er grillt nicht, sondern betreibt Barbecue (siehe auch Kasten). Und dazu braucht es Holz. Der 30-jährige Matthias Haymoz hingegen schwört auf seinen Gasgrill.

 

 Yves Sunier, Sie barbecuen nur mit Holz; mit Gas zu arbeiten, käme Ihnen nicht in den Sinn. Wieso?

Yves Sunier:Wir haben so viel Holz in der Schweiz, da müssen wir doch nicht noch Gas importieren. Zudem ist eine Holzfeuerung weniger gefährlich.

 

 Matthias Haymoz, was sagen Sie als Gasgriller zum Argument des Imports?

Matthias Haymoz:Das stimmt, da kann ich nichts dagegen sagen. Aber auch ein Auto fährt mit importiertem Benzin. Mit dem Argument der Sicherheit bin ich aber nicht einverstanden. Einen Gasgrill muss man warten, dann ist er nicht gefährlich. Die Glut eines Holzfeuers hingegen kann gefährlich sein.

Sunier:Das stimmt. Auch ein Grill, der mit Holz betrieben wird, muss gerade am Boden stehen, damit er nicht kippen kann. Aber man kann ihn schliessen, damit kein Funkenwurf entsteht, sollte einmal ein Gewitter kommen. Mit einem Gasgrill ist mir einfach nicht wohl, ich habe Angst vor Explosionen.

 

 Ich bin erstaunt, dass Sie über die Sicherheit diskutieren. Ich ging davon aus, dass vor allem der Geschmack wichtig ist beim Grillieren und beim Barbecuen.

Sunier:Der Geschmack ist sehr wichtig. Beim Barbecue benutzen wir im Unterschied zum Grillieren sehr niedrige Temperaturen. Ein Grill ist viel zu heiss–das Fleisch wird ja auch meist schwarz. Beim Barbecue und seinem Niedergaren passiert das nicht.

Haymoz: Da ist der Gasgrill eben auch ideal: Man kann die Temperatur sehr gut regeln, besser als bei einem Holzgrill. Daher ist Gas viel praktischer als Holz; da kann die Temperatur ja nicht innert Kürze neu eingestellt werden. Zudem ist der Gasgrill schnell parat. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, kann ich mir ein Stück Fleisch grillieren. Das geht auf dem Gasgrill viel schneller als mit Holz. Und gerade in der Stadt ist ein Gasgrill ideal, weil er keinen Rauch produziert.

Sunier:Mit dreijährigem, trockenem Buchenholz gibt es auch fast keinen Rauch. Man darf einfach kein Tannenholz und vor allem kein feuchtes Holz nehmen. Nicht nur, weil der Rauch die Nachbarn stört: Auch das Fleisch erhält den Rauchgeschmack. Darum feuere ich nur mit Holzwolle an–ich will kein Fleisch, das nach Brandbeschleuniger riecht.

Haymoz:Ein Vorteil des Gasgrills ist auch das Putzen: Er ist schnell sauber, im Gegensatz zum Holzgrill. Und er produziert auch keine Asche, die dann noch fachgerecht entsorgt werden muss.

Sunier:Ja, vom Putzen kann ich ein Lied singen. Es dauert jeweils Stunden, bis wir nach einem grossen Auftrag unseren Smoker gereinigt haben.

Sommerzeit ist auchGrillzeit.In einer losen Serie gehen die FN Fragen rund um das Grillieren nach.

Yves Sunier. Bild njb

Definition

Barbecue und Grill: Der Unterschied

Grillieren ist im Sommer eine beliebte Kochmethode: Grill an, Fleisch drauf–fertig ist die Mahlzeit. Wer ein Barbecue machen will, braucht viel Zeit und die richtigen Geräte. Denn dabei werden grosse Fleischstücke in einer Grube oder in speziellen Barbecue-Smokern langsam bei 100 bis 130 Grad in der heissen Abluft eines Holzfeuers gegart. Yves Sunier (siehe Haupttext) gehört der Swiss Barbecue Association an, die auch Grill- und Barbecue-Meisterschaften organisiert. Mit seinem Team Acher organisiert er Barbecues für 30 bis 800 Leute.njb

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