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Der Stadtingenieur setzt auf Nachhaltigkeit

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Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg In den letzten acht Jahren war Fabien Noël Dienstchef für Mobilität in der Stadt Freiburg. Ab heute ist der ausgebildete Bauingenieur der neue Stadtingenieur. Emmanuelle André, bisher Mobilitäts-Chefin der Stadt Lau- sanne, übernimmt am 1. April das Amt für Mobilität.

Der Manager

Seine Erfahrung als Mobilitäts-Chef werde ihm im neuen Posten helfen, sagt Noël: Zum einen habe er Einblick in sehr viele Dossiers des Stadtingenieurs gehabt. Zum andern habe er Management-Erfahrung gesammelt. «Als Stadtingenieur hat man viele Sektoren unter sich, aber nur wenige Leute – da ist Management fast wichtiger als technisches Wissen.»

Der Stadtingenieur kümmert sich um das Strassennetz, die öffentliche Beleuchtung, das Abwasser-Leitungsnetz und um das Strasseninspektorat. Er hat zudem die Führung bei Projekten wie der Poyabrücke oder der Sanierung der Abfalldeponie Pila. Bei anderen Bauprojekten – wie den städtischen Schulen, die saniert und ausgebaut werden – tritt der Stadtingenieur in beratender Funktion auf.

Noël will das Problem der Abfälle in Freiburg angehen – auch Littering genannt. «In der Stadt liegen zu viele Abfälle herum.» Dafür will der 40-jährige in diesem Jahr einen Aktionsplan ausarbeiten.

Im Verlaufe des Jahres wird in der Abwasserreinigungsanlage der Stadt Freiburg die Biogasanlage in Betrieb genommen, welche Strom ins Netz speist (die FN berichteten). Fabien Noël denkt bereits weiter: «In der Abwasserreinigungsanlage entsteht auch Wärme – diese könnten wir nutzen, um Gebäude zu heizen.» Der neue Stadtingenieur macht sich auch bereits Gedanken zur bioaktiven Deponie in Châtillon: «Wir müssen mittel- und langfristig planen, wo wir die Abfälle lagern können.»

Austausch mit Bern

Noël, der früher beim Tiefbauamt der Stadt Bern gearbeitet hat, strebt den Austausch mit der Stadt Bern an. «Sie haben einen Vorsprung in Sachen Littering, wir sind weiter mit Flüsterbelägen auf Strassen für den Lärmschutz.»

Philippe Dreyer: Gutes Arbeitsklima und viele Konflikte rund ums Poya-Projekt

Philippe Dreyer war sechzehn Jahre lang Freiburger Stadtingenieur, davor acht Jahre lang stellvertretender Stadtingenieur. Ab heute ist er pensioniert. Den ganzen Februar über wird er aber noch einige Male in seinem Büro in der Baudirektion anzutreffen sein: Er räumt auf, nimmt noch an einigen Sitzungen teil und übergibt nach und nach die Geschäfte an seinen Nachfolger Fabien Noël (siehe Haupttext).

Während seiner Zeit als Stadtingenieur hat Philippe Dreyer das Projekt der Poyabrücke begleitet. Bevor der Kanton das Projekt übernahm, war die Stadt Bauherrin – und Philippe Dreyer hat zahlreiche Arbeitsstunden investiert. «Das Projekt war von Beginn weg von Konflikten geprägt», sagt er. Zwar werde nun gebaut, doch komme mit der Umsetzung der Begleitmassnahmen das nächste grosse Problem auf die Stadt und den Stadtingenieur zu: «Wir werden viele Einsprachen gegen die Schliessung der Zähringerbrücke für den Privatverkehr haben – auch wenn diese Massnahme von Beginn weg angekündigt worden ist.»

Wenn Philippe Dreyer in seinen Jahren als Stadtingenieur eines gestört hat, dann der Einfluss von Kommissionen und Organisationen: «Das Poya-Projekt der Stadt beispielsweise war viel besser als das jetzige – aber es musste angepasst werden.»

Der 60-Jährige geht nun in die frühzeitige Pension, doch arbeitslos wird er nicht: Er unterrichtet Ingenieure an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg.

Philippe Dreyer schätzt das gute Arbeitsklima auf der Baudirektion: Es seien einige Freundschaften entstanden. «Meine Kollegen werden mir fehlen.» njb

Philippe Dreyer.Bild njb

Fabien Noël.Bild njb

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