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Der Steinbruch «Roggeli» kann wieder in Betrieb genommen werden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: ANTON JUNGO

«Die Raumplanungs-, Umwelt und Baudirektion hat mit Entscheid vom 19. August 2009 die Änderung des Bebauungsplanes, nämlich die Einzonierung der Materialabbauzone ?Roggeli? gutgeheissen», hält der Gemeinderat von Plasselb in den Gemeindeinformationen fest. Gemeindeschreiber Anton Raemy bestätigte, dass die Firma Hertig Natursteine AG ebenfalls die Ausbeutungsbewilligung erhalten hat.

Die Firma hatte im März 2008 ein Bau- und Ausbeutungsgesuch für die Reaktivierung des Steinbruchs Roggeli öffentlich aufgelegt.

Einsprachen erledigt

Gegen das Ausbeutungsgesuch waren vier Einsprachen eingegangen. Die Beschwerdeführer befürchteten erhöhte Lärmemissionen, die durch den Wegtransport des abgebauten Materials entstehen, zumal auch die Lastwagen für die Transporte aus dem Tatüren-Steinbruch die gleiche Zufahrtsstrasse verwenden – sind beide Steinbrüche in Betrieb, rechnen Experten mit bis zu 30 Lastwagen pro Tag.

Diese Einsprachen wurden gemäss Anton Raemy entweder zurückgezogen – eine – oder aber abgewiesen. Da die Einsprecher darauf verzichtet hatten, ihr Begehren an die nächste Instanz weiterzuziehen, erwächst der Ausbeutungsbewilligung Rechtskraft.

Vorarbeiten noch im Herbst

Ursprünglich war einmal vorgesehen, dass mit dem Abbau Ende 2008 begonnen werden sollte. Durch die Einsprachen verzögerte sich aber der Abbau. Wie Heinz Hertig von der Hertig Natursteine AG auf Anfrage erklärte, werden die Vorbereitungsarbeiten noch im Herbst 2009 aufgenommen. Der Zufahrtsweg muss erstellt, der Wald abgeholzt (ca. vier Hektaren) und die Infrastruktur für den Steinbruch erstellt werden. Im Frühjahr möchte Heinz Hertig mit dem Abbau beginnen.

Wie die Firma anlässlich einer Informationsveranstaltung bekannt gegeben hatte, soll das abgebaute Material in einer Halle vor Ort verarbeitet und dann abtransportiert werden (vgl. FN vom 18. Februar 2008). Hertig nimmt an, dass die Halle innerhalb von ein bis zwei Jahren gebaut werden kann.

Das in Münsingen ansässige Familienunternehmen Hertig importiert Natursteine aus dem Ausland und unterhält u. a. in Norwegen mehrere Steinbrüche. Geplant ist, dass der Abbau im Roggeli in bis zu zwölf Etappen in den nächsten 30 Jahren erfolgt. Bis dahin sollen rund 500 000 Kubikmeter Quarzsandstein abgebaut sein. Daraus sollen etwa 920 000 Tonnen Fertigprodukte erstellt werden: Blöcke für den Wasserbau, Steine für Stützmauern sowie Gestaltungs- und Pflastersteine. Das Abfallmaterial soll zu Kies verarbeitet werden; man rechnet in der Endphase mit rund 86 000 Kubikmetern Kies. Nach dem Abbau soll die ausgebeutete Fläche jeweils wieder aufgeforstet werden. Für die Wiederherstellung des Geländes muss die Firma einen Fonds errichten, dessen Gelder nur diesem Zweck dienen.

80 Rappen pro Tonne Kies

Die Gemeinde als Eigentümerin des Landes wird vom Abbau profitieren. Anlässlich der erwähnten Informationsveranstaltung war bekannt gegeben worden, dass die Gemeinde pro Tonne abgebauten Materials 180 und pro Tonne Kies 80 Rappen erhält.

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