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Der Tanz sprengt Grenzen

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Der Tanz sprengt Grenzen

Zehn Jahre Disco für Behinderte und Nichtbehinderte

Am 5. Februar findet in Düdingen bereits die 50. Disco für Behinderte und Nichtbehinderte statt. Gleichzeitig ist es zehn Jahre her, seit dieses Angebot geschaffen wurde – ein Anlass, der von den Teilnehmenden immer noch sehr geschätzt wird.

Mit NELLY KUSTER
sprach IMELDA RUFFIEUX

Wie ist vor zehn Jahren die Idee für eine Disco für Behinderte und Nichtbehinderte eigentlich entstanden?

Die Idee kam von der Pfarrei Düdingen. Im Rahmen der Feierlichkeiten für die Eröffnung des Jugendraumes wollte man Menschen mit einer Behinderung zu spüren geben, dass auch für sie im Jugendraum und in der Pfarrei Platz ist. Die erste Disco wurde von der Jubla Düdingen und einigen Pfadi-Mitgliedern organisiert in Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Behindertenseelsorge Deutschfreiburg.

Fanden die Anlässe von Anfang an guten Anklang oder brauchte es eine gewisse Anlaufzeit?

Es war schon bei der ersten Disco eine Superstimmung mit rund 100 Personen aus ganz Deutschfreiburg und der bernischen Nachbarschaft, und die Begeisterung hat seither nie nachgelassen. Manchmal waren über 120 Personen da, so dass für die Düdinger Disco der Jugendraum zu eng wurde und wir deshalb seit dem August 2002 Gastrecht im Begegnungszentrum haben.

Die Disco ist ausgeschrieben für Behinderte UND Nichtbehinderte. Sind auch Nichtbehinderte dabei?

Ja, das freut mich ganz besonders, dass jedes Mal auch nichtbehinder-
te Jugendliche und Erwachsene
mitmachen. Da sind z. B. Angehöri-ge mit Kolleginnen und Kollegen, dann natürlich Betreuer als Begleitpersonen, aktuelle und ehemalige Religionsschüler, Firmlinge sowie «Pfarrei-/Kirchgemeinde-Delegierte», das sind Personen, die sich in
Zusammenarbeit mit der Behinderten-Seelsorge in den Gemeinden verantwortlich fühlen für die Anliegen von Menschen mit einer Behinderung.

Eine nichtbehinderte Jugendliche hat mir mal gesagt, für sie seien das die besten Discos, die sie kenne. Am schönsten an diesen Discos ist, dass die Grenzen zwischen behindert und nichtbehindert (fast) nicht mehr zu spüren sind.

Bereits kann die 50. Disco durchgeführt werden – Hat sich am Konzept gegenüber den Anfangszeiten etwas geändert?

Nein, eigentlich haben wir das Konzept über all die Jahre beibehalten. Die wesentlichen Punkte daran sind: Die Zeit ist klar begrenzt, also ohne Open-End. Dies ist wichtig, da ja viele Besucher von Angehörigen oder Transport-Diensten abgeholt werden müssen. Im Eintrittspreis von drei Franken sind die Getränke und ein kleiner Imbiss inbegriffen. Und eben: Es ist nicht eine «Behinderten-Disco», sondern eine Disco, zu der alle Leute, Jung und Alt, eingeladen sind.

Wer organisiert den Anlass, wer hilft bei der Durchführung und wie steht es mit der Finanzierung?

In Düdingen ist es seit der zweiten Disco die Religionslehrerin Annemarie Herren, die mit ihren Familienangehörigen und aktuellen und ehemaligen Religionsschülerinnen und
-schülern die Organisation und Durchführung leitet, zusammen mit unserem äusserst begabten und beliebten DJ Roger Lehmann, der die musikalischen Vorlieben der Besucher bestens kennt und immer wieder viel zur guten Stimmung beiträgt.

In Murten gibt es seit November 1997 Discos, die von den Verantwortlichen für Jugendpastoral organisiert und zusammen mit einem Team von Jugendlichen durchgeführt werden. Für die Discos in Tentlingen ist jeweils eine Ad-hoc-Gruppe zuständig.

Dank ehrenamtlicher Tätigkeit aller Verantwortlichen sind die meisten Discos selbsttragend, d. h. dass die Eintrittsgelder reichen, um den Imbiss und die Getränke zu finanzieren. Wenn es Defizite gibt, werden sie aus der Spenden-/Kollektenkasse der Behindertenseelsorge gedeckt.

Sind neben Murten und Tentlingen auch noch andere Austragungsorte in Planung?

Wir suchen im Moment keine neuen Orte, da wir bemerken, dass viele Menschen mit einer Behinderung oft auch an anderen Festen mitmachen und dass mit vier bis fünf Discos pro Jahr der Bedarf gedeckt ist.

Wird das Jubiläum am 5. Februar speziell gefeiert?

Ja, aber darüber möchten wir jetzt natürlich noch nichts verraten – es wird sicher Geburtstagsüberraschungen geben.
Jubiläums-Disco

Die Jubiläums-Disco findet am kommenden Samstag, 5. Februar, von 19 bis 22 Uhr im Begegnungszentrum Düdingen statt. Fasnächtliche Verkleidung ist erwünscht, aber nicht vorgeschrieben. Der Eintritt beträgt drei Franken.

Kontakt: Ökumenische Behindertenseelsorge Deutschfreiburg (OEBS DtFr): Christian Frei, ref. Pfarrer, 026 481 22 74, oder Nelly Kuster, Pastoralassistentin, 026
322 42 35. FN/Comm.

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