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Der Täter legt ein Geständnis ab

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Aarau/Bulle Gestern Nachmittag hat der mutmassliche Mörder von Lucie Trezzini ein Geständnis abgelegt. Einzelheiten könnten jedoch noch nicht bekannt gegeben werden, teilte die Aargauer Kantonspolizei mit. Der 25-jährige Schweizer, in dessen Wohnung die tote Lucie am Sonntag gefunden worden war, hatte sich am Montag in Zürich der Stadtpolizei gestellt. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.

18-Jähriger wieder frei

Ein 18-jähriger Schweizer aus der Region Baden, der im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt verhaftet worden war, ist wieder auf freiem Fuss. Er stehe in keinem direkten Zusammenhang mit der Tat, sagte die Polizei. Der Täter hatte ihn von Lucies Handy aus angerufen. Die Auswertung des Handys führte die Polizei zum 25-Jährigen. Diesen hatte die Aargauer Kantonspolizei am Montag kurz einvernommen. Nach der Festnahme in Zürich wurde der Mann direkt ins Institut für Rechtsmedizin in Bern gebracht. Dort sind allfällige Spuren gesichert worden.

Die Spurensicherungen am Fundort der getöteten Lucie – in der Wohnung des 25-jährigen Täters in Obersiggenthal (AG) – sind noch nicht abgeschlossen. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen in der Wohnung getötet wurde.

«Kommissar Handy»

Auf die Spur des mutmasslichen Täters hatte «Kommissar Handy» geführt. Der 25-jährige Schweizer hatte seinen 18-jährigen Bekannten mit dem Handy des Opfers angerufen. Um an die Daten des Handys zu gelangen, hatten die Behörden eine so genannte Notopfersuche beim Mobilfunknetzbetreiber veranlasst. Dabei nahmen sie mittels eines richterlichen Beschlusses Einsicht in die über das Handy hergestellten Verbindungen.

Lucie Trezzini war seit letztem Mittwoch vermisst worden: Sie war von einem Ausflug an ihrem freien Nachmittag nicht mehr zu ihrer Au-Pair-Familie zurückgekehrt. Die Familie und Freunde hängten daraufhin Plakate in Zürich, Baden und in Freiburg auf, um auf die Vermisste aufmerksam zu machen.

Der mutmassliche Täter war 2004 wegen versuchter vorsätzlicher Tötung in die Arbeitserziehungsanstalt Arxhof im Baselbiet eingewiesen worden. Als 19-Jähriger hatte er im Mai 2003 eine ehemalige Arbeitskollegin unter Kokain- und Alkoholeinfluss brutalst geschlagen und gewürgt. Die Psychiatrische Klinik Königsfelden im Kanton Aargau hatte ihn damals wegen diesem Gewaltdelikt begutachtet. 2004 wurde er vom Bezirksgericht Bremgarten (AG) verurteilt. Damals wurde auch die Verwahrung geprüft, jedoch nicht angeordnet. Im August 2008 wurde der 25-Jährige entlassen. Die Entlassung erfolgte unter Auflagen, unter anderem einer Suchtbetreuung.

Bischof hält Trauermesse

Der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Bernard Genoud, wird voraussichtlich die Trauermesse für Lucie zelebrieren. Genoud ist ein Freund der Familie und hatte Lucie schon getauft und ihre Eltern getraut. Dass er die Messe zelebriere, sei mit Lucies Familie so abgesprochen, sagte Genoud. Sollte die Beerdigung am Samstag stattfinden, könnte er wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht anwesend sein. Zurzeit sind Ort und Datum der Trauerfeierlichkeiten nicht bekannt. sda

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