Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Tatverdächtige hat sich gestellt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Seit Mittwoch warteten die Eltern von Lucie auf ein Lebenszeichen ihrer Tochter. Nun hat sich ihre Hoffnung zerstört: Das 16-jährige Au-Pair-Mädchen wurde am Sonntagabend tot in einer Wohnung in der Nähe von Baden aufgefunden. Das Mädchen sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, sagte Urs Winzenried, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, gestern vor den Medien: Gegen Lucie sei massiv «stumpfe und scharfe Gewalt» ausgeübt worden. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen in der Wohnung des mutmasslichen Täters getötet wurde. Noch steht die formelle Identifikation der Leiche aus.

Bei den Ermittlungen steht laut Winzenried ein sexuelles Motiv im Vordergrund. Ob Lucie sexuell missbraucht worden sei, werde die Obduktion durch das Institut für Rechtsmedizin in Bern zeigen.

Tatverdächtiger vorbestraft

Der Tat dringend verdächtigt wird der 25-jährige Schweizer, dem die Wohnung gehört, in der Lucie gefunden wurde. Der bereits wegen Gewalt-, Vermögens- und Betäubungsmitteldelikten vorbestrafte Mann stellte sich am Montag in Zürich der Stadtpolizei und wurde inhaftiert. Er legte jedoch kein Geständnis ab.

Der Koch ist ledig und war seit einigen Wochen arbeitslos, wie Winzenried sagte. Er war bereits 2003 wegen versuchter Tötung einer jungen Frau zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Diese Tat hatte laut Winzenried einen sexuellen Hintergrund. Seit August 2008 war der Mann wieder auf freiem Fuss. Laut einer Meldung der Sendung «Zehn vor zehn» war diskutiert worden, ob der Mann verwahrt werden sollte.

Ebenfalls verhaftet wurde im Zusammenhang mit dem Fall ein 18-jähriger Schweizer aus der Region Baden, ein Bekannter des 25-Jährigen. Auf die Spur des Täters kam die Polizei aufgrund der Auswertung der Anrufe von Lucies Handy. Der mutmassliche Täter hatte damit den 18-Jährigen angerufen. Dieser versicherte der Polizei, er kenne Lucie nicht. Er gab bei der Befragung an, sein Kollege habe sich beim Anruf «eigenartig benommen». Aufgrund dieser Aussage kontrollierte die Polizei die Wohnung des 25-Jährigen.

Dieser war nicht zu Hause. Im Badezimmer fand die Polizei am Sonntagabend die Leiche des Au-Pair-Mädchens. Die Wohnung liegt in Rieden, einem Dorfteil von Obersiggenthal. Diese Gemeinde befindet sich in der Nähe von Baden im Kanton Aargau. sda

Mehr zum Thema