Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Titelverteidiger demontiert Italien

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Euro 2012 Spanien hatte sich das Beste für den Schluss aufgehoben. Was hatten die Iberer im Verlauf des Turniers doch alles für Kritik einstecken müssen. Langweilig sei ihr Spiel, nur auf die Breite ausgerichtet. Gestern, zum Abschluss des Turniers in Kiew, war es nicht so. Spanien spielte in der Vorwärtsbewegung begeisternd auf und konnte die Trophäe Henri Delaunay mit der Überzeugung entgegennehmen, immer noch die beste Mannschaft der Welt zu sein.

Gesamte Offensive beseelt

In der letzten Viertelstunde, als die Italiener die Kräfte und der Glaube verlassen hatten, spielten die Spanier mit ihrem Gegner Katz und Maus. Der eingewechselte Publikumsliebling Fernando Torres, einziger Torschütze im Final vor vier Jahren, traf in der 84. Minute zum 3:0 und gab kurz darauf die Vorlage zum Treffer von Juan Mata. Noch nie hatte eine Mannschaft in einem EM-Final vier Tore erzielt.

Das entscheidende hatten die Spanier aber zuvor vollbracht. In der ersten Halbzeit hatte das Ensemble mit sechs Spielern des FC Barcelona zweimal zugeschlagen, als es noch schwer war, sich durch die italienische Hintermannschaft zu spielen. Zum ersten Mal nach einer knappen Viertelstunde: Nach einer beeindruckenden mehrminütigen Druckphase fand Andres Iniesta mit seinem Pass in die Tiefe Cesc Fabregas. Dessen Flanke verwertete David Silva mit dem Kopf zum 1:0. Auch am Ursprung des zweiten Treffers nach 41 Minuten stand ein geniales Zuspiel. Diesmal von Xavi, der den Linksverteidiger Jordi Alba perfekt lancierte.

Alba, der sein erstes Tor im Trikot der Nationalmannschaft schoss, Silva, der seinen fünften Skorerpunkt im Turnier buchte, Torres, der EM-Torschützenkönig, und Edeljoker Mata waren die Vollstrecker, aber nicht unbedingt die entscheidenden Figuren. Dass Spanien deutlich besser und überzeugender auftrat als in den Spielen zuvor, lag in erster Linie an Xavi und Iniesta. Die beiden Mittelfeldspieler mit dem Gespür für das richtige Dribbling und für den letzten Pass zeigten ihre mit Abstand beste Leistung des Turniers. Sie gaben nicht nur den Rhythmus vor, sie sorgten für den Unterschied, weil sie immer versuchten, Entscheidendes zu leisten. Das gesamte spanische Team war vom Offensivgeist beseelt.

Wie eine Nummer eins

Auf der Gegenseite konnte Mario Balotelli nicht an seine Leistung aus dem Halbfinal gegen Deutschland anknüpfen. Der gefährlichste italienische Angreifer war der zur Pause eingewechselte Antonio Die Natale, der einmal mit einem Kopfball das Ziel nur knapp verfehlte und später mit einem Schuss aus idealer Position an Spaniens Goalie Iker Casillas scheiterte. Die Natale war im ganzen Turnier der einzige Spieler, der Casillas bezwingen konnte. In Spielen der K.o.-Runde gelang dies in den vergangenen 990 Minuten keinem mehr!

Dass es nicht alles versucht hätte, muss sich das Team von Cesare Prandelli nicht vorwerfen lassen. Phasenweise kombinierte es stark und brachte gefährliche Flanken in die Nähe von Casillas. Es hätte gestern aber alles stimmen müssen für die Italiener, um die schöne Geschichte, die sie in der Ukraine und in Polen geschrieben haben, zu einem Happy-End zu bringen. Das war nicht der Fall. Am Ende mussten sie, auch physisch angeschlagen, vor der spanischen Überlegenheit kapitulieren.

In den letzten Wochen war am spanischen Thron gerüttelt worden. Die Mannschaft von Trainer Del Bosque liess sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Sie spielte wie die Nummer 1 der Weltrangliste, nicht immer spektakulär, aber souverän – und mit einer gewissen Marge, wie ihr letzter Auftritt gegen Italien bewies.Si

 

Telegramm

Spanien – Italien 4:0 (2:0)

 

Olympiastadion, Kiew. – 60000 Zuschauer. – SR Proença (Por).Tore: 14. Silva 1:0. 41. Jordi Alba 2:0. 84. Torres 3:0. 88. Mata 4:0.

Spanien: Casillas; Arbeloa, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba; Xavi Hernandez, Busquets, Xabi Alonso; Silva (59. Pedro), Fabregas (75. Torres), Iniesta (87. Mata).

Italien:Buffon; Abate, Barzagli, Bonucci, Chiellini (21. Balzaretti); Pirlo; Marchisio, Montolivo (56. Thiago Motta), De Rossi; Balotelli, Cassano (46. Di Natale).

Bemerkungen: Beide Teams komplett. Verletzt ausgeschieden: 21. Chiellini. 61. Thiago Motta (Italien ab diesem Zeitpunkt zu zehnt). Verwarnungen: 25. Piqué. 45. Barzagli (beide wegen Fouls).

 

Mehr zum Thema