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Der TS Volley Düdingen überzeugt

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Düdingen gegen Schaffhausen, das war am Samstag das Duell jener beiden Teams, die beim Saisonstart für eine Überraschung gesorgt hatten – das eine für eine positive, das andere für eine negative: Kanti hatte Volero Zürich sensationell mit 3:2 besiegt und dafür gesorgt, dass sich der grosse Dominator der letzten Jahre nach 185 Siegen erstmals wieder geschlagen geben musste. Die Düdingerinnen kehrten derweil mit Sorgenfalten aus Lugano zurück, wo sie gegen den letztjährigen Tabellenneunten in fünf Sätzen verloren hatten.

Unter diesen Voraussetzungen erstaunte es doch ein bisschen, dass die Power Cats die Gäste aus Schaffhausen so unsanft auf den Boden der Realität zurückholten. Ihr 3:0-Erfolg war indes ebenso verdient wie deutlich: Einzig im zweiten Satz vermochte Kanti etwas Paroli zu bieten, ansonsten kontrollierten die entfesselt und variabel aufspielenden Senslerinnen die Partie.

«80 Prozent der Zeit gut gespielt»

Im ersten Satz wechselte die Führung mehrere Male hin und her, ehe sich Düdingen bei 17:17 absetzte. Mit einer Fünf-Punkte-Servicereihe machte die glänzend aufgelegte Ines Granvorka den Sack schliesslich zu (25:18).

Im zweiten Durchgang fanden die Gäste zwischenzeitlich zu ihrer Normalform und lagen mit 17:13 vorne, den Power Cats gelang aber ohne grössere Probleme noch die Wende. Erfreulich war es, in dieser Phase zu sehen, dass sie über gute Alternativen auf der Bank verfügen. Als Trainer Dario Bettello beim Stand von 20:19 die zweite Passeuse Zora Widmer und Aussenangreiferin Pamela Gfeller einwechselte, war kein Leistungsabfall zu verzeichnen. Im Gegenteil, die beiden fügten sich nahtlos ins Team ein und trugen ihre Punkte zum 25:21-Sieg bei.

Damit war die Partie im Prinzip bereits gelaufen – der dritte Satz wurde zum Schaulaufen der Einheimischen. Kanti, nun völlig aus dem Tritt, war in der stimmungsvollen Leimackerhalle chancenlos. Den Matchball zum abschliessenden 25:15 verwertete Sabel Moffett mit einem wuchtigen Smash und krönte damit ihre starke Leistung als beste Düdinger Punktesammlerin. «In Anbetracht des frühen Meisterschaftszeitpunkts haben wir eine beeindruckende Leistung gezeigt», freute sich Bettello über den Auftritt seines Teams. «In Lugano haben wir 40 Prozent der Zeit gefällig gespielt, heute waren wir viel präsenter und 80 Prozent der Spieldauer gut. Wir waren aufmerksamer, reaktionsschneller und aggressiver als der Gegner. Das hat sich ausbezahlt.»

Kantis Trainer Nicki Neubauer wirkte an seiner vorherigen Wirkungsstätte verständlicherweise niedergeschlagen. «Wir haben 140 Prozent weniger Leistung gezeigt als gegen Volero.» Man habe es nicht geschafft, den Gegner unter Druck zu setzen. «Wenn Düdinger in der Annahme gut steht und keine Fehler macht, ist es mit seinen offensiven Qualitäten kaum zu schlagen. Für mich gehören die Power Cats ganz klar in die Top 3.»

Überzeugende Düdinger Neuverpflichtungen

Im starken Düdinger Kollektiv vermochten auch die vier Neuverpflichtungen bei ihrer Heimpremiere ausnahmslos zu gefallen. Auf der Position der Libera gab Trainer Dario Bettello erneut seiner Neuverpflichtung Thays Deprati den Vorzug gegenüber dem Düdinger Eigengewächs Flavia Knutti. Die Tessinerin dankte das Vertrauen mit einer tadellosen Leistung. Die Schweizer Nationalspielerin war in der Annahme und in der Defensive der ruhende Pol, agierte sehr stabil und präzis und übernahm Verantwortung. Spielt Deprati weiterhin auf diesem Niveau und bleibt sie verletzungsfrei, dann dürfte es für Knutti schwierig werden, der 25-Jährigen ihren Stammplatz streitig zu machen.

Zu überzeugen wusste auch Courtney Felinski. Die amerikanische Aussenangreiferin brachte viel Zug und Druck in die Offensive. Zwar produzierte sie im Angriff den einen oder anderen Fehler, was in erster Linie aber daran lag, dass sie sich nicht scheute, auch die schwierigen Bälle anzugreifen und dadurch den Druck auf die Gegnerinnen aufrechtzuhalten. Zudem bewies die 25-Jährige gute Allrounder-Qualitäten, war in der Defense ein sicherer Wert und brachte mit ihren wuchtigen Services die Schaffhausnerinnen immer wieder in Bedrängnis. Viele Angriffe der Power Cats liefen über Felinski, nur ihre Landsfrau Danielle Harbin war diesbezüglich noch aktiver, allerdings auch etwas weniger erfolgreich. Die Diagonalspielerin brachte mehrere Male ihr grosses Talent zur Geltung und tat sich als eiskalte Vollstreckerin hervor. Tolle Aktionen wechselten sich bei der Amerikanerin allerdings noch zu oft mit leichten Fehlern ab. Gelingt es Harbin, ihre Leistungen zu stabilisieren – und davon ist bei der erst 22-Jährigen auszugehen – wird sie den Power Cats in dieser Saison noch viele Punkte bescheren.

Mit kleinen Abstrichen zu überzeugen wusste auch der vierte Düdinger Neuzugang, Kerley Becker. Im Angriff erwischte die 31-Jährige gegen Kanti nicht ihren besten Tag und konnte sich nur vereinzelt in Szene setzen. Dafür wusste die Brasilianerin, mit 186 cm die grösste Düdinger Spielerin, im Block (6 Blockpunkte) und beim Aufschlag (18 Services) zu überzeugen. Zudem demonstrierte Becker, dass sie mit ihrer Persönlichkeit schon jetzt eine ganz wichtige Stütze im Team der Power Cats ist: Auf dem Platz ist sie die mal besonnene, mal energische, aber stets zielorientierte Leaderin, die das Team dirigiert und ihre Mitspielerinnen mitreisst. In Düdingen wird man an der Südamerikanerin in den kommenden Spielen sicherlich noch viel Freude haben.

Im Tiebreak eingebrochen

Den Schwung vom Samstag­spiel vermochte Düdingen am Sonntag nach Basel mitzunehmen. Gegen Sm’Aesch-Pfeffingen, dass seine erste Partie der Wochenend-Doppelrunde bereits am Freitag (Sieg gegen NUC) ausgetragen und damit einen Tag mehr Erholungszeit hatte, verloren die Freiburgerinnen erst nach hartem Kampf mit 2:3. Zweimal legte das ungeschlagene Sm’Aesch-Pfeffingen nach Sätzen vor, zweimal konnte das Team von Bettello nachlegen. Im fälligen Tiebreak waren die Düdingerinnen dann auf bestem Weg, den zweiten Sieg an diesem Wochenende zu holen. Doch die Gäste vergaben eine 8:3-Führung. Womöglich auch, weil die Kräfte ausgingen, denn Düdingen setzte nur sieben Spielerinnen ein.

Telegramme

Düdingen – Schaffhausen 3:0 (25:18, 25:21, 25:15)

Leimacker. 358 Zuschauer.

TS Volley Düdingen: Marbach (Passeuse), Felinski, Becker, Harbin, Granvorka, Deprati (Libera), Moffett; Widmer, Gfeller.

Kanti Schaffhausen: Edberg (Libera), Riddle, N. Lutz, Cukseeva, Boillat, Holaskova, Stapleton; Guyer, A. Lutz, Lowak, Smiljkovic.

Bemerkungen: Düdingen ohne Marx (verletzt) und Rottaris (VBC Freiburg).

Aesch-Pfeffingen – Düdingen 2:3 (25:16, 23:25, 25:20, 21:25, 15:13)

Sm’Aesch-Pfeffingen: Von Piekartz (Libera), Walch, White, Ennok, Storck, Matter; Zaugg, Pogany.

TS Volley Düdingen: Marbach (Libera), Felinski, Deprati, Moffett, Granvorka, Harbin, Becker.

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