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Der Überlebende eines Unglücks wandert seit acht Jahren durch die Welt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal Jäggi

Während auf der einen Seite des Bahnhofs Freiburg der neue Ständeratspräsident Alain Berset pompös empfangen wird, sitzt auf der anderen Seite ein gebeugter, unrasierter, älterer Herr, neben ihm steht ein grosser Rucksack. Momentan läuft er den Jakobsweg ab, eine kleine Etappe seiner Tour.

José Antonio Garcia Calvo ist gerade aus Bern gekommen – zu Fuss, so wie er das seit dem Jahr 2000 tut. Ein Jahr zuvor hatte er ein Schiffsunglück in der Nähe von Norwegen überlebt, als einziger von 17 Personen an Bord. Dieses Ereignis hat in ihm ganz offensichtlich einiges ausgelöst, anders ist es kaum zu erklären, wie er bei Wind und Wetter schon solange von seiner Heimat und Familie entfernt, unterwegs sein kann.

Zurückweisung bei der spanischen Mission

In Freiburg hat er bereits bei der Kathedrale und bei der spanischen katholischen Mission um einen Schlafplatz nachgefragt – ohne Erfolg. Besonders die Verweigerung letzterer schmerzt den Mann aus Cadiz in Andalusien.

Jetzt muss er hoffen, dass er fünf Franken zusammenbringt, um wenigstens in der Notschlafstelle übernachten zu können. Betteln tue er aber nie. «Manche Menschen geben mir etwas Geld, dafür bin ich sehr dankbar», meint der Wanderer. Und wenns nicht reicht? «Dann schlafe ich nicht!»

Wahrscheinlich muss er sich also ein Plätzchen in den Strassen suchen. Einst ist Garcia Calvo mit einem Schlafsack und Zelt aufgebrochen, doch diese seien ihm geklaut worden. Dennoch habe er eigentlich keine grösseren Probleme mit den Menschen, auch nicht mit den Behörden gehabt, weder in Europa noch im Rest der Welt (Asien, Afrika und Amerika hat er ebenfalls schon bereist).

Artikel fein säuberlich gesammelt

Auf die Frage, wie er sich die ganzen Zusatzkosten leisten kann, hat er nur ein Achselzucken übrig, die beeindruckende «Pressemappe», die er mit sich führt (rund 3000 Artikel nach eigenen Angaben), deutet an, wie es doch reichen kann, um Essen, neue Schuhe (34 hat Garcia Calvo schon verbraucht, das 35. Paar sieht auch schon mitgenommen aus) und Übernachtungen zu bezahlen. Schon bald komme auch noch das Schweizer Fernsehen vorbei, sagt der Weltwanderer zum Abschluss. Vielleicht reicht es ja doch noch für eine Übernachtungsmöglichkeit.

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