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Der Underdog mit dem grösseren Herz

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Der Underdog mit dem grösseren Herz

Basketball: Olympic verliert zuhause gegen Lausanne-Morges

Nach einem Zwischenhoch sind die Basketballer von Freiburg Olympic nun wieder auf dem absteigenden Ast. Gegen die dezimierten, dafür aber umso kämpferischeren Gäste von Lausanne-Morges setzte es in der Schlussphase noch eine bittere 94:98-Heimniederlage ab.

Von FRANK STETTLER

Nach einer Serie von drei Erfolgen in Fiba-Cup und Meisterschaft setzte es nun ebenso viele Pleiten in Folge ab. Waren die Niederlagen in Genf und Kunin (Tsch) noch halbwegs zu akzeptieren, so muss einem die Leistung gegen die Waadtländer zu denken geben. Das junge Team vom Coach Stéphane Jung musste mit Bachmann und Sarovic (beide verletzt) auf zwei seiner besten Leute verzichten. Dies hinderte die engagiert auftretenden Lausanner aber nicht, in der einstigen «Hochburg» Heilig-Kreuz-Halle verdient zu siegen und in der Tabelle punktemässig zu den Saanestädtern aufzuschliessen. «Wir hatten hier absolut nichts zu verlieren, hatten keinen Druck. Es ist eine grosse Befriedigung für mich, in Freiburg zu gewinnen. Und dies ohne zwei wichtige Spieler», äusserte sich Jung nach der Partie zufrieden. Die Differenz zwischen Lausanne-Morges und Olympic an diesem Samstag beschrieb Flügelspieler Gino Martinez am trefflichsten: «Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mit einem Erfolg unsererseits gerechnet. Doch wir haben den Kopf nie hängen lassen und bis zum Schluss gekämpft. Dies hat sich am Ende ausbezahlt.»

Nohr: «Bin sauer und frustriert»

Einmal mehr machte also der Einsatz und die Einstellung – zu ungunsten der Freiburger – den Unterschied aus; eine bedenkliche Tatsache. Olympic-Captain Randy Nohr hält denn auch nicht mit der Kritik gegenüber seiner Kollegen zurück: «Es gibt einige Spieler im Team, die hart mit sich selbst ins Gericht gehen müssen. Manch einer versteht seine Rolle in der Mannschaft noch nicht. Auch ich habe es heute nicht geschafft, das Team gut spielen zu lassen, obwohl dies eigentlich mein Job als Playmaker ist. Ich bin sauer und frustriert.»

Verständlich, denn Olympic hätte dieses Lausanne-Morges schlagen müssen. Doch schon vor der Pause liessen die Gastgeber in der Defensive erhebliche Mängel erkennen. Zwar konnte man das erste Viertel noch für sich entscheiden (29:24), doch dann riss der Faden. Die Gäste kamen dank simpler Spielweise zum Erfolg. Die Amerikaner Schneidermann und Bell düpierten Olympic nicht nur einmal. Sogar bei den Rebounds brauchten sich die Waadtländer trotz der Absenz von Bachmann/Sarovic nicht zu verstecken. Jung liess seine Spieler geschickt rotieren, setzte deren Qualitäten perfekt ein. Bei den Freiburgern ist dies eben nicht der Fall.

Mit einem 48:51-Rückstand ging Olympic in die zweite Halbzeit. Da sich die Freiburger schon oft nach der Pause zu steigern vermochten, war noch nichts verloren – zumal Lausanne aufgrund vieler Fouls handicapiert schien. Doch Olympic wusste daraus keinen Profit zu ziehen. Zwei Minuten vor Ende lag das Heimteam knapp vorne (92:89) und hatte es nun selbst in der Hand, die Punkte einzufahren. Doch Bell (37 Punkte) und Martinez trafen von jenseits der Dreierlinie und kehrten die Partie noch. Da reichte es auch nicht, dass Olympics Madison in der Endphase noch kräftig skorte. Wie sagte doch Nohr: «Uns fehlt einer, der den absoluten Willen hat und uns in den entscheidenden Momenten hilft. Wir verloren, weil der Gegner hungriger war. Dies ist nicht akzeptabel.»

«Team hat Gegner unterschätzt»

Etwas ratlos wirkte Olympic-Trainer Patrick Koller: «Lausanne hatte mehr Energie und war aggressiver als wir. Unsere inexistente Defensive gab ihnen das Selbstvertrauen. Mein Team ist jung. Ich wusste deshalb, dass der Weg lang ist. Jeder will uns schlagen.» Geärgert hat Koller insbesondere die Einstellung seiner Mannen: «Die Spieler haben Lausanne-Morges unterschätzt. Sie dachten es reicht, wenn sie sich das Leibchen überstreifen und ein bisschen spielen.» Seine Aufgabe sei es nun, der Mannschaft klar zu machen, dass in jedem Match nur mit einem unbändigen Siegeswillen der Erfolg möglich ist. Bereits am Mittwoch empfängt Olympic im Fiba-Cup Decin (Tsch). fs

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