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Der unerwartete Aufstieg in die Challenge League

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Der unerwartete Aufstieg in die Challenge League

Der Fussball-Club Bulle gewinnt den Kollektiv-Verdienstpreis 2003 im Freiburger Sportpreis

Nach neun Jahren Nationalliga-Abstinenz stieg der FC Bulle auf diese Saison hin überraschend in die Challenge League auf. Für die Kommission des Freiburger Sportpreises Grund genug, dem Club den Kollektivverdienstpreis 2003 zu verleihen.

Von FRANK STETTLER

Der Greyerzer Traditions-Club mit NLA-Vergangenheit (81/82 und 92/93) schloss die 1.-Liga-Qualifikation (Gr. 1) der Saison 2002/2003 ziemlich unerwartet auf dem zweiten Rang ab. In den Aufstiegsspielen ging es gegen den Zürcher Verein YF Juventus. Das Hinspiel im Bouleyres endete 1:1. Im Rückspiel vom 31. Mai schlug Bulle den Favoriten 3:1 – der Aufstieg in die Challenge League (ehemals Nationalliga B) war damit perfekt. Zwei Baumeister des Erfolges, Trainer Steve Guillod und Goalie Bertrand Fillistorf, blicken auf die Saison zurück.

Kollektivpreis eine Entschädigung

Für Steve Guillod, der nach einem harzigen Saisonstart den langjährigen Coach Francis Sampedro ablöste, ruft der Kollektiv-Preis zweierlei Gefühle hervor: «Zuerst bin ich überrascht. Auch der Aufstieg kam unerwartet. Dann erfüllt mich dieser Preis mit viel Stolz und Ehre. Wie es der Name schon sagt, würdigt der Kollektiv-Preis die Arbeit eines Teams. Die Spieler, der technische Staff, das Komitee – alle trugen zu diesem Erfolg bei.» Dies meint auch Bertrand Fillistorf, der 22 Jahre das Tor der Greyerzer hütete und Ende der vergangenen Saison zurücktrat: «Der Preis ist eine Entschädigung für das Geleistete. Ich selbst habe lange Zeit auf eine solche Anerkennung gewartet.»

Vorab zwei Momente der vergangenen Saison blieben Steve Guillod in besonderer Erinnerung: «Sicher war das erste Spiel unter meiner Führung in Echallens wichtig. Wir verloren zwar, gingen danach aber zusammen essen. Dies war so etwas wie die Basis unseres Erfolges. Ich war ja zunächst wie ein Haar in der Suppe und musste mich ins Gefüge integrieren. Und dann vergesse ich natürlich das Final-Rückspiel in Zürich nicht. Dies war ein magischer Moment.» Bertrand Fillistorf streicht die Heimpartie gegen Baumles (3:0-Sieg) heraus: «Dieses Spiel war wie ein Startschuss für uns. In der Folge verloren wir acht Spiele nicht mehr.»

Arthrose diktiert das Karrierenende

Nun spielt der FC Bulle also ohne den 42-jährigen Fillistorf in der Challenge League. Ein Rücktritt war unumgänglich: «Eine Arthrose im Knie zog den Schlussstrich unter meine Karriere. Ich hatte keine Wahl, selbst wenn mich dieses Abenteuer sicher nochmals gereizt hätte.» Der legendäre Keeper mit der Vollglatze arbeitet heute als Sanitärinstallateur. Sooft Fillistorf kann, verfolgt er die Spiele seiner ehemaligen Kollegen im Bouleyres. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er künftig wieder einen Job im Fussballsport übernimmt: «Für diese Saison hat es sich nicht ergeben. Aber es kann gut sein, dass ich mich um die Torhüter eines Clubs kümmern werde. Dies muss aber nicht zwangsläufig in Bulle sein.»

Auch Steve Guillod musste seine Fussballer-Karriere mit 23 Jahren beenden. Eine Rückenarthrose verunmöglichte den Spitzensport. Guillod war zuletzt beim NLA-Verein Grasshoppers unter Vertrag. Seine erste Station als Trainer war Corminboeuf. Welche Ziele hat Guillod als Trainer? «Ich habe kein fixes Ziel. Vor kurzem war ich noch in der 4. Liga aktiv und jetzt in der Challenge League. Ich will mit Bulle die Klasse halten. Partien in Sitten oder Luzern zu bestreiten, ist phantastisch. Es ist aber noch zu früh, um dieses Amt professionell zu betreiben», sagt Guillod, welcher in Matran zu 70 Prozent als Lehrer arbeitet. Trainer und Lehrer – zwei Jobs, welche durchaus zu vergleichen sind. «Im Sport spielt die Pädagogik eine wichtige Rolle. Und mit meinen Schülern erarbeite ich wie im Fussball Ziele.»
Professionelle Strukturen nötig

Der Aufstieg des FC Bulle in die Challenge League ist für den gesamten Freiburger Fussball von enormer Bedeutung.

Trotz des wohl kleinsten Budgets der Liga und mit nur einem Ausländer konnten die Greyerzer bisher mithalten. Für Trainer Steve Guillod ist der FC Bulle und die Challenge League eine Chance für die Freiburger Fussballer: «Wir bauen auf Leute aus der Region. Der Club bietet die Möglichkeit, in der Elite mitzuspielen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Yann Verdon, der in der U19-Nati ist. Er war zuvor in den Fussball-Schulen von Sitten und Lausanne. Ich weiss nicht, welche Zukunft er im Fussball ohne den FC Bulle gehabt hätte.»

Für Bertrand Fillistorf ist es deshalb eminent wichtig, dass Bulle die Klasse hält: «Wenn wir dieses Jahr überstehen, geht es darum, professionelle Strukturen im Club umzusetzen. Nur so hat der Club eine Chance, lange in dieser Liga mitzumischen. Der ganze Kanton sollte Bulle unterstützen. Freiburg braucht ein Team in der Challenge League.» fs
FC Bulle 2002/03

Spieler: Bertrand Fillistorf, Yannick Surchat, Christoph Bosch, Rui Alves, Fred Beck, Faton Bytyqi, Jonathan Clément, Emmanuel Crausaz, Benoît Descloux, Angelo Da Sousa, Nuno Dias, Thierry Ebe, Pascal Francoli, Alain Girard, Jorge Gomes, David Julmy, Didier Meuwly, Cédric Mora, Christophe Piller, Olivier Pittet, Olivier Python, Ugo Robard, Benoît Schafer, Nuno Tavares, Simon Thönen, Sébastien Voelin.
Trainer: Francis Sampedro (Rücktritt am 29. August), dann Steve Guillod.

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