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Der Untergang im Getümmel der Afrikaner

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Der 20-jährige Kenianer Ngeny Cheruyiot lief Streckenrekord – Schweickhardts Blitzstart fruchtete nichts

Sage und schreibe 10 Sekunden lag Stéphane Schweickhardt nach nur 2 km voraus. Mit der Wut im Bauch, weil er vom Schweizer Verband nicht für die Cross-WM selektioniert worden ist. Nach 6 km kam die Verfolgermeute, in der nur der Russe Gorintsew, Zweiter der Bulle-Corrida, nicht Afrikaner war. Da bestand die Spitze aus acht Läufern: «Ich machte zwei, drei Angriffe mit, dann bezahlte ich beim 9. Kilometer in der Steigung.»

Nach 10 km war die Spitzengruppe völlig aufgesplittert, und der 20-jährige Kenianer Ngeny Cheruyiot lag 15 Sekunden voraus. Er war nicht mehr einzuholen: «Ich wollte den Rekord laufen», sagte er am Ziel etwas scheu, «deshalb griff ich nach 9 km in der Steigung an.» Damit bekam Schweickhardt mit seiner Prognose Recht: «Wer vor mir liegt, läuft Rekord», hatte er gesagt. Mit 44:01 lief Cheruyiot 13 Sekunden schneller als der Walliser im Jahr 1997.
Cheruyiot lebt seit drei Jahren in Florenz, von wo aus er die Strassenläufe in Italien und Frankreich besucht. Erst am Freitag war er für den Kerzerslauf angereist. In der Schweiz war er schon vergangenen Herbst, als er in Brig einen Lauf gewann.
Kenia und Äthiopien machten 10 der ersten 15 Plätze unter sich aus. Zweiter wurde der Äthiopier Mengesha Feyisa. Der 22-jährige ist Landesmeister über 1500 m in 3:39 Sekunden.

Schweickhardts letzte Saison

«Ich habe mit meinem Angriff am Anfang vielleicht 20 bis 25 Sekunden verloren, mehr nicht», womit Schweickhardt eingestand, dass diesmal der Sieg so oder so nicht möglich gewesen wäre. «Als ich den Russen Gorintsew vor mir sah, motivierte es mich, denn ich wollte bester Europäer sein.» Schweickhardt will anfangs April in Rotterdam die Olympialimite im Marathon laufen (2:13:00). In Bezug auf Form und Trainingsprogramm meinte der Walliser: «Wenn ich heute Rekord gelaufen wäre, wäre ich dann in einem Monat in Rotterdam noch in Form?»

Schweickhardt sprach nach dem Kerzerslauf von seiner letzten Saison: «Aber ich werde wohl auch nächstes Jahr noch da und dort laufen, nur nicht mehr mit dem gleichen Trainingsaufwand.»

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