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Der unterschätzte Künstler

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Dokumentarfilm über den Freiburger Rico Weber

Autor: Von MATTHIAS FASEL

Rico Weber blieb sein Leben lang ein Aussenseiter der Kunstwelt. Der Dokumentarfilm von Stefan Hugentobler zeigt auf, wieso der Künstler trotz beachtlicher eigener Werke in erster Linie als Assistent von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle bekannt ist.Er zeigt den Freiburger als harten Arbeiter, der sich nie in den Vordergrund drängte, sich dem Personenkult widersetzte und viele Angebote von renommierten Ausstellungsorten ablehnte.

Berührende Auto-Interviews

Das Grundgerüst des Filmes bildet Material aus Webers persönlicher Sammlung. Stefan Hugentobler konnte dafür auf mehrere Dutzend Stunden Filmmaterial zurückgreifen.Der Filmemacher hat aber auch selbst Bilder gedreht. So bereiste er die wichtigsten Stationen des Künstlers in der Schweiz, Frankreich und Italien. Hinzu kommen Interviews mit Freunden von Rico Weber und nahmhaften Persönlichkeiten aus der Kunstwelt. Dazu gehören beispielsweise die Schweizer Bildhauer Oscar Wiggli und Bernhard Luginbühl, Webers langjähriger Weggefährte Seppi Imhof oder Bloum Cardenas, Enkelin von Niki de Saint Phalle.Komplettiert wird der sechzigminütige Film von berührenden Auto-Interviews, die man nach Webers Tod in seinem Haus fand. Es sind dies erschütternde Zeugnisse seines Kampfes gegen die Krebskrankheit, an der er vor zwei Jahren im Alter von 62 Jahren verstarb.

Persönlich nie getroffen

Für Hugentobler stellt Rico Weber das perfekte Sujet für einen Dokumentarfilm dar. «Ich war sofort fasziniert von diesem Menschen», sagte Stefan Hugentobler am Donnerstag, als der Film erstmals den Medien gezeigt wurde. Er hat Rico Weber zwar nie persönlich getroffen, erhielt aber kurz nach dem Tod des Künstlers vom MAHF den Auftrag, die Kunstschätze in dessen Haus in St. Ursen zu filmen.Dabei wollte es Hugentobler aber nicht belassen. «Bereits vor Ort spielte ich mit dem Gedanken, einen Dokumentarfilm über Weber zu drehen.» Er beschreibt den Prozess als spannende Spurensuche im magischen Kabinett des Künstlers.Herausgekommen ist ein berührendes Künstlerporträt, das gleichzeitig auch die Stimmung und den Zeitgeist des «Nouveau Réalisme» wiedergibt, dem Webers fotorealistische Arbeiten im Schnittbereich von Foto, Installation und Skulptur zugeordnet werden können. Alles in allem ist der Film eine gelungene Hommage an einen unterschätzten Künstler.Die Premiere des Films findet am Sonntag, 27.8., um 18.30 Uhr im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg statt.

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