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Der VBC Freiburg steigt in die 1. Liga ab

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Der VBC Freiburg hatte in den letzten zehn Tagen einiges unternommen, um den Abstieg irgendwie abzuwenden. Philip Gaba­thuler wurde als Trainer entlassen und durch Romeu Filho, der Mitte Januar als Coach des NLA-­Teams Franches-Montagnes zurückgetreten war, ersetzt. Der Verein nutzte seinen Medical Joker und engagierte für die letzten drei Meisterschaftsspiele die 198 cm grosse, kroatische Aussenangreiferin Tamara Kmezic. Bereits im Februar hatte man die ehemalige Düdinger NLA-Spielerin Isabelle Ayer reaktiviert und nach einer fünfjährigen Wettkampfpause zu einem Comeback bewogen. Genützt hat alles nichts: Freiburg muss nach acht Jahren in der Nationalliga B den Gang in die 1. Liga antreten, wo es sich nächste Saison zum TV  Murten, dem VBC  Kerzers und Volley Düdingen  II gesellt.

«Hätten die Reissleine früher ziehen sollen»

Die letzte Möglichkeit, doch noch den Ligaerhalt zu schaffen, haben die Freiburgerinnen am Samstag gegen Glaronia verspielt. Sie brauchten im ersten Satz lange, um den Rhythmus zu finden, gewannen aber dennoch mit 26:24. Allerdings stieg in den folgenden beiden Sätzen die Zahl der Eigenfehler, und es fehlte die nötige Konstanz, um erneut obenaufzuschwingen (15:25, 19:25). Freiburgs Trainer vermochte vor dem vierten Satz nochmals die richtigen Worte zu finden und die Freiburgerinnen bei ihrem Stolz zu packen. Hatten die Saanestädterinnen in den letzten Spielen das Selbstvertrauen vermissen lassen, so zeigten sie sich nun hartnäckig und sicherten sich den Satzausgleich (25:17).

Im entscheidenden Tiebreak gerieten die einheimischen durch ein paar unglückliche Bälle mit 7:12 in Rückstand. Das erfahrene Glarner Team, das mit drei ausländischen Spielerinnen antrat, liess sich die Butter nicht mehr vom Brot streichen und holte sich mit 15:10 den Sieg. «Wenn das Team im Januar so gespielt hätte wie heute, dann stünden wir jetzt nicht da, wo wir uns befinden», sagte Freiburgs TK-Chef Florian Steingruber nach dem verlorenen Match. «Das ist allerdings nicht allein die Schuld der Spielerinnen.»

In den letzten zwei Partien hat Freiburg eine Aufwärtstendenz erkennen lassen. Allerdings stellte sich die Steigerung zu spät ein, um das Ruder noch herumreissen zu können. Der Verein muss sich deshalb die Frage gefallen lassen, ob er nicht früher auf die sportlichen Misserfolge hätte reagieren müssen. «Ja, wir hätten die Reissleine früher ziehen sollen», sagt Präsident Adrian Schneider. «Im Nachhinein ist man oft gescheiter.»

Nun doch in der 1. Liga

Schneider hatte in den letzten Wochen ein düsteres Bild gezeichnet, sollte Freiburg relegiert werden. «Im Falle eines Abstiegs würden wir uns zurückziehen und nächste Saison kein 1.-Liga-Team stellen», liess er verlauten. Es gebe genug Freiburger 1.-Liga-Teams, da wolle man nicht noch zusätzlich konkurrieren. Für den traditionsreichen VBC Freiburg würde das bedeuten, dass er nächste Saison höchstens in der 3. Liga vertreten wäre.

So weit kommt es nun doch nicht. «Wir haben uns entschieden, dennoch ein 1.-Liga-Team zu stellen», sagt Präsident Schneider gestern. Woher der plötzliche Sinneswandel? «Wir starten mit dem ambitionierten VBC Gibloux eine Zusammenarbeit. In der 1. Liga spielen mit Düdingen, Kerzers und Murten drei Deutschfreiburger Teams, wir wollen dafür sorgen, dass auch der welsche Kantonsteil vertreten ist. Wir haben das Budget und den Staff für nächste Saison beisammen und können Plan B in Angriff nehmen.»

Adrian Schneider wird nun auch nicht als Präsident des VBC  Freiburg zurücktreten, wie er für den Fall einer Relegation angekündigt hatte. «Innerhalb unseres Vereins habe ich keine Leute gefunden, die sich für die erste Mannschaft engagieren wollten, egal, ob in der NLB oder in der 1. Liga. Mit Gibloux haben sich nun neue Perspektiven eröffnet. So bin ich auch weiterhin bereit, mitzuhelfen, damit das Team den direkten Wiederaufstieg schaffen kann.»

Telegramm

Freiburg – Glaronia 2:3 (26:24, 18:25, 19:25, 25:17, 10:15)

VBC Freiburg: Kressler, Kmezic, Brunner, Rottaris, Schnetzer, Ayer, Portmann (Libera); J. Dietrich, Bourban, Widmer, N. Dietrich, Sprumont

NLB. Abstiegsrunde. 7. Runde: Therwil – Steinhausen 3:0. Gerlafingen – Züri Unterland 1:3. Ruswil – Giubiasco 3:2. Rangliste: 1. Therwil 7/19. 2. Gerlafingen 7/17. 3. Ruswil 7/11 (15:15). 4. Glaronia Glarus 7/11 (12:15). 5. Steinhausen 7/11 (11:16). 6. Züri Unterland 7/10 (12:14). 7. Giubiasco 7/10 (12:14). 8. Freiburg 7/7 (8:18). – Die Teams auf den Plätzen 7 und 8 steigen direkt in die 1. Liga ab. Die Teams auf den Rängen 5 und 6 spielen eine Barrage gegen zwei 1.-Liga-Vereine.

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