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Der Verein Insieme lädt ins Theater

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Die Geschichte ist einfach, aber dramatisch. Einsam fristet eine reiche Diva ihr Luxusdasein. Um der Stille zu entkommen, stiehlt sie einem armen, aber glücklichen Paar das Kind. Wird sie ihren Fehler einsehen? Glück und Unglück, Gut und Böse, Traum und Realität erzählt die Insieme-Theatergruppe «Just a moment» in ihrem neuen Stück. «Dr Nase na – suivre son instinct» heisst die Eigenproduktion und mischt anschauliche Szenen mit musikalischen Stimmungsbildern – alles live.

Keine gewöhnliche Truppe

«Just a moment» ist keine gewöhnliche Truppe. Die zehn Schauspielerinnen sowie acht Musiker sind geistig behindert und werden von drei Theater- und Musikpädagoginnen betreut. «Das Projekt begann vor drei Jahren», erklärt Irmgard Eggel, die sich mit dem Stück und der Inszenierung beschäftigt. Vorher konnten zwar Schüler der Freiburger Stiftung Les Buissonnets von Musik-Theater-Angeboten profitieren – «für Erwachsene gab es aber keine Möglichkeit, sich ausserhalb der Institutionen musikalisch und schauspielerisch zu entfalten».

Mit der nun dritten Aufführung ist klar: Das Angebot der Vereinigung Insieme stösst auf reges Interesse und Begeisterung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern – von denen die meisten seit Beginn des Projektes dabei sind. Irmgard Eggel kann sich nichts Besseres vorstellen: «Dadurch wächst die Gruppe zusammen und macht immense Fortschritte.»

Die Theaterpädagogin arbeitet mit der Truppe wie mit jeder anderen Schauspielgruppe. «Die Übungen sind dieselben: sich in Figuren und Szenen hineinversetzen, das Improvisieren üben, Gefühle ausdrücken», so die 51-Jährige. Der Text stehe notgedrungen weniger im Vordergrund – «hingegen bleibt mehr Raum für Mimik und Gestik». Und Stefan Schmutz, der die musikalische Unterstützung des Theaterstücks leitet, erklärt: «Wir spielen nicht nach Noten, sondern entwickeln zusammen Musikstücke und spielen sie so oft, bis sie eine eigene Gestalt erhalten. Selbst in den Aufführungen ist die Musik improvisiert.»

«Die Leute fragen mich oft, wie ich das anstelle», erzählt der 53-Jährige aus Jeuss schmunzelnd. Viele glaubten, dass er Geduld und starke Neven brauche. «Doch das Gegenteil ist der Fall», sagt Schmutz: «Diese Menschen sind hochmotiviert, investieren einen grossen Teil ihrer Freizeit in dieses Projekt und lassen sich ganz auf das gemeinsame Musizieren ein. Für mich ist das eine grosse Bereicherung.»

«Die Teilnehmenden sind offener und spontaner», sagt auch Irmgard Eggel. «Die Themen, Gedanken und Gefühle, die sie bewegen, sind allgemein gültig. Aber der Umgang damit wird oft durch die Massstäbe und die komplexen Anforderungen der Umwelt erschwert.» Deshalb hoffen beide, dass die Musik-Theater-Gruppe das Publikum mit ihren Vorstellungen berühren kann und die vermeintlichen Grenzen für eine Weile verschwinden.

Theatersaal Stiftung Les Buissonnets, Üebewilstrasse 3/5, Freiburg. «Dr Nase na – suivre son instinct» (d/fr), 22., 23. und 24. April, 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte). Reservation: Sekretariat Insieme Freiburg, 026 321 24 71, admin@insieme-fr.ch.

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