Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Verkehr ist Hauptsorge

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Verkehr ist Hauptsorge

Quartierverein Perolles diskutierte mit Jean-Charles Bossens

Der Verkehr und die künftige Entwicklung der Perolles-Ebene waren die Hauptsorgen an der GV des Quartiervereins. Der Direktor des städtischen Verkehrsamtes, Jean-Charles Bossens, entkräftete viele Vorwürfe.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

«Der Verkehr ist das Hauptthema in fast allen Quartiervereinen», sagte Jean-Charles Bossens, Direktor der Stadtpolizei und des Freiburger Verkehrsamtes, «aber es ist sehr schwierig Lösungen zu finden, die allen passen.» Bossens verwies einerseits auf die mageren 75 000 Franken, die jährlich für Verkehrsberuhigungen im Budget stünden, andererseits aber auch auf die gesetzlichen Einschränkungen von Bund und Kanton.

Die Bahnhofstrassen-Einbahn
als Ganzes sehen

Der Quartierverein Perolles hatte gegen die einspurige Verkehrsführung von der Bahnhofstrasse abwärts Beschwerde eingelegt. Das Ziel sei es, die Leute in die Stadt zurückzuholen und hier Lebensqualität ohne Auto anzubieten, erklärte Bossens am Dienstag. «Dafür braucht es Bauprojekte im Zentrum. Diese sind wichtig, damit die Stadt eine Kernstadt bleiben kann», sagte er. Aber man könne solche Projekte heutzutage nicht anpacken, ohne Verkehrslösungen zu bringen. Die Bahnhofstrasse sei das Herzstück des Freiburger Verkehrs und müsse entlastet werden. Es gehe nicht darum, die Leute zu plagen, sondern im Interesse der ganzen Agglomeration zu handeln.

Kombibillet für Bus und Auto

Bossens sei sich bewusst, dass diese Teilschliessung andere Quartiere betreffe. «Wir müssen unbedingt Massnahmen treffen, um die Verlagerung des Autoverkehrs in andere Quartiere zu vermeiden», sagte der Vertreter des Gemeinderats. Mit Park-and-Ride-Angeboten im St. Leonhard, bei der Chassotte-Kreuzung, im Guintzet und im Schönberg sollen die Leute zum Umsteigen bewegt werden. Ein Kombibillett für Parkieren und Busfahren solle dies erleichtern. Auch Verkehrsberuhigungen und eine Verbindung der zentralen Parkhäuser sollten die Quartierstrassen schützen. «Der Gemeinderat hat die Massnahmen auf Stadtgebiet gerade beschlossen», sagte Bossens.

Kritik an Warnsäulen

Auch für die neuen Warnsäulen im Tempo-30-Gebiet der Chailletstrasse gab es Kritik und Lösungsvorschläge. Diese reichten von «kontrollieren statt bremsen» über «Zebrastreifen zeichnen» bis zu «liegende Polizisten». Viele Vorschläge wurden aber mit einem Raunen aufgenommen, was Bossens zeigte, dass es auch hier keine einfachen Lösungen gab. Die Säulen und ihre Auswirkungen würden in den nächsten Monaten intensiv beobachtet.

Ein Vereinsmitglied sorgte sich um die Entwicklung des Quartiers. Viele zusätzliche Wohnungen seien geplant und da brauche es wohl neben den gelungenen Semiramis-Gärten «eine zweite Lunge des Quartiers». Der Quartierverein solle auch architektonische Überlegungen an die Stadt weitergeben und darauf achten, dass frühzeitig und als Gesamtes geplant werde, hiess es an der gut besuchten GV.

Aufs Fischzucht-Quartier verweisen

Der Quartierverein Perolles vergrössert sich langsam, aber stetig. Momentan sind 330 Mitglieder eingeschrieben. Christoph Ançay und Addei Sidi Nur Manguay ersetzen im Vorstand Patrick Minder und Marie-Claire Mollard. Präsident Georges Rhally und der übrige Vorstand wurden mit Applaus wiedergewählt.

Der Verein ist sehr aktiv. Er bietet seinen Mitgliedern historische Quartierrundgänge, Besuche des Staatsarchivs, Quartier-Fotoausstellungen, Lotto-, Bridge- und Jassturniere, ein Fussballturnier, einen Fondueabend und ist mit einem Stand jeweils am Perollesfest präsent. Im September soll ein «Grand Prix de Pisciculture» für Seifenkisten, Trottinette usw. durchgeführt werden. «So wollen wir das vergessene Quartier bei der Fischzucht in Erinnerung rufen», sagte Präsident Rhally. Schon längst brauche es hier nämlich ein Trottoir, das diesen Namen verdiene.

Mehr zum Thema