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Der Vuvuzela-Effekt

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Autor: Nicole Jegerlehner

Nordkorea gegen Brasilien. Da setze ich mich doch wieder einmal zu meinem Mann vor den Fernseher. Ich sinniere: Nordkorea – einer der letzten stalinistischen Staaten mit einem der restriktivsten politischen Regimes der Welt. Wie kommt da wohl ein Junge zum Fussball? Nach welchen Kriterien wird selektioniert – Talent oder Regimetreue? Mein Mann lässt in solchen Momenten meist ein sehr unhöfliches «Psssst!» raus. Bei Fussballspielen hört er lieber die Kommentare von Arsène Wenger (er setzt auf französische Sender) als meine. Doch diesmal steuert er meinem Monolog ab und zu ein aufmunterndes «mmh» zu. Also fahre ich fort. Sind die Spieler, die da auf dem Feld stehen, wohl stolz, ihre Nation zu vertreten? Oder foutieren sie sich darum und wollen einfach ihre Leidenschaft – Fussball – ausleben? Oder sind sie einfach froh, ein besseres Leben zu haben als der Durchschnitts-Koreaner? Da merke ich, dass mir mein Mann gar nicht zuhört. Das ist der Vuvuzela-Effekt: Er hat in all den WM-Spielen, die er sich bereits reingezogen hat, gelernt, unerwünschte Geräusche herauszufiltern. Er hört nur Arsène Wenger. Egal, wer da sonst noch trötet oder spricht.

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