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Der Wachmann mit dem WM-Gürtel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Yves Studer, wie schläft es sich nach einem harten und intensiven WM-Kampf über zwölf Runden?

Ich kam erst um 4 Uhr nach Hause und war am Montag um 8 Uhr bereits wieder am Telefon für die ersten Interviews. Etwa so läuft es. Dabei sollte ich bereits lange weg sein, bei meiner Familie, um Weihnachten zu feiern.

Sie haben den Brasilianer Samir dos Santos Barbosa einstimmig nach Punkten geschlagen. Es hätte nicht besser laufen können, oder?

Letztlich lief es gut für mich. Ich wollte gewinnen, ich habe gewonnen. Ich denke, dass ich überzeugt habe, und bin deshalb recht zufrieden mit mir. Ob es besser hätte laufen können? Ich hätte ihn in der ersten Runde niedermähen können, dann hätte ich heute weniger Schmerzen und im Kampf weniger Arbeit gehabt. Wichtig für mich ist, dass ich den Zuschauern im Berner Kursaal einen guten Kampf bieten konnte. Denn ein Boxer ohne sein Publikum ist nichts.

Barbosa spuckte vor dem Kampf grosse Töne. Gilt im Boxen mehr als anderswo das Sprichwort, dass Hunde, die bellen, nicht beissen?

Barbosa hat ja schon an der Medienkonferenz vor dem Fight gesagt, dass Provokationen in unserem Sport dazugehören. Nach dem Kampf hat er sich für seine Aussagen fast entschuldigt. Es ist halt im Boxen so, dass man sich vor dem Aufeinandertreffen im Ring «anzündet». Er hat es nicht so gemeint, wie es rübergekommen ist. Barbosa ist ein fairer und guter Boxer. Im Nachhinein ist er mir richtig sympathisch. Und gebissen hat er ja. Er hat hart zugeschlagen. Wenn er traf, dann hat es echt weh getan. Ich bin derjenige im Ring, der es spürt, der die Schmerzen hat. Am Ende war ich der technisch bessere Boxer. Aber ich will nicht sagen, dass Barbosa ein «Plauderi» ist. Das war normale Provokation.

Sie sind nun Weltmeister, wenn auch «nur» in einem kleineren Welt-Verband. Welchen Wert hat dieser Gürtel?

Ich habe stets gesagt, dieser Titel wäre ein weiterer Schritt nach vorne. Wahrscheinlich werde ich den Gürtel einmal verteidigen. Dann hoffe ich, dass eine Tür aufgehen wird und ein grosser Kampf möglich wird. Ein EM-Kampf oder ein WM-Kampf in einem grossen Verband – auf diese Chance warte ich. Jetzt gilt es zunächst einmal abzuwarten, meinen Sieg zu geniessen und die Wunden heilen zu lassen.

Sie arbeiten seit einiger Zeit wieder Vollzeit als Securitas-Wachmann. Haben Sie überhaupt Zeit, sich von Ihrem Kampf zu erholen?

Nun, am Dienstag gehe ich bereits wieder arbeiten. Ich beziehe Ferien für das Training, sonst habe ich keine. Aber das stimmt so für mich. Der Job gibt mir Sicherheit, ich muss auch für die Zukunft schauen. In zwei, drei Jahren werden Kinder zum Thema, auf das hin arbeite ich. Und die Securitas ist ein guter Arbeitgeber.

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