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Der Wahlkampf beginnt

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Am 1. Januar 2021 fusionieren Alterswil, St. Antoni und Tafers zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Tafers. Damit das auch klappt, braucht es das nötige Personal an der politischen Spitze – sprich: einen neunköpfigen Gemeinderat. Deshalb werden die Gemeinderatswahlen vorgezogen: Sie finden nicht wie in den anderen Freiburger Gemeinden im März 2021, sondern bereits am 8. November statt. Gestern ist bekannt geworden, wer auf welcher Liste kandidiert.

Damit sichergestellt ist, dass es Vertreterinnen und Vertreter aller drei heutigen Gemeinden in den Gemeinderat schaffen, sind zwei Wahlkreise gebildet worden. Einer umfasst die heutige Gemeinde Tafers: Hier werden vier Sitze vergeben. Der zweite Wahlkreis umfasst die beiden kleineren Gemeinden Alterswil und St. Antoni: Hier werden fünf Sitze vergeben.

31 Kandidierende

Für die neun Sitze im neuen Taferser Gemeinderat bewerben sich insgesamt 31 Kandidatinnen und Kandidaten (siehe Kasten). Zwölf davon üben bereits heute ein Gemeinderatsamt aus: fünf in Tafers, vier in Alterswil und drei in St. Antoni. Zwei sind Gemeindepräsidenten: Hubert Schibli (CVP) in Alterswil und Gaston Waeber (SVP) in Tafers. Ernst Leiser (FDP), der aktuelle Ammann von St. Antoni, tritt nicht mehr an. Dies hatte er bereits Anfang 2020 angekündigt.

Wer Syndic wird, entscheidem nicht die Wähler, sondern die neun gewählten Gemeinderäte. Der Syndic wird künftig zu 50 Prozent angestellt. Schaffen die beiden bisherigen Gemeindepräsidenten die Wahl, dürfte es spannend werden. Denn beide treten mit dem klaren Ziel an, Syndic zu werden. Hubert Schibli sagte gegenüber den FN, nach neun Jahren als Gemeindepräsident von Alterswil habe er eine Riesenerfahrung. Zudem habe er seine bisherige Stelle gekündigt, um nun alles auf die Karte Politik zu setzen. «Ich möchte jetzt voll der Gemeinde dienen.»

Gaston Waeber ist seit vier Jahren Syndic von Tafers und sitzt seit vierzehn Jahren im Gemeinderat. «Ich habe die Gemeinde in die Fusion gebracht und möchte die Arbeit noch etwas weiterführen», sagte er. Er könne nun vom Wissen und dem Netzwerk profitieren, das er sich in den letzten Jahren angeeignet und aufgebaut habe.

Alle drei bisherigen Syndics sind positiv überrascht vom breiten Kandidatenfeld. Ernst Leiser aus St. Antoni sagte: «Ein Ziel dieser Fusion haben wir damit schon erreicht: Es gibt endlich eine echte Auswahl an Kandidaten.»

Je vier Listen

In beiden Wahlkreisen gibt es je vier Parteilisten. Sie tragen die Nummern 1,2, 4 und 5, weil man sich nach der kantonalen Nummerierung gerichtet habe, wie der Alterswi-ler Gemeindeschreiber Daniel Baeriswyl auf Anfrage erklärt. Die Nummer 3 wäre demnach die FDP – von ihr ist aber keine Liste eingegangen.

Die Liste 1 ist in beiden Kreisen die CVP, in Alterswil und St. Antoni zusammen mit den Freien Wählern. Auf der Liste 2 finden sich in beiden Kreisen Vertreterinnen und Vertreter der SP und der Grünen. Die Liste 4 bildet im Wahlkreis Tafers die Mitte links – CSP; in Alterswil und St. Antoni hat sich diese Partei mit den Grünliberalen und den Parteilosen zusammengetan. Auf der Liste 5 sind Vertreterinnen und Vertreter der SVP sowie Unabhängige versammelt. Von den Bisherigen sind fünf auf den Listen der CVP und der Parteilosen, zwei auf den Listen der SP und der Grünen, drei auf der Liste GLP-CSP-Parteilose und zwei auf der Liste SVP und Unabhängige.

Weniger Frauen

In beiden Wahlkreisen kandidieren weniger Frauen als Männer: In Tafers sind es fünf Frauen und acht Männer; in Alterswil und St. Antoni fünf Frauen und dreizehn Männer. Am meisten Frauen finden sich in beiden Wahlkreisen auf der Liste der SP und der Grünen; für sie kandidieren mehr Frauen als Männer.

Es ist eine Proporzwahl

Die Wahl findet im Proporzsystem statt. Üblicherweise sind Gemeinderatswahlen Majorzwahlen; das heisst, jene Kandidierenden, die mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten, gewinnen einen Sitz. Meist braucht es einen zweiten Wahlgang.

Es kann jedoch ein Gesuch für eine Proporzwahl gestellt werden. Ein solches wurde sowohl im Wahlkreis Tafers als auch im Wahlkreis Alterswil/St. Antoni eingereicht und bewilligt. Es kommt also zur Proporzwahl und damit zu keinem zweiten Wahlgang.

Bei einer Wahl im Proporzsystem werden die Sitze im Verhältnis zu allen abgegebenen Stimmen verteilt. Die Stimmenzähler werten also zunächst aus, welche Partei wie viele Stimmen erhalten hat, und verteilen dann die Sitze.

Namen

Die Kandidierenden auf einen Blick

Wahlkreis Alterswil/St. Antoni:Liste 1, CVP und Freie Wähler: Hubert Schibli (bisher), Pascal Julmy (bisher), Christian Sommer (bisher), Claudia Gfeller-Vonlanthen, Benjamin Risse. Liste 2, SP und Grüne: Yves Bürdel (bisher), Cindy Stritt-Baeriswyl, Marina Radulovic, Jonas Zahno, Maya Sahli Baeriswyl. Liste 4: Grünliberale Partei/Mitte links – CSP/Parteilose: Michel Modoux (bisher), Tim Spicher (bisher), Silvio Serena (bisher), Laura Rappo, Elmar Baeriswyl. Liste 5: SVP und Unabhängige: Beat Glauser, Sandro Greco, René Zbinden.

Wahlkreis Tafers: Liste 1, CVP: Margrit Dubi-Bertschy (bisher), Markus Mauron (bisher), Jean Pierre Cotting, Christian Stritt. Liste 2, SP und Grüne: Riccarda Melchior (bisher), Anne Gardaz-Cottier, Dunja Vracar, Bruno Ulrich. Liste 4, Mitte links – CSP: Stephan Schick. Liste 5, SVP und Unabhängige: Gaston Waeber (bisher), André Vlach (bisher), Annabel Hayoz, Cédric Wingeier.

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