Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Wahlkampf in Greng ist eröffnet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Zahl lässt sich sehen: Elf Kandidatinnen und Kandidaten auf fünf Listen werben in Greng um die Stimmen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gestern Mittag veröffentlichte die Gemeindeverwaltung die eingereichten Listen. Einige der Kandidatinnen und Kandidaten zeigten sich am Nachmittag überrascht über die Kontaktaufnahme durch die FN.

Die Neuwahl wurde nötig, weil die bisherige Gemeinde­exekutive auf Ende April geschlossen von ihren Ämtern zurücktritt. Ammann Rico Martinelli sagte an der Gemeindeversammlung Anfang Dezember, dass die Handlungsfähigkeit des Gemeinderats wegen zahlreicher Beschwerden eingeschränkt sei (die FN berichteten).

Zugeknöpfte Kandidaten

Roland Wyler, der Beschwerden und Strafklagen gegen den noch amtierenden Gemeinderat eingereicht hatte, ist einer der Kandidaten. Zusammen mit vier anderen Grengern bildet er die Liste «Frische Köpfe für Greng». Wyler war gestern für die FN nicht erreichbar. Stefan Krähenbühl und Jörg Tschan, die mit Wyler kandidieren, gaben sich zugeknöpft. Krähenbühl, der in Greng einen Landwirtschaftsbetrieb führt, wollte sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu seiner Motivation äussern. Tschan verweigerte die Bekanntgabe seines Berufs und seines Jahrgangs. Ein bisschen gesprächiger war Rebecca Sigrist. Die angehende Jura-Studentin ist mit Jahrgang 1999 die jüngste Kandidatin. «Damit Greng weiterbestehen kann, braucht es einen Gemeinderat. Es ist wichtig, dass auch junge Leute kandidieren», sagt sie. Zudem finde sie, dass es wichtig sei, mit anzupacken. Julia Helfer, eine weitere Kandidatin auf der Liste von Wyler, konnten die FN gestern nicht erreichen.

Zusammenhalt verstärken

Ebenfalls zu einer Liste zusammengeschlossen haben sich Barbara Wüthrich, Michela Mordasini und Mirko Tomazewski. Sie treten an unter dem Titel «Für ein stabiles Greng». Wüthrich – die Schwester des ehemaligen Ammans Peter Goet­schi – wünscht sich, dass «wieder Ruhe einkehrt, wir ein friedliches Zusammenleben haben, der Zusammenhalt stärker wird und es mehr positive Meldungen über Greng gibt». Der Pfleger und Betreuer Tomazewski spricht von einem «schönen Greng». Die Stimmung habe sich aber aufgrund «von gewissen Personen» verschlechtert. Hier möchte er mit seiner Kandidatur Gegensteuer geben. Die Arbeit des bisherigen Gemeinderats bewertet er als «sehr gut». Mordasini, die seit über 20 Jahren in Greng lebt, hat die Gemeinde «immer als gut und stabil» wahrgenommen. «Ich bin erstaunt, dass Eigeninteressen einen solchen Zank ausgelöst haben.» Sie möchte, dass sich die Gemeinde wieder auf das Wesentliche konzentriert und ihre Energie nicht auf Nebenschauplätzen verliert. Die Liste habe gewollt nur drei Kandidierende. So sei sie offen für weitere Personen. Mordasini wünscht sich für den Gemeinderat «ein Gemisch aus unterschiedlich denkenden Menschen».

Rolf Laubscher, der bereits Ende der 80er-Jahre im Gemeinderat von Greng sass, will erneut in dieses Amt gewählt werden. «Zuhören ist meine Stärke, das braucht es jetzt im Gemeinderat.» Er schliesse die Zusammenarbeit mit keinem Kandidaten aus.

Der Unternehmer Markus Hediger kandidiert ebenfalls auf einer eigenen Liste. Greng sei attraktiv und biete viel Lebensqualität. Das solle so bleiben. «Jetzt braucht es Unternehmer, die Kompromisse eingehen, Verhandlungsgeschick und Führungserfahrung haben.» Er kandidiere einzeln, weil Greng in zwei Lager gespalten sei «und ich mich für keine Partei entscheide. Ich komme mit allen Leuten aus.»

Marco Marchand, ein weiterer Einzelkandidat, hatte gestern keine Zeit, mit den FN zu sprechen.

Zahlen und Fakten

Fünf Listen stellen sich zur Wahl

Liste 1 «Für ein stabiles Greng»: Barbara Wüthrich, Kauffrau, Jahrgang 1968; Michela Mordasini, leitende Chef-Radiologiefachfrau, 1977; Mirko Tomaszewski, Pfleger und Betreuer, 1963.

Liste 2 «Frische Köpfe für Greng»: Julia Helfer, keine Angaben; Stefan Krähenbühl, Landwirt, 1978; Rebecca Sigrist, zukünftige Jurastudentin, 1999; Jörg Tschan, keine Angaben; Roland Wyler, Rentner, 1948.

Liste 3 «Markus Hediger»: Markus Hediger, Unternehmer, 1958.

Liste 4 «Untergreng»: Rolf Laubscher, Aufsichtsexperte für Vorsorgeeinrichtungen, 1958.

Liste 5: Marco Marchand, keine Angaben.

Der erste Wahlgang findet am 7. April statt, ein zweiter Wahlgang am 28. April.

jmw

Chronologie

Höhepunkte im Fall Wyler gegen Gemeinderat

Dezember 2017: An der Gemeindeversammlung von Greng gehen die Wogen hoch. Roland Wyler wird vom Gemeindepräsidenten verwarnt.

Juli 2018: Das Oberamt des Seebezirks hält fest, dass Greng keine Parkgebühren erheben darf, ohne im Besitz eines Parkplatzreglements zu sein. Wyler hatte sich zuvor wegen der Gebühren beschwert. Die Gemeinderäte stellen Strafantrag gegen ihn, unter anderem wegen Ehrverletzung.

Dezember 2018: Der gesamte Gemeinderat gibt seinen Rücktritt an der Gemeindeversammlung bekannt. Im gleichen Monat urteilt das Kantonsgericht. Wyler warf dem Gemeinderat Begünstigung, Korruption und Hausfriedensbruch vor. Die Staatsanwaltschaft erliess eine Nichtanhandnahmeverfügung. Dagegen rekurrierte Wyler beim Kantonsgericht und verlor.

Januar 2019: Durch Roland Wyler wird bekannt, dass ein Mann auf Murtner Boden lebt, aber in Greng angemeldet ist und dort Steuern zahlt. Einige Zeit später macht der Grenger Gemeinderat Entscheide und Verfügungen des Oberamts bezüglich Wylers Vorwürfen öffentlich.

jmw

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema