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«Der Wald erholt sich rasch wieder»

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Die Zuschrift einer FN-Leserin tönte alarmierend: «Verwüsteter Wald» lautete der Betreff des Mails einer Frau aus Plaffeien. Sie habe bei einem Spaziergang an der Sense in einem Waldstück ein «desolates Bild» vorgefunden: zerhackte Bäume, zerstreute Äste und dicke Furchen im Boden. Die Nachfrage bei Franz Thalmann, zuständiger Förster für den Privatwald an der Sense, gibt Entwarnung: «Es ist ein normaler, bewilligter Holzschlag, der in diesem Waldstück durchgeführt worden ist.»

Keine Belastung für Wald

Es ist nicht das erste Mal, dass Franz Thalmann Reaktionen auf einen Holzschlag erhält. «Es kommt immer wieder mal vor, dass wir die Arbeiten im Wald erklären müssen.» Bereits vor zwei Jahren, als ein Stück flussabwärts ein Holzschlag gemacht wurde, meldeten sich besorgte Bürger. «Für den Laien mag ein Waldstück nach Holzereiarbeiten unordentlich und verwüstet aussehen.» Der Eingriff sei aber keine Belastung für die Natur. «Im Gegenteil: Die Holzereiarbeiten dienen dazu, dass in diesem Abschnitt wieder vermehrt Laubwald wachsen kann», sagt er.

Denn in diesem Bereich des Auenwaldes haben sich in den letzten Jahren Fichten breitgemacht. Sie sind aber eigentlich an Ufern von Flüssen und Bächen nicht heimisch und vertragen auch weder trockene Kies- noch nasse Uferstandorte gut. Das führt gemäss Franz Thalmann dazu, dass die Fichten früh absterben, rascher vom Borkenkäfer befallen werden und dass das Holz von schlechter Qualität ist. «Im Auenwald ist ein Laubmischwald standortgerecht», führt der Förster aus. Dazu gehören Esche, Bergahorn, Erle, Stieleiche, Buche und Kirsche.

Geschützter Wald

Der Wald an der Sense steht unter nationalem Schutz, und die Massnahmen für den Erhalt sind in der Verordnung über den Schutz der Auenwälder festgehalten. Deshalb erhält der Privatwaldbesitzer, auf dessen Gebiet sich das besagte Waldstück befindet, auch Unterstützung vom Forstdienst für die Unterhaltsarbeiten.

Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen mit schweren Maschinen ausgeführt, so dass der Boden je nach Wetter recht in Mitleidenschaft gezogen werden kann. «Die Natur erholt sich aber rasch wieder. Bald sind diese Spuren von neuen Sträuchern überdeckt.» Oft werde er auch gefragt, warum die Reste des Holzschlags nicht weggeräumt werden.

Franz Thalmann weist ausserdem darauf hin, dass es nicht nötig und heute gar verboten ist, den Holzereiabfall im Wald zu verbrennen. «Ausserdem dienen die Asthaufen als Unterschlupf für Kröten, Frösche und Igel.» (siehe auch Kasten).

Franz Thalmann hat Verständnis für die aufmerksame Sicht von Spaziergängern und Naturliebhabern. Er und seine Kollegen vom Amt für Wald, Wild und Fischerei waren schon oft mit der Situation konfrontiert, dass viele Leute den Wald als Allgemeingut betrachten und deshalb auch mitreden wollen, was in «ihrem» Wald geschieht. Dabei werde oft vergessen, dass jeder Wald einen Besitzer habe. «Der Förster berät ihn und schaut, dass die verschiedenen Interessen berücksichtigt werden.» Es sei nicht immer leicht, die verschiedenen Ansprüche an den Wald unter einen Hut zu bringen: Der Wald soll nicht nur Holz produzieren, sondern auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen sein, Schutz vor Naturereignissen bieten und zugleich ein Erholungsraum für den Menschen sein.

Amphibien: Aufwertung wird begrüsst

I m Auenwald an der Sense sind Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch und Fadenmolch sowie die Gelbbauchunke heimisch. Die Amphibien profitieren längerfristig von einer Auslichtung des Waldes, sagt Biologe Adrian Aebischer von der Freiburger Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilien.

«Fichten bewirken für eine schlechte Bodenchemie», erklärt er auf Anfrage. Da die Amphibien einen Grossteil ihres Lebens an Land verbringen, seien Waldböden mit grossem Fichtenanteil ein schlechter Lebensraum für sie. Vorteilhafter seien Laubbaumwälder.

«Ausserdem ist es vorteilhaft, wenn die Teiche ein wenig Sonnenlicht haben.» Das Nahrungsangebot sei grösser und die Winterquartiere besser. Die Koordinationsstelle begrüsst deshalb die Aufwertungsarbeiten im Auenwald an der Sense. «Ein echter Gewinn für die Natur», so Adrian Aebischer. im

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