Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der warme Winter entlastet die Kassen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Der Winter meldete sich vor einer Woche kurz zurück. Wobei «zurück» eigentlich das falsche Wort ist: Der Winter war–zumindest in den tieferen Lagen–nie wirklich da. In der Stadt Freiburg beispielsweise blieb der Schnee kaum liegen, die Strassen waren selten vereist. «Die Werkhofmitarbeiter waren weniger unterwegs als normalerweise», sagt Kurt Krattinger, Leiter des städtischen Strasseninspektorats.

In Zahlen heisst das: Die Werkhofmitarbeiter streuten im vergangenen Winter 200 Tonnen Salz, im Winter zuvor waren es 470 Tonnen. Sie leisteten 2700 Stunden Winterdienst, im Winter zuvor waren es 5200 Stunden, also fast doppelt so viele. «Wir sind flexibel und können drei bis sechzig Männer für den Winterdienst einsetzen», sagt Krattinger.

Andere Arbeiten erledigen

Die Gemeinde Freiburg spart aufgrund des milden Winters kaum Geld, denn sie stellt für den Winterdienst keine externen Arbeiter an. «In einem milden Winter können wir aber viele andere Arbeiten erledigen, die wir sonst aufschieben müssen», sagt Krattinger. Und teurere Nacht- und Wochenendeinsätze seien selten gewesen.

Auch der geringe Salzverbrauch wirke sich nur bedingt auf die Rechnung aus: Eine Tonne Salz kostet im Winter 190 Franken und im Sommer 140 Franken. Normalerweise kauft Freiburg das Salz im Sommer, braucht es im Winter und füllt im Sommer die Lager. «Jetzt haben wir noch Salz und werden erst im Verlaufe des nächsten Winters wieder kaufen, zum teureren Tarif.»

Sensebezirk spart

Im Sensebezirk, etwa in den Gemeinden Wünnewil-Flamatt, Tafers und Plaffeien, war ebenfalls deutlich weniger Winterdienst notwendig als im vorherigen Winter. In Tafers leisteten die Werkhofmitarbeiter mit 570 Stunden 15 Prozent weniger Winterdienst als im Jahr zuvor und verbrauchten rund 22 Tonnen Salz, was etwa einem Drittel des Vorjahres entspricht. Gemeindeschreiber Helmut Corpataux geht deshalb von Einsparungen von rund 10 000 Franken aus. «Genau sagen kann ich das aber nicht, da es sich um eine Mischrechnung handelt.» Ähnliches gilt in Wünnewil-Flamatt und Plaffeien.

Die Gemeinden verfügen über Salzsilos, so dass die Lagerung des Salzes bis zum nächsten Winter kein Problem darstellt. Sowohl der Bauverwalter von Wünnewil-Flamatt, Marius Cotting, als auch Manfred Riedo in Plaffeien halten fest, dass der vergangene Winter eher durchschnittlich war und der Winter zuvor überdurchschnittlich streng.

In Tafers und Wünnewil-Flamatt haben die Strassen weniger gelitten als normalerweise im Winter, in Plaffeien sind die Schäden an den Strassen hingegen nicht kleiner. «Durch die Wechsel zwischen Frost und Tau leiden sie auch», sagt Bauverwalter Manfred Riedo.

Was für den Sensebezirk gilt, gilt auch für den Seebezirk: In Kerzers waren für den Winterdienst bisher nur acht Piketteinsätze nötig, während es im letzten Winter 25 waren. «Zudem haben wir rund 50 Tonnen weniger Salz gebraucht als im letzten Winter», sagt Gemeindeschreiber Erich Hirt.

In Gurmels lag der Salzverbrauch der Gemeinde laut Bauverwalterin Barbla Engel mit rund 30 Tonnen deutlich unter dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten Jahre von jeweils rund 45 Tonnen. Wie viel die beiden Seebezirkgemeinden sparen können, ist noch nicht klar.

Kanton: 4,8 Millionen für den Winterdienst

D er Kanton Freiburg ist für den Unterhalt von 640 Kilometern Strasse verantwortlich. Freiburg gab 2013 4,8 Millionen Franken für den Winterdienst aus. 2012 brauchte der Kanton 4700 Tonnen Salz, 2013 6000 Tonnen. Die Abrechnung erfolgt gemäss Corinne Rebetez, Sprecherin der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, immer für die Zeit von Januar bis Dezember, also nicht für einen Winter. «Wir haben seit Januar sehr wenig Schnee räumen müssen, gesalzt wurde aber regelmässig.» Werde es ab November kalt, gebe es dann statistisch wieder durchschnittliche Ausgaben für den Winterdienst. mir

Meistgelesen

Mehr zum Thema