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Der Weg führt zu farbenfroher Lyrik

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Neben Hermann Hesse ist Carl Friedrich Georg Spitteler einer von zwei Schweizer Nobelpreisträgern für Literatur. Carl Spitteler (1845–1924) erhielt den Nobelpreis 1919. Unter anderem war der gebürtige Liestaler im Seeland als Schriftsteller und Lehrer tätig. Carl Spitteler gilt als Naturliebhaber. Zu seinen Werken gehören auch Schmetterlings­gedichte. Zum 100-Jahr-Jubiläum seines Nobelpreises für Literatur hat die Stiftung Papiliorama nun einen Weg nach ihm benannt.

Auf dem Spitteler-Schmetterlings-Pfad im Aussenbereich des Tropenhauses kommen die Gäste in den Genuss von Werken aus der Gedichtsammlung «Schmetterlinge» des Literaturnobelpreisträgers. Illustriert werden die Gedichte mit Gemälden von Paul-André Robert und Léo-Paul Robert. Zudem vermitteln die acht Tafeln den Besucherinnen und Besuchern Wissen zu Carl Spitteler und zu Schmetterlingen. Die Eröffnung des Wegs gestern ist Teil der Feierlichkeiten zum Jubiläum «Carl Spitteler – 100 Jahre Literaturnobelpreis» (siehe Kasten).

«Licht- und Farbenwonne»

Der Berner SP-Ständerat Hans Stöckli ist Mitglied des Patronatskomitees des Spitteler-Jubiläums und Präsident des Fördervereins Pro Papiliorama. Als er sich in Spittelers Werke eingelesen habe, «bemerkte ich, dass Spitteler auch mit Schmetterlingen zu tun hatte», sagte Stöckli fröhlich an der Einweihung. Bei dem Gedichtband handelt es sich um ein frühes Werk Spittelers, die erste Auflage erfolgte 1889. Hans Stöckli las den Gästen an dem Festakt das Vorwort von Carl Spitteler von 1907 zur zweiten Auflage des Gedichtbandes vor: «Vorliegendes Büchlein handelt von den wirklichen, leibhaftigen Schmetterlingen unserer Heimat. ‹Also naturwissenschaftliche Lehrgedichte?› Bewahre! Hingegen Augenlyrik, Licht- und Farbenwonne. Nämlich die Schmetterlinge heissen beim Volk Sommervögel, bei mir Sonnenvögel; dem Geschenk ihrer stillen Schönheit erwiderte das anspruchslose Büchlein den leisen Herzensdank.»

Die Vergänglichkeit

«Spitteler war ein grosser Liebhaber der Natur und besass einen eigenen riesigen Garten», sagte Stefanie Leuenberger vom Vorstand des Jubiläums-Patronatskomitees. Spitteler sei Journalist bei der Tageszeitung «Der Bund» in Bern wie auch bei der NZZ in Zürich gewesen. «Er war Musik- und Literaturkritiker und schrieb auch für deutsche Zeitungen.» Viele seiner Texte drehten sich aber auch um Gartenarbeit, sagte Leuenberger. «Er war ein leidenschaftlicher Wanderer, auch im Seeland-Gebiet.» Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier sowie die Stellung des Tieres in der Natur habe ihn beschäftigt und die Schönheit der Schmetterlinge mit ihren Farben fasziniert. «Einerseits tragen die Schmetterlinge in den Gedichten ihre wirklichen Namen», erklärte die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, «andererseits sind die Gedichte Gleichnisse. Sie zeigen die Vergänglichkeit unseres Daseins auf, verletzlich wie ein zarter Schmetterling.»

Den Literaturnobelpreis hat Carl Spitteler für sein Vers­epos «Olympischer Frühling» erhalten. Darin transportiert der Schriftsteller Figuren und Handlungsstränge der griechischen Mythologie in seine eigene, moderne Erlebniswelt.

Das Versepos hat laut Stefanie Leuenberger noch heute seine Gültigkeit: «Es ist ein lustiges Werk und sehr menschlich. Es zeigt auf, wie man mit List und Tücke ohne Kompetenz an die Macht gelangen kann. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor?», fragte Leuenberger in die Runde. Nickende Köpfe und Lachen waren die Antwort der Gäste des Festakts.

Programm

Diverse Anlässe zum Jubiläum

Im Rahmen des Spitteler-Jubiläums finden dieses Jahr in der ganzen Schweiz diverse Veranstaltungen statt. Im Schloss Ebenrain in Sissach steht am Freitagabend ein musikalisch-literarischer Anlass unter dem Titel «Die Geschichte meines Innenlebens» auf dem Programm. Neben einer Ausstellung in Liestal gibt es auch eine in La Neuveville am Bielersee unter dem Motto «Spitteler en Suisse romande».

emu

www.spitteler.ch

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