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Der Weg nach Bern führt über Freiburg

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Ein Interview hier, ein Händedruck da, ein kurzes Lachen und das Anstossen beim Aperitif: Die Kandidaten für die Nachfolge des zurücktretenden FDP-Bundesrates zeigten keine Berührungsängste und stellten sich gestern dem Freiburger Publikum.

Als dritte Etappe nach Zug und Basel machte die mobile Werbeveranstaltung mit dem Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis, der Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret und dem Genfer Staatsrat Pierre Maudet gestern im Freiburger Bürgerspital Halt.

Der Auftritt hatte alle Attribute eines Wahlkampfs, nur befand sich im rund 100-köpfigen Publikum niemand, der am 20. September einen der drei Anwärter auch wählen darf. Von der Freiburger Bundeshaus-Delegation war niemand zugegen. Der Freiburger FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois, der bis vor kurzem auch noch als Kandidat in Frage kam, befand sich an einem Anlass über die Ernährungssicherheit. Diese Priorität hatte er auch als Grund angegeben, warum er selbst auf eine Kandidatur verzichtet.

So versuchten die drei Kandidaten, in erster Linie die FDP-Familie von ihren Vorzügen zu überzeugen. Sie alle fanden einen Bezug zu Freiburg. Die Lausannerin Moret wies auf ihre ländlichen Wurzeln hin, Maudet hatte in Freiburg seinen Jus-Master absolviert und Cassis sagte, als Arzt fühle er sich im Bürgerspital besonders wohl.

«Ich bin zum richtigen Zeitpunkt bereit», so Cassis. Nach dem angekündigten Rücktritt von Burkhalter herrsche nun eine starke Erwartungshaltung für einen Bundesrat aus der italienischsprachigen Schweiz. Die Tessiner Bundeshaus-Delegation arbeite schon seit zehn Jahren auf einen solchen Schritt hin.

Maudet pries vor allem seine Erfahrung als Exekutiv-Politiker. «Ich habe in der Genfer Stadtregierung als einziger Freisinniger mit vier Linken zusammengearbeitet», betonte er stolz. Isabelle Morel meinte, seit 28 Jahren gebe es keine FDP-Frau, ja überhaupt keine bürgerliche Frau mehr im Bundesrat. Als Frau und Mutter bringe sie eine Lebenserfahrung mit, die im Bundesrat fehle. Die Anwältin hob aber auch ihre berufliche Erfahrung hervor: «Ich weiss, was es bedeutet, wenn man in einem Unternehmen dafür verantwortlich ist, dass Ende Monat alle ihren Lohn erhalten.»

Der Anlass bot auch Gelegenheit, die Kandidaten zu beobachten. Maudet, im schwarzen Anzug, untermalte seine Visionen mit Gesten seiner linken Hand, als wolle er einen Staubsauger verkaufen. Cassis, einen Kopf kleiner, im grauen Anzug mit karierter Krawatte, hielt stets den Kopf geneigt und schaute wie zu einer höheren Macht nach oben, bevor er sprach. Moret schliesslich, im schwarzen Blazer, akzentuierte in ihren Voten einzelne Worte und Konsonanten wie P und T wie Trommelschläge, wie man das in PR-Kursen lernt.

Welches Auftreten überzeugt, das wird sich als Nächstes an der FDP-Fraktionssitzung am 1. September in Neuenburg erweisen.

«Ich bin zum richtigen Zeitpunkt

bereit.»

Ignazio Cassis

Nationalrat TI

«Ich weiss, was es bedeutet, verantwortlich zu sein, dass in einer Firma alle ihre Löhne erhalten.»

Isabelle Moret

Nationalrätin VD

«Ich habe in der Genfer Stadtregierung mit vier Linken zusammen­gearbeitet.»

Pierre Maudet

Staatsrat GE

 

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