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Der Wurm steckt bei Olympic tief drin

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Der Wurm steckt bei Olympic tief drin

Basketball Fiba-Cup – Die Freiburger beenden das Final-Four-Turnier als Letzte

Olympic verlor gestern gegen Albacomp (Ung) mit 71:108 und beendet das Final-Four-Turnier der Central- und West-Conference im Fiba-Cup auf dem letzten Platz. Bedenklich, wie sich die schwachen Freiburger vor heimischen Publikum phasenweise vorführen liessen.

Von FRANK STETTLER

Rein sportlich gesehen fällt diese Niederlage nicht gross ins Gewicht. Alle vier Teams in Freiburg waren bereits zum Vornherein für die nächste Phase im Fiba-Cup qualifiziert. Es ging einzig darum, eine Rangierung zu erspielen, aufgrund welcher die Paarungen für die Viertelfinals gegen die besten Mannschaften der Ost- und Süd-Konferenz erstellt werden. Olympic wird nun auf einen Sieger der beiden anderen Final-Four-Turniere treffen, womöglich ein russisches oder ein türkisches Team.

«Nicht alle haben gekämpft»

«Jetzt haben wir ein richtiges Problem», stellte Olympics konsternierter Trainer Patrick Koller nach der inakzeptablen Vorstellung seines Teams gegen Albacomp klar. Ein Viertel lang hielt Olympic mit (21:24, dies bei nicht weniger als 17 Fouls!), dann gab sich die Equipe komplett auf und wurde in den beiden folgenden Vierteln glatt an die Wand gespielt (13:30, 12:27). «Einige wenige Spieler haben gekämpft, zu viele aber nicht. Es gibt sicher keinen, der extra schlecht spielt. Doch sobald es nicht läuft, aus welchem Grund auch immer, lässt es die Mannschaft schleifen. Dies ist eine neue Situation für mich. Als Spieler und Trainer gehörte ich noch nie einem solchen Team an.» Stellt sich die Frage, welche Konsequenzen ein solcher lustloser Auftritt nach sich zieht. Koller: «Die Spieler sind zu schnell zufrieden. Nach dem guten Spiel gegen Boncourt folgt nun dies. Vielleicht sind wir Trainer noch zu nett. Wir müssen noch härter sein, denn Worte reichen offenbar nicht mehr.»

Ein alarmierender Zustand

Mit dem Spiel gegen Albacomp erreichte Olympic nach der Schlappe in Lugano also einen weiteren Tiefpunkt in dieser Saison; dies fünf Spiele vor den Playoffs – ein alarmierender Zustand. Denn mit solchen Leistungen wie gestern sind die Playoffs noch nicht einmal auf sicher, da man nur zwei Zähler Vorsprung auf den Strich hat. Und einfache Spiele gibt es für Olympic keine mehr. Am Dienstag etwa sind die Geneva Devils zu Gast.

Ebenfalls ratlos wirkte Sportdirektor Laurent Meuwly: «Die Probleme haben wir seit Weihnachten. Nach dem Out im Cup gegen Nyon besprachen wir mit dem Team, dass ab jetzt eine neue Meisterschaft beginnen würde. Aber nach einer Serie guter Spiele sind wir wieder in einem Tief. Es ist wie ein Zyklus.»
Man musste gestern schon sehr genau hinschauen, um halbwegs positive Aspekte im Team der Freiburger zu finden. Einzig Livadic spielte korrekt. Ein Ausfall war der Finne Kaunisto und einmal mehr Hannibal. Zur Erinnerung: Der Franzose ersetzte den als ungenügend abgestempelten Cope. Dieser wirft jetzt bei Boncourt im Schnitt sicher zehn Punkte pro Spiel und steht beim Meister zuweilen in der Startformation. Weil aber Ceresa angeschlagen und Petrovic verletzt ist, fehlen die Alternativen. Und dass Madison gestern die Partie zu Ende spielte, ist fahrlässig. Der Amerikaner verletzte sich im ersten Viertel am Knöchel. Club-Arzt Birrer wollte Madison aus dem Verkehr ziehen, doch dieser wollte unbedingt spielen, weil er im Vorjahr noch in der ungarischen Meisterschaft gegen Albacomp spielte und etwas beweisen wollte. Man darf gespannt sein, wie sich die Verletzung nun entwickeln wird.
Eines ist klar, so schwach hat man ein Olympic noch selten gesehen. Wohin dies in dieser Saison noch führt, wird die Zukunft zeigen. Doch Optimismus scheint alles andere als angebracht.

Final: Boncourt – Kunin (Tsch) 77:105

Heilig-Kreuz-Halle. – 800 Zuschauer.
Boncourt: Imgrüth (5), Holland (25), Cope (10), Richmond (17), Kautzor (7); Mendy (5), Alijevas (2), Rais, Tchiloemba (4), Leuly, Salomone (2).
Kunin: Warrick (30), Tomeljak (5), Soska (15), Howard (21), Pelikan (11); Ivanovic (3), Stec (9), Hajek (9), Buzasi, Valcak (2).

Olympic – Albacomp 71:108 (34:54)

Heilig-Kreuz-Halle; 300 Zuschauer; SR: Reatto (It)/Mpotitsis (Swe).
Freiburg Olympic: Smiljanic (3); Ceresa (2); Nattiel (4); Hannibal (8); Esterkamp (12); Cokara; Madison (24); Ivanovic (2); Kaunisto (2); Livadic (14).
Albacomp Szekesfehervar: Gaspar (5); Spivey (23); Wittmann (4); Younger (26); Gobi (6); Soos (12); Bencze (6); Bodi (12); Nisavic (12); Szabo (2).
Bemerkungen: Olympic ohne Petrovic, Kirmaci; Andrey und Kapsopoulos (alle verletzt); Albacomp komplett. 5 Fouls: Kaunisto (29.), Bencze (34.) und Esterkamp (37.). – Viertelresultate: 21:24, 13:30, 12:27, 25:27. Beste Spieler: Younger und Esterkamp.

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