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Der zerbrechliche Kämpfer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Matthias fasel

Noch kann er – wie er selbst sagt – sich nicht immer zu 100 Prozent aufs Eishockey konzentrieren. Vor rund drei Wochen musste sein sechsjähriger Sohn auf die Notfallstation ins Spital eingeliefert werden. Nachdem Geoffrey Vauclair deshalb zwei Spiele ausliess, stand er in den letzten Spielen zwar wieder auf dem Eis. «Es geht ihm wieder besser. Aber natürlich sind meine Gedanken immer noch oft bei ihm», so der 31-Jährige. Der Sohn leidet an nächtlichen epileptischen Anfällen. «Wir schlafen deshalb im Moment noch bei ihm.»

Noch ohne Offerte

Schwierig also, in einer solchen Situation den Kopf ganz auf dem Eis zu haben. Aber er versuche es natürlich, versichert Vauclair. Tatsächlich befindet sich die Nummer 28 auch in Sachen Eishockey in einer wichtigen Phase. Nicht nur, dass für Gottéron langsam, aber sicher die entscheidende Phase um die Playoff-Qualifikation beginnt. Nein, für Vauclair geht es auch um seine persönliche Zukunft. «Ich habe für nächstes Jahr noch keine Offerte erhalten. Die Clubs haben momentan andere Prioritäten als Geoffrey Vauclair. Aber ich bin auch nicht in Eile», sagt er vorderhand gelassen, aber doch mit leicht resignativen Unterton. Würde er denn überhaupt gerne ein Jahr dranhängen? «Grundsätzlich schon, aber genau kann ich das momentan selbst nicht sagen. Es hängt auch von meinem Körper ab.»

Der meinte es in den letzten Jahren nicht immer gut mit Vauclair. Immer wieder fiel er verletzungsbedingt aus. Auch dieses Jahr hat der vorbildliche Kämpfer erst 17 Spiele absolviert, weil ihn wochenlang Adduktorenprobleme plagten. «Diese Verletzungen haben die Teams im Hinterkopf, wenn es um Offerten geht.»

Captain-Amt abgegeben

Er selbst ist überzeugt, dass er noch über das Niveau für die NLA verfügt. Es sei auch nicht so, dass er chronisch Schmerzen habe, sondern halt einfach verletzungsanfällig sei. Wenn er denn noch ein Jahr dranhängt, dann am liebsten für Gottéron. «Das Einzige, was ich mir sonst noch vorstellen kann, ist, mit meinen Brüdern Tristan und Julien in Lugano zu spielen. Aber Lugano hat bereits genug Stürmer.»

Auch in Freiburg ist das Kader in Sachen Angreifer dieses Jahr breiter als auch schon. Vauclair kommt deshalb oft im vierten Block zum Einsatz. Diese Saison hat er erst zwei Treffer erzielt und ein Tor vorbereitet. Mit seinen Leistungen ist er trotzdem nicht unzufrieden. «Natürlich würde ich gerne mehr Tore erzielen. Aber meine Rolle im Team ist halt eher eine defensive. Und dass ich im vierten Block zum Einsatz komme, daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.»

Vor kurzem hat Vauclair das Amt des Captains abgegeben. «Ich war der Meinung, dass ich mit meinen Verletzungen nicht mehr der ideale Captain bin. Ausserdem wusste ich auch, dass Heins dieses Amt sehr gut ausführen wird.» Mit seinen Sprüchen sorgt der fast immer gut gelaunte Stürmer an den Trainings und in der Kabine trotzdem weiterhin für gute Stimmung.

Ein merkwürdiges Hobby

Neben dem Eis verbringt der gebürtige Jurassier viel Zeit mit seiner Familie und kümmert sich oft um seinen Sohn und seine zweijährige Tochter. Und wenn nicht, dann befasst er sich gerne mit Wein («gelegentlich trinke ich auch ein Gläschen») oder mit Uhren. Genau, mit Uhren! Denn Vauclair hat ein besonderes Hobby. Er ist so fasziniert von Uhren, dass er sich immer wieder neue kauft und sie dann nach ein paar Monaten weiterverkauft. «Wenn ich alle behalten würde, wäre das viel zu teuer. Denn es sind zwar nicht gerade Rolex-Uhren, aber eine Omega hatte ich auch schon.»

Und für denn Fall, dass seine Zeit als Eishockey-Profi demnächst abläuft, hat sich der gelernte Gärtner bereits über sein Leben nach der Sportlerkarriere Gedanken gemacht. «Ich habe sogar schon erste Gespräche geführt.» Mit wem und in welcher Branche will er jedoch nicht verraten.

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