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Des einen Freud, des anderen Leid

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Das Schweizer Frauen-Nationalteam muss sich in Sachen EM-Qualifikationsturnier weiter gedulden. Die Corona-Pandemie bedingt eine neuerliche Verschiebung von Anfang Januar in den Mai.

Ursprünglich waren die Qualifikationsspiele im August vorgesehen gewesen, wegen des sich ausbreitenden Virus wurden sie dann aber auf die Woche vom 10. bis 14. Januar verschoben – zum Unmut der NLA-Vereine, die in dieser Zeitspanne ihre Meisterschaftsspiele austragen müssen. Sie hätten in der Zeit vom 23. Dezember bis zum 15. Januar auf ihre Nationalspielerinnen verzichten müssen, weil diese erst in den Vorbereitungscamps mit dem Nationalteam engagiert und danach in den vier Länderspielen gegen je zweimal Estland und Weissrussland im Einsatz gewesen wären.

Düdingen wäre stark betroffen

Volley Düdingen, das acht Schweizer Nationalspielerinnen in seinen Reihen zählt, wäre besonders stark betroffen gewesen. «Ich weiss nicht, wie wir in diesen Wochen richtig trainieren sollen, wenn unsere Nati-Spielerinnen weg sind», hatte sich Trainer Dario Bettello diesbezüglich nach dem letzten Spiel gegen Neuenburg besorgt gezeigt. «Ich hoffe, dass sich in dieser Angelegenheit noch etwas tut.»

Gestern hat sich tatsächlich etwas getan: An einer Videokonferenz der teilnehmenden Teams der Schweizer Gruppe zusammen mit den Verantwortlichen des Europäischen Volleyballverbands CEV ist die erneute Verschiebung der Qualifikationsspiele beschlossen worden. Der Antrag auf Verschiebung kam von Swiss Volley, wurde jedoch von allen Beteiligten unterstützt. Grund dafür war einerseits die Entwicklung der Situation rund um Covid-19 in Europa. Ausserdem haben die kürzlich vom CEV durchgeführten internationalen Clubwettkämpfe gezeigt, dass die Organisation in geschlossenen «Bubbles» nur schwer umsetzbar ist und ein ausreichender Schutz der teilnehmenden Teams nicht garantiert werden kann.

Für Anne-Sylvie Monnet, Direktorin Volleyball bei Swiss Volley, stand der Schutz von Spielerinnen und Staff sowie von deren Umfeld im Vordergrund: «In der aktuellen Situation wären die Reise nach Belarus und das Absolvieren mehrerer Spiele gegen internationale Gegner nicht zu verantworten. Das Risiko von Ansteckungen wäre schlicht zu gross, und die Konsequenzen von Infektionen mitten in der laufenden Nationalliga-Saison wären für Spielerinnen und Vereine immens.»

Keine Nati-Aktivitäten

Das EM-Qualifikationsturnier soll voraussichtlich zwischen dem 2. und dem 16. Mai 2021 nachgeholt werden, wobei Belarus weiterhin als Gastgeberland vorgesehen ist. «Die Vorbereitungen für dieses Turnier nimmt das Schweizer Nationalteam erst nach Ende der NLA-Meisterschaft in Angriff», erklärte Monnet gegenüber den FN. «Vorher sind keine Aktivitäten des Nationalteams mehr geplant, entsprechend brauchen die NLA-Vereine bis Ende Saison auch keine Spielerinnen an die Nationalmannschaft abzugeben.»

Für die Qualifikation für die EM-Endrunde im kommenden August und September in Serbien, Bulgarien, Kroatien und Rumänien ist mindestens Platz 2 in der Gruppe nötig.

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