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Detaillisten pochen auf Gleichbehandlung

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Es hat etwas Schildbürgerhaftes, und allmählich wird es schwierig, den Überblick zu wahren. Am 12. November gab der Gemeinderat von Freiburg den Detaillisten grünes Licht: Am 15. und 22. Dezember dürfen sie die Geschäfte bis um 17  Uhr öffnen, eine Stunde länger als am Samstag üblich. Die Stadtregierung wollte damit das Gewerbe unterstützen und begründete die Ausnahmebewilligung mit dem Weihnachtsmarkt in der Romontgasse. Dagegen reichte die Gewerkschaft Unia Rekurs beim Oberamtmann ein. Dieser entschied am Dienstag: Die Läden dürfen bis 17  Uhr öffnen – aber nicht in der ganzen Stadt, sondern nur in der Romontgasse, im Burg-, Au- und Neustadtquartier.

Dagegen hat nun der Freiburgische Verband des Handels, des Handwerks und der Dienstleistungen Afcas Rekurs beim Kantonsgericht eingereicht, wie die Zeitung «La Liberté» vermeldete. Der Verband pocht auf eine Gleichbehandlung aller Geschäfte. «Ich bin echt genervt», sagt dazu Verbandspräsident Jean-Michel Borne auf Anfrage. «Der Oberamtmann lässt die Dinge wochenlang liegen, bis er entscheidet. So, dass man bis zur letzten Sekunde nicht weiss, was gilt.» Im Unterschied zu den Querelen rund um Mariä Empfängnis sei es dieses Mal einfacher, sich zu organisieren. «Das Personal arbeitet sowieso bis um 16  Uhr.» Borne ist aber auch über die Gewerkschaften verärgert. «Warum haben sie in Bulle keine Beschwerde eingereicht?», fragt er rhetorisch. «Die Anwältin der Unia gehört dem Anwaltsbüro von SP-Grossrat Pierre Mauron in Bulle an. Dort wollte man sich vor den Wahlen nicht die Finger verbrennen.»

Wie dem auch sei: Die Gewerkschaft hat die vom Oberamtmann bestätigte Verlängerung der Ladenöffnungszeiten nicht weitergezogen. Die Unia wolle den Grundsatzentscheid des Kantonsgerichts zum verkaufsoffenen Samstag am 8. Dezember abwarten, lautete die Begründung.

«Freiburg wird langsam zur Lachnummer», sagt Jean-Michel Borne. Zu vermuten ist indes, dass sich die Interessengruppen mit den anstehenden Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag im Detailhandel, für den Referendumskampf gegen längere Ladenöffnungszeiten, aber auch für den Kampf gegen leere Innenstädte in Position bringen wollen.

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