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Deutliches Ja zu Darlehen für Hotel Kreuz

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Die beiden Stimmenzählerinnen waren an der Schmittner Gemeindeversammlung vom Freitagabend im Mehrzwecksaal des Schulhauses Orange gefordert. 192 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger waren erschienen. «Eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl, so viele hatten wir in den vergangenen Jahren nie», sagte Ammann Hubert Schafer schmunzelnd zu den FN.

Gemeinde wurde aktiv

Der Grund für die rege Teilnahme war Traktandum drei: Das Darlehen für einen Saal im öffentlichen Interesse, der im Zuge des Umbaus des Hotel Restaurants zum Weissen Kreuz im Dorfzentrum entstehen soll. Bereits Anfang November hatten Gemeinde und Eigentümer zu einem Informationsanlass eingeladen, und bereits damals erschienen sehr viele interessierte Schmittnerinnen und Schmittner (die FN berichteten). Denn die Eigentümer des Kreuzes wollen in den nächsten Jahren komplett neu bauen. Die Bausubstanz des Hauses sei zu schlecht, um es zu erhalten, hatte Eigen­tümer David Kaeser am Info-Anlass gesagt. Die Krux: Im Kreuz befindet sich ein Saal mit rund 120 Plätzen, der von den Vereinen im Dorf, aber auch für Private für Anlässe ­rege genutzt wird.

Doch ein Saal sei in den ersten Plänen nicht vorgesehen gewesen, erklärte Ammann Schafer den Anwesenden am Freitag. Die Gemeinde sei daraufhin auf die Eigentümer zugegangen. «Für eine wachsende Gemeinde wie Schmitten ist so ein Saal sehr wichtig.» Zusammen habe man eine Lösung ausgearbeitet, bei der sich die Gemeinde mit einem zinslosen Darlehen von 650 000 Franken an den Baukosten beteilige sowie mit 5000 Franken jährlich an den Betriebskosten. «Sagen wir Nein, wird es in Zukunft keinen Saal geben», stellte Schafer klar.

Kritische Stimmen

Die Gemeindeversammlung zeigte sich zunächst trotzdem kritisch. «Die Gemeinde unterstützt den Bau finanziell, und danach müssen die Gäste auch noch Miete bezahlen – ich verstehe das nicht», sagte etwa ein Bürger. «Die Gemeinde muss Privaten doch kein Geld geben.» Ein anderer Bürger stellte die Akustik infrage, und einer fragte, warum die Eigentümer den Saal nicht einfach selbst finanzierten. «Sie könnten ihn ja auch für Konferenzen vermieten», schlug er vor. Schafer entgegnete, dass der Saal für die Eigentümer alleine wirtschaftlich nicht rentabel sei. Zudem könne die Gemeinde ihren Vereinen keine besseren Mietkonditionen anbieten, wenn sie sich nicht beteilige. In der Nutzungsvereinbarung ist festgehalten, dass die Dorfvereine den Saal einmal im Jahr gratis nutzen dürfen und Vorrang haben vor anderen potenziellen Mietern. Zudem müssen sie nicht zwingend Gastro-Leistungen bei den Wirten beziehen, sondern können auch selbst eine Bar oder Ähnliches betreiben.

Einem Bürger waren die Betriebskosten für die Gemeinde zu hoch. Er stellte einen Gegenantrag: Man solle separat über das Darlehen und die Betriebskosten abstimmen. Dazu kam es aber nicht. Die kritischen Stimmen schienen Einzelfälle zu sein. Denn als ein Bürger aufstand und sagte, er finde das Projekt eine gute Idee, erntete er tosenden Applaus. «Wir brauchen diesen Saal für uns alle im Dorf, für Taufen, Erstkommunionen, Hochzeiten bis hin zu Beerdigungen; er begleitet uns durchs ganze Leben», sagte er. Ein junger Mann aus der hintersten Reihe pflichtete ihm bei: «Für die Jüngeren ist es wichtig, einen Ort für kulturelle Anlässe zu haben.»

Das Abstimmungsergebnis war denn auch keine Überraschung: 141 Bürgerinnen und Bürger sagten Ja, 16 sagten Nein. Ammann Schafer zeigte sich gegenüber den FN erleichtert. «Die Schmittner wissen, dass wir diesen Saal brauchen und die Gemeinde ohne ihn an Attraktivität verliert.» Die Lösung sei ein idealer Kom­promiss.­

«Sehr erfreut»

Auch Kyra Reichmuth vom Hotel Restaurant Kreuz sagte auf Anfrage, sie sei sehr erfreut über das deutliche Ergebnis. «Jetzt können wir weitermachen.» Die Eigentümer wollen bis Ende Jahr das Baugesuch einreichen. Wann sie mit dem Neubau loslegen könnten, hänge von möglichen Einsprachen ab, sagte Reichmuth.

Übrige Geschäfte

Schmitten soll eine weitere Turnhalle erhalten

Die Gemeinde Schmitten wächst. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Sportanlagen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen. «Die Garderobe im Gwatt ist zu klein, und die Sanitäranlagen dort sind ungenügend», sagte Gemeinderat Olivier Flechtner an der Gemeindeversammlung vom Freitag. «Eine neue Einfachturnhalle mit entsprechender Infrastruktur soll die Lage entschärfen.» In der Investitionsrechnung 2019 ist dafür ein Planungskredit von 50 000 Franken veranschlagt. Über den konkreten Kredit wird noch separat abgestimmt, doch die Bürgerinnen und Bürger sagten einstimmig Ja zur Investitionsrechnung, die insgesamt neu geplante Investitionen von 1,38 Millionen Franken umfasst.

Auch einstimmig angenommen wurde der Voranschlag 2019. Er sieht einen Ertragsüberschuss von 15 700 Franken vor, bei einem Aufwand von 19,32 Millionen Franken und einem Ertrag von 19,33  Millionen Franken. Drei weiteren Geschäften stimmten die Anwesenden einstimmig zu: den Planungskrediten für die Einführung des Abwasser-Trennsystems vom Dorfzentrum bis zur SSB und für das Entwässerungskonzept ­Schmitten Nord sowie dem Ersetzen von 68 Strassenlampen. Der Kredit für den Bau eines Wasser-Rückhaltebeckens im Ochsenried wurde mit grosser Mehrheit angenommen.

Der Gemeinderat verlieh zudem den mit 500 Franken dotierten «Prix Chapeau» an Anita Neuhaus von der Ludothek Schmitten.

nas

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